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Hochburg - Felsentor

Burg Ramstein, Gemeinde Kordel

Beschreibung

Die Hochburg ist eine natürliche Felsbastion, welche an der Nord-, Ost- und Südseite von bis zu 40 m hohen Sandsteinfelsen begrenzt wird. Die Westseite war offen zugänglich und wurde später mit einer Doppelwallanlage abgeriegelt. Der Flächeninhalt beträgt ca. 63.000 m². Der Vorwall riegelt den Bergsporn nach Westen hin ab. Der dazugehörige vorgelagerte Graben ist ca. 90 m lang, etwa 8 m breit und heute annähernd 0,50 m tief. Der anschließende Wall hat eine Sohlbreite von zirka 15 m und heute noch eine Höhe von ca. 1 m. Ungefähr 200 m weiter östlich wurde der eigentliche Hauptwall angelegt. Von der Südostseite kommend und einen leichten Bogen beschreibend, ist der Graben mit einer Länge von fast 100 m zur Nordseite geführt. Die Tiefe des Grabens beträgt heute noch 0,80 m. Die durchschnittliche Breite liegt bei 8 m. Der heute noch gut sichtbare Hauptwall ist an der Sohle noch 16 m breit und noch stattliche 5 m hoch erhalten. Nach Nordosten ist die Befestigung nur noch als Randwall erhalten und zeigt auch eine Lücke im Wall, die vermutlich als Toranlage anzusprechen ist. Die bislang einzigen bescheidenen archäologischen Untersuchungen auf der Hochburg wurden 1967 durchgeführt. […] Die Grabung erbrachte eine 0,50 m dicke Siedlungsschicht, welche Keramikscherben der älteren Hunsrück-Eifel-Kultur (600 bis 475 v. Chr.) enthielt. Neolithische Beile und Feuerklingen zeigen deutlich, dass der Mensch bereits in der Jungsteinzeit diesen Siedlungsplatz aufgesucht hat. Die Oberburg wird von einem senkrecht in den Fels geschlagenen 6,50 m breiten und 2 m tiefen Graben von dem Vorgelände abgeriegelt. In der Mitte des Grabens befindet sich eine Felsbrücke über dem Graben. An der äußersten Ostspitze des Plateaus gelegen wurde hier eine mittelalterliche Höhenburg errichtet. Die spärlichen Lesefunde belegen eine Nutzung der Anlage im Hochmittelalter. Eine für das Jahr 926 n. Chr. belegte Burganlage auf der Mark Butzweiler könnte sich auf die vorliegende Anlage direkt beziehen. Auf dem 780 m² großem Burggelände sind noch die Fundamente des Bergfrieds zu erkennen. [1]

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Befestigungen / Spornburgen
Zeit:
926 nach Chr.
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.64993
lat: 49.81225
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf der Huhburg

Internet

http://burgramstein.geheimnisvolles-trier.de http://burgramstein.geheimnisvolles-trier.de/

Datenquelle

[1] Bruno Kremer, Grabungstechniker, Trier: Die Höhlen der Hochburg und Umgebung bei Kordel. Jahrbuch 2009, Kreis Trier-Saarburg. Hrsg.: Kreisverwaltung Trier-Saarburg, 2008. ISSN: 0942-0835

Bildquellen

1 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2015.
2 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2015.
3 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2015.
4 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2015.

Stand

Letzte Bearbeitung: 27.05.2016

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