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Mielischhaus

Kordel, Gemeinde Kordel
Friedhofstraße 1

Beschreibung

Ehemals kurfürstliches Haus. Wohnteil eines ursprünglich als traufständiges Quereinhaus anzusehenden Eckgebäudes mit zur rückwärtigen Hangseite ummauertem Hofraum. An der Giebelseite die Eckquaderung und kleine Sandsteinfenster des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kernbaus. An der Traufseite eckseitig eine den Umbau datierende Muschelnische mit der Umschrift SANCTA MARIA O(ra) P(ro) N(obis) 1733. Die Veränderung mit größeren rechteckigen Fenstereinfassungen im Erdgeschoss datiert das Portal: JM 1843 über Normal-Null. Im Innern hat sich die barocke Einteilung mit Veränderungen und baulichen Hinweisen erhalten (steinerne Spindeltreppe, Pfeiler für den Feuerbalken). Die Türblätter größtenteils aus dem 19. Jahrhundert, die Eingangstüre frühes 20. Jahrhundert. Das nach einem Zahlenstein auf 1488 zurückverfolgbare Anwesen hat als erzstiftisches Gebäude ortsgeschichtliche Bedeutung. Trotz Erneuerungen ist es repräsentatives Zeugnis für die ansonsten stark veränderte barocke Ortsbebauung. [1] Zwischen Kyll und Eisenbahn gegenüber liegt die Flur "Hinter Müllershaus", was bekannter in der Kordeler Sprache "hanna Mielisch-Hous" klingt. Das "Mielisch-Haus" ist das älteste Haus in Kordel, wenn man von den Grundresten der Brandruine der Mühle im Fronholzberg absieht. Das Haus in der "Hinnischtgaß" ist nach einer Steininschrift vermutlich 1488 bis 1489 von der Hofrentkammer als Müllerwohnung der erzstiftlichen Mühle und zur Verwaltung des Fronholzberges und der davor liegenden Achtländereien erbaut worden. Das Haus ist namengebender Orientierungspunkt für die Felder zur Kyll hin geblieben. So auch für "Hanfstücke hinter Müllershaus". [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wohn- und Wirtschaftsgebäude / Bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Zeit:
1488
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.635129
lat: 49.841104
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Bei der Kirch

Internet

http://gemeinde-kordel.de/

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 12.2 Kreis Trier-Saarburg. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 3-88462-110-6 (1. Auflage 1994) [2] Anton Obser: Kordel. Geschichte der Kylltalgemeinde. Hrsg. Ortsgemeinde Kordel, 1982.

Bildquellen

1 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2005.
2 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2005.
3 Bild: © Mona Idems, Kordel, 2005.

Stand

Letzte Bearbeitung: 13.04.2010

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