Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0

















zum Vergrößern auf das Bild klicken

Spätrömische Langmauertrasse im Friedbüsch

Kordel, Gemeinde Kordel

Beschreibung

Die Deutsche Grundkarte 1:5000 (Ausgabe 2003) weist die Mauerreste im Friedbüsch noch als 'Römische Langmauer' aus. [1] Die Langmauer in Rheinland-Pfalz ist eine römerzeitliche Befestigungsanlage aus dem 4. Jahrhundert, die unter dem spätrömischen Kaiser Valentinian I. (364 – 375 n. Chr.) errichtet wurde. Geschichtliches Die Mauer hatte eine Gesamtlänge von ungefähr 72 km und sollte einen spätantiken kaiserlichen Domänenbezirk, der eine Fläche von zirka 220 km² umfasste, schützen. Zwei Schenkungen des fränkischen Königs Dagobert I. aus dem 7. Jahrhundert belegen, dass die kaiserliche Domäne später in den Besitz der fränkischen Könige übergegangen war. Die genaue Schutzfunktion dieser Mauer ist heutzutage nicht eindeutig geklärt. Da die Befestigungsanlage eine Maximalhöhe von ungefähr 2 m hatte, geht man davon aus, dass sie mehr dem Schutz gegen einfallendes Wild denn rein militärischen Zwecken diente. Diese These wird dadurch gestützt, dass die Mauer ein Gebiet mit Kalkböden einschließt, das zu den fruchtbarsten des Trierer Landes zählt. Mehrere innerhalb des Mauerbezirks oder nahe dabei gelegene Villae rusticae hatten wahrscheinlich die Aufgabe, den kaiserlichen Hof in Trier (Augusta Treverorum) zu versorgen. Darunter sind die Villa rustica Newel und die Villa Welschbillig. Letztere ist bekannt für den prachtvollen "Hermenweiher", ein Bassin vor der Hauptfront der Anlage, an dem 112 Hermen von antiken Persönlichkeiten aufgestellt waren. Die Stücke befinden sich heute im Rheinischen Landesmuseum Trier. Im Mittelalter entstand auf den Ruinen der Villa eine Burg der Trierer Kurfürsten. Die nachrömische Geschichte besitzt damit große Ähnlichkeit zu der des Palatiolums in Trier-Pfalzel. Aussehen der Langmauer Einzelbruchstücke bzw. Reste dieser Befestigungsanlage sind in Kordel und Butzweiler (beide im Landkreis Trier-Saarburg) erhalten. In Herforst (Eifelkreis Bitburg-Prüm) wurde aus originalem Steinmaterial ein Teilstück der Mauer rekonstruiert. Die durchschnittliche Breite der Mauer betrug 60 cm. Sie war durch in alternierender Folge in den Boden integrierter Lisenen, mit einer Breite von 40 bis 48 cm und einer Länge von 7,40 m, verstärkt. Diese Stützpfeiler ragen bis 42 cm in den Boden. In der Mauer wurden zwei Inschriften gefunden, die zusammen mit militärischen Fundobjekten auf eine Erbauung durch die militärische Einheit der Primani hinweisen. [2]

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Befestigungen / Langmauer
Zeit:
2. Hälfte 4. Jahrhundert nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.6435
lat: 49.82847
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Friedbüsch

Internet

http://gemeinde-kordel.de/ http://gemeinde-kordel.de/

Datenquelle

[1] Deutsche Grundkarte 1:5000 (Ausgabe 2003). [2] Seite "Langmauer". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Februar 2015, 21:42 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Langmauer&oldid=139035139 (Abgerufen: 1. September 2015, 09:08 UTC)

Bildquellen

1 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2016.
2 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2016.
3 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2016.
4 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2016.
5 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2016.
6 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2016.

Stand

Letzte Bearbeitung: 05.09.2016

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit