Datenbank der Kulturgüter
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Sogenannter Jüngerer Moselkran

Mitte-Gartenfeld, Gemeinde Trier
Johanniterufer

Zollkran

Schräg gegenüber dem Hauptzollamt (Nr. 1-3) gelegener, sog. Jüngerer Moselkran, als Tretradkran im Auftrag des Stadtmagistrats nach Entwurf von Seiz zur Entlastung des damals reparaturbedürftigen Alten Krans (Krahnenufer ohne Nr.) 1774 erbaut. Der 1944 kriegsbeschädigte Barockkran wurde um 1950 instandgesetzt und zuletzt 1984 restauriert. Der zylindrische, mit seinem zur Mosel brüstungsbewehrten Unterbau in die Kaimauer eingebunden. Unmittelbar über dem Sockel das verputzte Mauerwerk, rechteckige Fenster und Türen. Ein mit Kehle und Wulst profiliertes Steingesims schließt den turmartigen Baukörper ab. Darüber bildet das drehbare Kegeldach mit zwei Auslegern ein wulstprofiliertes Holzgesims aus. Ein zusammen mit dem Kranhaus errichteter, niedriger und abgewalmter Rechteck-Anbau im Norden übernimmt dessen Sockel und Fenstergewände. Das Barockbauwerk, das die seit dem Mittelalter bis in das 18. Jahrhundert ungebrochene Bedeutung der Moselschifffahrt als wichtiger Wirtschaftszweig verdeutlicht, ist ein kulturtechnisches Denkmal von hohem Rang. Sowohl in der Baugestalt als auch in der technischen Ausstattung nach dem Vorbild des Alten Krans erbaut, dokumentiert der außen nur in Details von letzterem zu unterscheidende, barocke Landkran die jahrhundertealte Kontinuität des Tretradkranbaus. Die ebenfalls mit der Ausstattung des Alten Krans zu vergleichende, drehbare Hebemechanik mit zwei Treträdern und Kaiserbaum wurde allerdings im Unterschied zur ersteren von Anfang an mit zwei Auslegern konzipiert (die technische Ausstattung über einem mit großen Sandsteinplatten belegten Fußboden mit verschleiß- und kriegsbedingten Teilauswechslungen).

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Seiz, Johannes [1717-1779] Hofbaumeister (Entwurf).
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Technische Bauten und Industrieanlagen / Schifffahrt
Zeit:
1774
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.628188
lat: 49.753913
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld

Datenquelle

Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 17.1 Stadt Trier - Altstadt. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 3-88462-171-8 (1. Auflage 2001)

Bildquellen

1 Bild: Internet
2 Bild: © Dienel und Meighörner: "Der Tretkran". Deutsches Museum, 1977

Stand

Letzte Bearbeitung: 16.01.2003

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