Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Kulturscheune

Hochmark, Gemeinde Kordel
Hochmark 14

Beschreibung

Im Mai 2000 gründete eine Handvoll Idealisten den Kulturkreis Hochmark e.V., der mittlerweile 110 Mitglieder zählt. Ziel des Vereins ist es u. a., die immer noch geheimnisvolle Geschichte der Glasherstellung auf der Hochmark bei Kordel aufzuhellen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist bekannt, dass hier einmal Glashütten gestanden haben. Damals fanden spielende Kinder neu auf der Hinteren Hochmark angesiedelter Kleinbauern "Glasthränen" und anderes, Aufmerksamkeit erweckendes Glitzerzeug. Dies war der Beginn einer heimatkundlichen Forschungsgeschichte, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Eine erste Grabung führte 1880 das Provinzialmuseum durch, zwei weitere in den Jahren 1939 und 2001 das Rheinische Landesmuseum Trier. Es konnten römische, frühmittelalterliche, karolingische und hochmittelalterliche Glasverarbeitungsspuren aufgedeckt werden. Zwei Glasöfen konnten dabei sicher geortet und zusätzlich eine römische Wehranlage identifiziert werden. Auf dem Gelände der "Kulturscheune", dem Vereinshaus des Kulturkreises Hochmark, ließ der Verein den Nachbau eines hochmittelalterlichen Standardofens unter der Leitung von Dr. Otto Obser (Kordel) erstellen, der sich in Planung und Ausführung eng an die Grabungsergebnisse von Badry (1939) anlehnt. Auf ihrem exponierten Standort ist die Anlage ein weithin sichtbares Dokument eines historischen Wirtschaftsstandortes, der einmal überregionale Bedeutung hatte.

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Bildungsstätten / Ausstellungen, Kulturzentren und Gedenkstätten
Zeit:
2000
Epoche:
21. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.664658
lat: 49.84823
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf dem Heidenheidchen

Internet

http://kulturkreis-hochmark.de/

Datenquelle

[1] Kulturkreis Hochmark e.V.

Bildquellen

1 Bild: © Dieter Schmitz, Kordel. 2002
2 Bild: © Dieter Schmitz, Kordel. 2002
3 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.
4 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.

Stand

Letzte Bearbeitung: 11.07.2010

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