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Hügelgrab

Kaschenbach, Gemeinde Kaschenbach

Hügelgräberfeld Graulsbüsch

Fundstelle 607 Großes Hügelgräberfeld (66 Hügel) auf einem Höhenrücken beiderseits der Gemarkungsgrenze Kaschenbach - Niederweis. Im Jahre 1937 wurden vom Rheinischen Landesmuseum Trier 18 Grabhügel oder grabhügelartige Erhöhungen untersucht. Sie gehören größtenteils der Urnenfelderzeit an, besitzen jedoch regelmäßig Nachbestattungen der jüngeren HEK. Daneben kommen vereinzelt auch Primärbestattungen der jüngeren HEK vor. Bemerkenswert sind ferner mehrere römische Nachbestattungen des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. Die eisenzeitlichen Bestattungen bzw. Nachbestattungen decken die Stufen HEK I B (Hgl. 54), HEK II A1/2 (Hgl. 21, 23, 27, 35), HEK II A3 (Hgl. 24) und HEK II B (Hgl. 15) ab. Bemerkenswert ist ein reich in frühkeltischer Manier verzierter Bronzeachsnagel aus Hügel 3, der auf ein reiches Wagengrab hindeutet. Römische Nachbestattungen fanden sich auch zwischen den Grabhügeln. Relativ gut dokumentiert sind zwei quadratische Grabgrubengräber zwischen den Hügeln 15 und 16 bzw. zwischen 16 und 17. Sie gehören der Mitte bis zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts an. Älterer Zeitstellung könnte eine Nertomarusfibel sein, die sich keinem Grabinventar sicher zuweisen läßt. Die jüngsten römischen Funde aus zerstörten Gräbern gehören dem 2. Jahrhundert n. Chr. an. Ebel 1989, 157; Goethert-Polaschek 1977, 192und290f.; Haffner 1976, 280ff.; Koethe 1939, 132; Steinhausen 1932, 145f. u. 225; Trierer Zeitschrift für Geschichte und Kunst des Trierer Landes und seiner Nachbargebiete 13, 1938, 226; Trierer Zeitschrift 18, 1949, 278; Trierer Zeitschrift 58, 1995, 495 in: Römisch-Germanische Forschungen, Bd. 63. Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Die keltisch-römische Siedlung von Wallendorf und ihr archäologisches Umfeld. Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts Frankfurt a. M. Fundstellenkatalog von: Dirk L. Krausse unter Mitarbeit von Antje Fischbock. 2006

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Bestattungen / Grabhügel
Zeit:
1300 vor Chr.-800 vor Chr.
Epoche:
Urnenfelderzeit

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.49115
lat: 49.86206
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Graulsbüsch

Internet

http://www.dainst.org/medien/de/krausse.pdf

Datenquelle

- Fundstellenkatalog: Die keltisch-römische Siedlung von Wallendorf und ihr archäologisches Umfeld. Dirk L. Krausse unter Mitarbeit von Antje Fischbock, 2006. - Dirk Krausse: Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Verlag: Philipp von Zabern, Mainz, 2006. Beilage 1.

Bildquellen

1 Bild: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2003. www.irrel.de
2 Bild: http://www.biebertalonline.de/gemeinde/grab1.jpg

Stand

Letzte Bearbeitung: 17.09.2014

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