Datenbank der Kulturgüter
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Sankt Katharina

Leudersdorf, Gemeinde Üxheim
Kapellenstraße 4

Katholische Filialkirche

Dreiachsiger Saalbau, 1734; barockes Heiligenhäuschen. [1] Die Kapelle zu Leudersdorf Im Zuge eines Güteraustauschs zwischen den Abteien Prüm und S. Maximin in Trier wird Leudersdorf als "Liudresthorf" im Jahre 855 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehört seit jeher zur altehrwürdigen Pfarrei Üxheim und besaß schon früh eine Kapelle, die weiter unten im Dorf stand. Der heutige Bau – im Eigentum der Zivilgemeinde – stammt aus dem Jahr 1734. Es ist ein einfacher geputzter Bruchsteinbau, im Lichten 6,94 m breit und mit dem dreiseitigen Chorschluß 12,25 m lang. Auf dem Westende des Daches erhebt sich der markante achtseitige Schieferturm mit zweimal aufeinander folgender Zylinder und Zwiebelform, durch Gesimse unterbrochen und 1954 erneuert. Der Innenraum ist mit Tonne und Stichkappe gewölbt, deren Hohlkehlrippen auf breite, flach vortretende Pflaster nebeneinander aufsetzen. Die rund geschlossenen Fenster in Sandsteingesimsen aus der Zeit um 1920 zeigen vorne links den heiligen Johannes von Nepomuk und rechts den heiligen Antonius von Padua. Die übrigen Fenster mit Bildnissen der heiligen Luzia und Barbara links sowie Georg und Michael rechts, enthalten die Namen der im 1. Weltkrieg Gefallenen der Gemeinde Leudersdorf. Eine Tafel an der Rückwand der Kapelle hält das Gedenken an die Toten des 2. Weltkrieges wach. Die Kreuzwegstationen in Keramik stammen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Der Hochaltar aus der Zeit um 1700 (wohl aus der viel älteren, aber 1687 erwähnten Kapelle) in Wandform mit drei Nischen zwischen den Säulen, stellt ein Motiv dar, welches sich im Aufbau wiederholt, bei niedriger geschweiftem offenem Giebel. Alles ist von Akanthusranken begleitet, die sich auf den freien Flächen zeigen. Die einfachen seitlichen Wandabschlüsse des 18. Jahrhunderts sind mit Pilastern, Volutenblasen und sparsam verteiltem Rokokozierrat ausgestattet. In den Nischen des Altars befinden sich Figuren der Gottesmutter, der heiligen Luzia und Barbara und oben der Patronin, der heiligen Katharina. Auf den Abschlüssen die des heilgen Johannes von Nepomuk und Donatus, und über der schöne hölzernen Eingangstür die des Erzengels Michael, eine Stiftung von Herrn Michael Pick. Der schlichte Volks- oder Zelebrationsaltar aus dem Jahr 2003 – nach einem Entwurf von Herrn Sebastian Müsseler – lässt den Blick frei auf das Altarbild, welches Jesus mit den Emmausjüngern zeigt. Die Kapelle hatte von alters her reiche Einkünfte, die sei vor allem dem 1743 gestorbenen Wohltäter Jakob Ramers verdankt, der u. a. fünf Messen fundierte, und den die Gemeinde bis auf den heutigen Tag durch das ihm zur Ehre errichtete Kreuz am Wendulinusheiligenhäuschen ehrt. Auf das angesparte Kapital – 1830 waren 1.110 und 1866 waren 1.344 Taler vorhanden – konnten die Vorfahren in den vielen Notjahren der vergangenen Jahrhunderte und in manch persönlicher Bedrängnis immer wieder als Darlehensnehmer zurückgreifen. Diese Kapelle, einst von den Vorfahren aus christlichem Geist errichtet und bis heute in würdigem Zustand erhalten, möge in diesem Sinne auch ein Vermächtnis für die nachkommenden Generationen sein. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1734
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.742927
lat: 50.342327
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.uexheim.de/ http://www.uexheim.de/

Datenquelle

[1] Kreisverwaltung Vulkaneifel, Abteilung 1 - Kommunales und Recht; 2008. [2] Aushang in der Kirche

Bildquellen

1 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.
2 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.
3 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.
4 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.

Stand

Letzte Bearbeitung: 28.03.2010

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