Datenbank der Kulturgüter
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Sankt Michael

Zewen, Gemeinde Trier
Im Biest

Katholische Filialkirche in Oberkirch

Superior Kerich (Oberkirch) wird im Visitationsbericht von 1609 als Filiale von Zewen erwähnt, hatte also vermutlich bereits eine Kapelle.  Abseits von der Dorfstraße steht, in einem Winkel versteckt, die jetzige Sankt-Michaels-Kapelle. Sie wurde im Jahre 1768 erbaut und ist ungefähr 10 Jahre älter als das Schloss Monaise und so mit Jahre älter als die alte Pfarrkirche in Zewen, die im Jahre 1975 bis auf den Grund abgerissen wurde. Eine leider beschädigte Inschrift über dem Westportal nennt in lateinischer Sprache den Erbauer Carl Franz Ludwig Freiherr Boos von Waldeck und Montfort, Dechant der Domkirche, Herrn zu Kyllburg, Ramstein, Gerolfangen und Filzen und Statthalter des Kurfürsten zu Trier.  Von dem Bau der Kapelle und ihrer inneren Ausstattung berichten die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz ausführlich. Das Mauerwerk ist einfach und meist aus Bruchsteinen ausgeführt und verputzt. Die Strebepfeiler sind aus roten Sandsteinen bis unter das hohe, reich gegliederte Gesims geführt. Sind wir in das Innere der Kapelle eingetreten, so umgibt uns ein hoher dreiachsiger Bau, der über Pilastern ein Stichkappengewölbe trägt. In dem dreiseitig geschlossenen Chorteil steht ein einfacher Holzaltar. Die beiden Ostfenster sind vermauert. Das Altarbild stellt den heiligen Erzengel Michael dar, dem die Kapelle auch geweiht ist. Zu beiden Seiten des Altares befinden sich Abschlusstüren, die mit Beichtgittern versehen sind, auf denen die Figuren des heiligen Leonardus und der heiligen Walburga stehen.  Wie eine Inschrift auf der Rückseite des Holzaltars mitteilt, wurde der Altar von dem Domdechant Mayer Johannes Koch in Oberkirch im Jahre 1785 gestiftet. Das Gestühl ist im Jahre 1766 von dem Hofmann Johann Burg angefertigt worden, wie eine Notiz auf einer der Bänke angibt. Über dem steilen Westgiebel steht ein achtseitiges Türmchen mit Haubendach. Vor. Vor dem ersten Weltkrieg hingen hier zwei Glocken, die ein schönes Geläute weithin hörbar machten. Im ersten Weltkrieg wurde die eine herabgenommen und im zweiten Weltkrieg die andere eingezogen. Danach war es lange still im Glockenstübchen geworden, denn keine von beiden ist mehr zurückgekommen. Im Jahre 1950 wurde durch die Initiative einiger junger Männer von Zewen-Oberkirch in der Eisengießerei Zettelmeyer eine 3 1/2 Zentner schwere Glocke gegossen. Die Männer sammelten auf den gesprengten und geborstenen Bunkern um den Ort herum das Material dazu. Am Sonntag, dem 29. November 1950 fand die Weihe der neuen Glocke durch Pfarrer Jakob Leister in Oberkirch statt. So redet die neue Glocke eine eindringliche Sprache der Besinnung und mahnt an die Unbeständigkeit der Zeit. (http://www.trier-zewen.de/oberkirch.htm) In der Michaelskapelle wird einmal im Monat Gottesdienst gefeiert. Sie ist ein festlicher Raum für Andachten und kleine kirchliche Feiern. (http://www.sankt-martinus-zewen.de/)

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1768
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.586746
lat: 49.713338
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: In der Olk

Internet

http://www.trier-zewen.de/oberkirch.htm

Datenquelle

http://www.trier-zewen.de/oberkirch.htm sowie http://www.sankt-martinus-zewen.de/ und http://www.zewen-online.de/Zewen-Bilder/Oberkirch__Kapelle/body_oberkirch__kapelle.shtml

Bildquellen

1 Bild: http://www.sankt-martinus-zewen.de/
2 Bild: http://www.zewen-online.de/Zewen-Bilder/Oberkirch__Kapelle/body_oberkirch__kapelle.shtml

Stand

Letzte Bearbeitung: 13.01.2009

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