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Stolperstein für Adelheid Nussbaum

Malberg, Gemeinde Malberg
Vor Schloßstraße 43

Beschreibung

Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat das Projekt Stolpersteine ins Leben gerufen. Damit wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Inschrift: HIER WOHNTE ADELHEID NUSBAUM JG. 1868 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT ERMORDET 2.8.1942 [1] Adelheid Nussbaum, geboren am 23. März 1868 in Butzweiler. Wenig bekannt ist über die drei unverheirateten Geschwister von Hermann Nussbaum, die in der Malberger Schlossstraße 2 (heute Hausnummer 43) wohnten und die ebenfalls alle drei in Butzweiler geboren sind: Adelheid Nussbaum, geboren am 23. März 1868, Johanna Nussbaum, geboren am 15. Februar 1884, und Simon Nussbaum, geboren am 13. Februar 1887. Simon Nussbaum betrieb zusammen mit seinen beiden Schwestern eine Metzgerei. Das letzte Lebenszeichen von Simon Nussbaum ist ein nüchterner Eintrag im Melderegister von Kyllburg. Verzogen nach „unbekannt“ heißt es dort unter dem Datum 23. April 1942. In Wirklichkeit wurde Simon Nussbaum per Zug von Trier nach Izbica, einem Ghetto im besetzten Polen, deportiert. Es ist nicht bekannt, wie viele der 441 Juden dieses Transportes in das Ghetto eingewiesen worden sind und wie viele unmittelbar in die Vernichtungslager Belzec und Sobibor weitertransportiert worden sind. Sicher ist nur, dass kein einziger der Menschen dieses Transports überlebt hat. Adelheid und Johanna Nussbaum wurden zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin am 25. Juli 1942 nach Trier und von dort nach Theresienstadt deportiert. Adelheid Nussbaum überstand die strapaziöse 30stündige Fahrt nicht. Sie starb wenige Tage nach ihrer Ankunft im Ghetto am 2. August 1942. „Altersschwäche“ und „Herzschwäche“ heißt es zur Krankheit und Todesursache in der vorgefertigten Todesfallanzeige, die im Archiv von Theresienstadt erhalten geblieben ist. Am 26. September 1942 wurde Johanna Nussbaum mit dem Transport BR von Theresienstadt nach Treblinka deportiert. Ihr Name auf der Transportliste ist das letzte Lebenszeichen von ihr. Vermutlich wurde auch sie unmittelbar nach der Ankunft im Vernichtungslager ermordet. [1]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Demnig, Gunter; (Künstler) Berlin [*1947]
Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Stolpersteine
Zeit:
06.11.2017
Epoche:
21. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.57959
lat: 50.04657
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

https://5524.de/

Datenquelle

[1] Jüdisches Leben in Malberg und Kyllburg https://5524.de/ (Abgerufen: 23.11.2017).

Bildquellen

1 Bild: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2017.
2 Bild: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2017.
3 Bild: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2017.

Stand

Letzte Bearbeitung: 23.11.2017

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