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Schaftkreuz im Schlosspark

Dreis, Gemeinde Dreis
Gegenüber Schlosstraße 9 A

Beschreibung

Fast drei Meter hohes Schaftkreuz in der äußersten Ecke des Schlossparks. Inschrift: 1671 ZU DER EHREN GOTTES HAT DISZ CREUTZ LASSEN AUF RICHTEN PETTER KEUL UND SEIN HAUS FRAUW CATRINA VON DREIS Darunter ist ein Wappenschild mit einer Schere eingearbeitet, dem Berufszeichen des Schneiders. Ein unscheinbares Steinmetzzeichen oberhalb der Jahreszahl verrät die Herkunft aus der bekannten Werkstatt der Gebrüder Wolff in Wittlich. [1] Das hohe Kreuz am Schlossgarten Im Schlossgarten von Dreis steht im äußeren Winkel ein fast 3 m hohes Schaftkreuz aus rotem Sandstein. Das Kreuz wurde 1671 errichtet nur das Kreuz liegt als Bruchstück an der Erde. Der Sockelstein schneidet mit der Bodenhöhe ab. Hoher Schaftfuß mit dachartigen Zierstücken auf der Vorderfläche und auf den beiden Seitenflächen. Auf dem Fuß ein schlanker nach oben schmäler werdender Schaft mit einem Kapitell, das den Wittlicher Kreuzen ähnelt. Fast der ganze Schaft ist mit einer Schrift bedeckt. [...] Darunter ist ein großes Wappenschild ausgehauen mit einer Schere im Wappenfeld, ganz klein ist oberhalb der Jahreszahl ein Steinmetzzeichen ausgehauen. Auf dem neuen Abschlußkreuz ein Metallcorpus. Das neben dem Kreuz liegende Bruchstück des alten Abschlusskreuzes ist nur im unteren Balkenteil erhalten mit dem unteren Teil des Corpus. Ein Hans Keul wird 1654 in den Trierer Steuerlisten in Großlittgen wohnhaft als Schneider genannt. Beziehungen zwischen den Keul in Großlittgen und Dreis bestanden schon 1624 wie ebenfalls die Steuerliste bekundet. "Keuls Wilhelm und seine Wiesen zu Dreis". Anscheinend war er von Dreis nach Großlittgen Verheiratet. Das Kreuz ist gut erhalten und steht gesichert auf Privateigentum. [2] Quelle:

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Wolff, Konrad und Sebastian, (Steinmetze), Wittlich
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1671
Epoche:
Renaissance

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.81705
lat: 49.94219
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.gemeinde-dreis.de/ http://www.gemeinde-dreis.de/

Datenquelle

[1] Steinerne Zeitzeugen. Der Dreiser Kreuze-Weg, ein kulturgeschichtlicher Wanderweg zu den Wegekreuzen und Bildstöcken in der Gemarkung Dreis. Hrsg.: Arbeitsgruppe Wegekreuze, Dreis; Verfasser: Alfred Herges; 2012. http://www.gemeinde-dreis.de/index.php?section=Shop [2] Wegekreuze und Bildstöcke im Kreis Wittlich Bd. I. Gezeichnet und beschrieben von Georg Jakob Meyer, Trier. Unveröffentlichte Ausgabe aus den 1950er Jahren.

Bildquellen

1 Bild: © Helmut Bauer, Trier, 2016.
2 Bild: © Helmut Bauer, Trier, 2016.
3 Bild: © Helmut Bauer, Trier, 2016.
4 Bild: © Helmut Bauer, Trier, 2016.

Stand

Letzte Bearbeitung: 16.07.2016

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