Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0







zum Vergrößern auf das Bild klicken

Ortsgeschichte Kimmlingen - Erste Erwähnung

Kimmlingen, Gemeinde Kordel

Beschreibung

Der in drei historische Teilbereiche geschiedene und auf die Gemarkungen Butzweiler und Kordel verteilte Weiler wurde 1955 Kordel zugeteilt. Die aus einem Hofgut entstandene Siedlung lag innerhalb des römischen Langmauerbezirks, westlich eines ausgedehnten Tempelbezirks (s. Möhn). Der Name des zwischen 973 und 975 als Cumenlanch überlieferten Ortes wird auf die Bezeichnung der Treverer für die muldenreiche Lage zurückgeführt. Der Ortsname formte sich von Cumelanch zu Cumlingen, Kümlingen und schließlich zu Kimmlingen. Die erste Nennung teilt die Zugehörigkeit von Kimmlingen, Besslich, Pallien und Sievenich(er Hof) zur Pfarrkirche Sankt Viktor ultra pontem bei Trier mit. Diese wurde dem Trierer Kloster Sankt Martin inkorporiert. 1339 wurde Besslich Sitz des Pfarrbezirkes, der zum frühen Gut des Klosters gehörte. Die Grundherrschaft über das zum kurtrierischen Amt Welschbillig gerechneten Kimmlingen hatte die Abtei Sankt Martin. Kimmlingen bestand aus dem Hofgut der Abtei und aus einer 1285 genannten Mühle. Beide wurden 1811 im Zuge der Säkularisation versteigert. Nahe dem Hofgut, auf alter Kordeler Gemarkung, wuchs ab 1851 auf dem zum Kimmlinger Bach abfallenden Höhengrad eine Siedlung. 1961 wurden im nordöstlichen Teil des Hofgutes ein Friedhof und drei Bauten einer Kapelle ergraben, die in der Zeit vom 8.9. bis zum 13.14. Jahrhundert genutzt wurden und wohl ein nördlich gelegenes fränkisches Gräberfeld ablösten. Inwieweit ein Zusammenhang mit der 1569 genannten Filialkirche besteht, ist nicht geklärt. Das Hofgut liegt in einer Hangeinmuldung in dem von Terrassenstufen bezeichneten Bachtal. Das im 19. Jahrhundert aus drei Höfen bestehende, dreiseitig geschlossene Areal wird heute von zwei winkelförmig angeordneten, durch die Zufahrtsstraße getrennte Quereinhäuser gebildet. Im Wohnteil von Nr. 31 hat sich das Hofhaus des frühen 18. Jahrhundert mit späteren und neueren Veränderungen erhalten. Das Quereinhaus Nr. 32 gehört im Wohnteil dem 19. Jahrhundert an und umfaßt in der Ökonomie umfangreiche Teile des ehemaligen Hofgutes. Die Kimmlinger Mühle (Nr. 30) liegt allein in einer Talmulde an der Einmündung eines Baches in den Kimmlinger Bach. Um das Wohnhaus von um 1800 gruppieren sich ältere und neuere Nebengebäude. Die Siedlung Kimmlingen begleitet als dicht bebaute Traufzeile den Hang des Kimmlinger Baches und erweitert sich am Einschnitt des Tranggrabens mit freistehenden Höfen. Die überwiegend modernisierten Quereinhäuser und Streckhöfe überliefern die Ortsentwicklung zwischen 1859 und 1928. Verändert ist die 1803 eingerichtete und 1862 erweiterte ehemalige Görgenmühle. Ein Kapellenneubau von um 1883/84 ersetzte eine wenig ältere Kapelle. [1] Die Umgemeindung Kimmlingens von Butzweiler nach Kordel erfolgte zum 01. April 1953. Es wurde aber nicht der gesamte heutige Ortsteil Kimmlingen umgemeindet. Die ersten Häuser, nach meiner Kenntnis immer mit Haus Held bezeichnet, gehörten schon immer zur Gemeinde Kordel. [2]

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
973
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.60424
lat: 49.831173
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Bei der Kimmlinger Mühle

Internet

http://gemeinde-kordel.de/

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 12.2 Kreis Trier-Saarburg. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 3-88462-110-6 (1. Auflage 1994) [2] Erwin Lieser, Kordel, 2015.

Bildquellen

1 Bild: Richard Schaffner: So lebte man in Cordel. Verlag Michael Weyand, Aach.

Stand

Letzte Bearbeitung: 31.01.2015

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit