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Sankt Lucia - Heiligenfiguren

Filsch, Gemeinde Trier
Luzienstraße 1 A

Katholische Filialkirche

Barocker Saalbau mit Giebeldachreiter, bezeichnet 1798; oberhalb des Eingangs spätgotische Sakramentsnische aus dem Vorgängerbau; Kirchhof mit alter Umfassungsmauer. [1] Die heutige Kirche Sankt Luzia wurde 1780 an der Stelle einer romanischen (12./13. Jahrhundert) und einer spätgotischen Vorgängerkirche (1499) errichtet. Damit ist sie das älteste Gotteshaus innerhalb der ehemaligen Pfarrei Irsch. Seit dem 10. Jahrhundert gehörte der Ort zum Nonnenkloster St. Maria ad Martyres (St. Mergen) auf dem Petrisberg und bildete mit Gusterath bis 1803 eine eigenständige Pfarrei, die nach der Säkularisation im Zuge der napoleonischen Neuordnung eine Filiale der benachbarten Pfarrei Irsch wurde. Die Inneneinrichtung stammt wie die Glasfenster weitgehend aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Zur Ausstattung der Kirche gehören noch ein 75 cm großes Kruzifix und ein Sakramentshäuschen, das außen über der Eingangstür eingebaut wurde. Aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt ein hölzernes Vesperbild der schmerzerfüllten Maria mit dem Leichnam ihres Sohnes, das vermutlich erst nach der Säkularisation von Sankt Matthias nach Filsch gelangte. Spätestens seit dem frühen 17. Jahrhundert diente die Filscher Kapelle als Pilgerstätte, an der Wallfahrer aus der Region Hilfe bei Aussatz und Hauterkrankungen suchten. Sie verehrten dort den Hl. Lazarus, das Filscher "Schwärenmännchen" (von Geschwüren abgeleitet), und die Hl. Felicitas, die grindige von Wundschorf befallene Jungfrau. Da die Kapelle an exponierter Stelle auf antiken Bauresten errichtet wurde, ist es naheliegend, dass die wenig unterhalb der Kirche sprudelnde stark kohlensäurehaltige Quelle bereits auf ein römisches Quell- oder Pilgerheiligtum zurückgeht. [2] Zu den Bildern: 1 - Heilige Lucia 2 - Heilige Maria 3 - Heiliges Herz Jesu 4 - Heiliger Josef [3]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Wallfahrtsstätten
Zeit:
1798
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.707676
lat: 49.735751
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.filsch.de/

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2] Dr. Karl-Josef Gilles, Trier-Filsch. [3] Margit Müller, Trier-Filsch, 2017.

Bildquellen

1 Bild: © Margit Müller, Trier-Filsch, 2017.
2 Bild: © Margit Müller, Trier-Filsch, 2017.
3 Bild: © Margit Müller, Trier-Filsch, 2017.
4 Bild: © Margit Müller, Trier-Filsch, 2017.

Stand

Letzte Bearbeitung: 01.06.2017

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