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Ehemalige Arnulphuskirche

Walsdorf, Gemeinde Walsdorf

Ehemalige Kirche auf dem Arensberg

Am Arnulfusberg (Arnsberg), auch Spiegelberg genannt; Karte von 1683; Hier befand sich wahrscheinlich einer der ältesten Kirchen im Eifelraum. Der Sage nach geht ihre Erbauung in das 7. Jahrhundert zurück. Sie war die erste Pfarrkirche von Walsdorf, Zilsdorf und Stroheich; wahrscheinlich auch Burgkirche der Herren von Spiegelberg, die sie erbauten und förderten. 1023: Abtei Sankt Maximin hat Güter zu Arnulfusberg. 1262: Walter von Spigilberg wird urkundlich genannt. 1266: Alexander und Wirich vom Spiegelberg. 1385 erklärt der Kaplan von Niederehe, daß er jedes Jahr dem Marschall von Denshorn funfzien paycht maider even als von der kirchen und pastorien wegin zu Spigilberg schuldet. 1594: Guß einer Glocke mit der Inschrift: SANKT ARNOLT HEISCHEN ICH, ZUM DINST GOTZ ROFFEN ICH, DIE DEODEN BECLAGEN ICH, KERSTGEN VON ONKEL GAUSZ MICH, WILHELM DHON PASTOR, HENKELS KERST, DANKERZ PETTER, BEIDE KIRCHENMEISTER ZUR ZEIT ANNO 1594. 1719: Besitz von vier Altären (hh Arnulphus, Maria, Sebastian, Rochus). 1744: Erwähnung von Reliquien des hl. Arnulfus; 1737: Papst Clemens XII. erteilt für Allerseelen einen vollkommenen Ablas. Zahlreiche Pilger vergrößern Kirchenvermögen. 1824: Kirchturm stürzt ein; Kirche verfällt immer mehr; das Material wird zum Bau der neuen gleichnamigen Pfarrkirche in Walsdorf verwandt. Wackenroder: Die Kirche war vielleicht ein zweischiffiger Raum mit einer Mittelsäule, am Westende in Lichten etwa 12 Meter breit und mit dem dreiseitig geschlossenen Chor etwa 23,80 Meter lang, die Nordwand des 6,85 Meter breiten Chores steht noch allein in Resten aufrecht. Bis 1870 werden die Toten noch auf dem Friedhof am Arnsberg bestattet. Durch die Ausdehnung des Basaltsteinbruches an diesem Berg verschwinden alle Trümmer der Kirche und des Friedhofes. Im Dezember 1928 werden die ausgegrabenen Gebeine auf den neuen Friedhof in Walsdorf überführt. Hochaltar der alten Kirche in der neuen Walsdorfer Pfarrkirche; dort ebenfalls zwei Chorstühle (seit 1956 nicht mehr); Kelche und die alte Glocke von 1594. Sagen: Der noch nicht gefundene Burgkeller soll reiche Schätze an Wein und Gold bergen. Zender, Nr. 92; 1847 Quellen: Geschichte der Pfarreien Adenau, Daun, Gerolstein, Hillesheim und Kelberg (Trier 1956), Seite 558; Urkundenbuch der Familien von Dune, Privatdruck (Köln1909) Nr. 119, 126, 570; Wackenroder. Die Kunstdenkmäler des Kreises Daun, Seite 254; Johann Ost, Die Altertümer in dem Kreise Daun, Manuskript, Landesmuseum Trier (1854), Seite 286.

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
7. Jahrhundert
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.731633
lat: 50.287968
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Arensbergerhach

Internet

http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1986/hjb1986.96.htm

Datenquelle

- Alois Mayer, Daun-Pützborn: Untergegangene kirchliche Einrichtungen im Kreis Daun in: http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1986/hjb1986.96.htm - Topographische Karte von 1895.

Bildquellen

1 Bild: Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Kreis Daun.
2 Bild: Verbandsgemeinde Hillesheim http://www.hillesheim.org/geopfad/gpindex.htm

Stand

Letzte Bearbeitung: 15.08.2013

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