Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0





Ehemalige Burgmühle

Föhren, Gemeinde Föhren

Beschreibung

Im Jahre 1752 war diese Mühle bei der Burg erbaut und fortan als "frei adelige Mühle" verpachtet worden. Das hohe Mühlengebäude enthielt Wohnräume für die Müllersleute, Scheune und Stall. Es war an das barockförmig gestaltete Außentor angeschlossen, welches ursprünglich herausragte und durch den Bau der Mühle nun an Wirkung verlor. Offensichtlich musste die Gemeinde im Jahre 1710 eine Erklärung über die Anerkennung der Bannmühle abgeben und somit die Mühlengerechtigkeit des Grundherrn (Mahl- und Mühlenbann) bestätigen. Der Mahlzwang bezog sich auf alle im Bann des Grundherrn ansässigen Bauern, also nicht nur auf die Gemeinde Föhren, sondern auch auf die umliegenden Dörfer, die ihr Korn in der Mühle des Grundherrn mahlen lassen mussten. Vom Mahlzwang ausgenommen waren meist der Meier und der Pfarrer. Der Mühlenbann bedeutete, dass der Grundherr das alleinige Recht besaß, eine Mahlmühle zu erbauen, es also keinem Müller erlaubt war, in dem Bereich seiner Herrschaft eine Mühle zu errichten. Sie standen somit im Dienste des Grundherrn, der ihnen zudem die Pflicht auferlegte, die im Bann Gesessenen hinsichtlich des Mahlzwangs zu überwachen. Da ihm als Müllerslohn ein Drittel des Mahlgutes zustand, lag es in Interesse des Müllers, dass der Mahlzwang eingehalten wurde. Von dem gemahlenen Korn erhielt der Grundherr einen weiteren Anteil und der Rest wurde den Bauern ausgegeben. Mit der Aufhebung der Feudalrechte gegen Ende des 18. Jahrhunderts war das Recht des Mühlenbanns und Mühlenzwangs aufgehoben. Aber welcher Müllersmann verfügte zu dieser Zeit schon über genügende Geldmittel, um sich selbst eine Mühle zu bauen. Die Burgmühle blieb also weiterhin in Betrieb. Erst als allmählich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die technische Entwicklung immer mehr fortschritt und eine neue wirtschaftlich rentablere Form der Mühlen aufkam, die sogenannte Dampfmühle, verfiel die alte Mühle. Heute erinnert nicht einmal ein Mühlrad an die Zeit der klappernden Wassermühlen in Föhren. [1]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Technische Bauten und Industrieanlagen / Mühlen
Zeit:
1752
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.7642
lat: 49.86011
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Thiergraben

Internet

http://www.schloss-foehren.de/

Datenquelle

[1] http://fiehr.de/Text/Muehlen.htm [2] Topographische Karte von 1907.

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 18.09.2015

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit