Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0







zum Vergrößern auf das Bild klicken

Chronik der Gemeinde Ernzen

Ernzen, Gemeinde Ernzen

Beschreibung

Eine reiche Fundgrube für den Nachweis einer römischen Siedlung an der Südseite des Ferschweiler Plateaus ist der sogenannte Messeweg" im heutigen Ernzen. Hier stieß man im Jahre 1912 bei Ausschachtungen für einen Neubau auf römisches Mauerwerk, wovon etwa 15 Quadratmeter ausgebrochen wurden. Man fand Betonboden, Blendsteine und zahlreiche Münzen aus dem 4. Jahrhundert. Einen Steinwurf weit von dieser Stelle entfernt, entdeckte man im Jahre 1965 die Überreste eines römischen Weihetempels (36). Dieses Denkmal war dem von den Treverern verehrten Gott Intatabus" geweiht und trägt die Inschrift: DEO INTARABO Templum? SVA INPENSA ... GERMANIUS S: D D Wir dürften fast mit Sicherheit annehmen, daß die Lage dieser römischen Siedlung auch die nachfolgenden Franken zur Gründung eines fränkischen Dorfes anregte. Nachweislich erscheint Ernzen zu ersten Male in einer Urkunde aus dem Jahre 895. Aus dieser Urkunde erfahren wir, daß der lothringische König Zwentibold der Abtei Echternach den Besitz von Arenza bestätigt. Der Name geht wohl zurück auf einen vorrömischen Fußnamen (Arantia). In späteren Urkunden finden wir das Dorf unter dem Namen Erneza, Herense, Errensem und Ernszem. Die Bezeichnung Erneza" kommt in einer Papsturkunde von 1148 vor. Aus dieser ist zu ersehen, daß Ernzen des Landkapitels Bitburg von 1570 ist von einer Kapelle in Errensem die Rede, die als eine Filiale von Echternach bezeichnet wird. Diese Kapelle war dem heiligen Markus geweiht, hatte zwei Altäre und zwei Kelche und besaß auch einen eigenen Kirchhof. Die Kapelle wurde im Jahre 1613 für baufällig erklärt und restauriert. 1808 wurde sie dann neu aufgebaut, wobei der steinerne Altar der verfallenen Liboriuskapelle am Südwestrand des Plateaus als Hochaltar in die Kapelle von Ernzen überführt wurde. Der Gottesdienst wurde bis zur Reorganisation der Bistümer im Jahre 1803 von Echternach aus gehalten. In diesem Jahre wurde Ernzen zur Suckursalpfarrei erhoben und erhielt einen eigenen Pfarrer. Das abteieigene Hofhaus wurde in ein Pfarrhaus umgewandelt und diente diesem Zweck bis zur Verwaisung der Pfarrei im Jahre 1966. Das Wappen der Abtei über dem Eingang des Pfarrhauses hat ebenfalls die Jahrhunderte überstanden. Unter der Herrschaft der Äbte bildete Ernzen eine der vier Meiereien, die die Propstei Echternach ausmachten. Zur Meierei Ernzen gehörten auch die Ortschaften Ferschweiler, Prümzurlay und Laeisenhof. Später wurde Ernzen Bürgermeisterei; sie bestand aus den Ortschaften Ernzen, Ferschweiler, Prümzurlay, Ernzer Hof, Echternacher Fähre, Echternacher Brücke und Fölkerbacher Mühle. Im Jahre 1848 zählte diese Bürgermeisterei 1612 Einwohner, davon 789 männliche und 823 weibliche. Der Ernzer Hof, in unmittelbarer Nähe der Liboriuskapelle, gehörte seit Jahrhunderten dem Sankt-Georgen-Hospital in Echternach. Auch Ernzen hat, wie alle anderen Orte der Verbandsgemeinde, am Ende des Zweiten Weltkrieges umfangreiche Zerstörungen hinnehmen müssen. Trotz seines rein landwirtschaftlichen Charakters ist Ernzen heute ein sauberes Dorf, das sich dem Fremdenverkehr sehr aufgeschlossen zeigt. siehe auch: http: / /wwweufelsschlucht.de/

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.426349
lat: 49.841324
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://ernzen.de/

Datenquelle

Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2002.

Bildquellen

1 Bild: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de

Stand

Letzte Bearbeitung: 23.04.2004

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit