Datenbank der Kulturgüter
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CC-by-SA 2.0





Stolperstein für Rebecka Nussbaum

Kyllburg, Gemeinde Kyllburg
Vor Bahnhofstraße 5

Beschreibung

Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat das Projekt Stolpersteine ins Leben gerufen. Damit wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Inschrift: HIER WOHNTE REBECKA NUSBAUM JG. 1906 FLUCHT 1938 USA Hermann Nussbaum wurde am 15. September 1866 in Butzweiler geboren. Um 1893 ließ er sich in Malberg nieder. Aus diesem Jahr stammt ein Eintrag im hiesigen Gewerberegister. Hermann Nussbaum war ein vielseitiger Geschäftsmann, der hauptsächlich im Textil- und Viehhandel tätig war. Eine Zeitlang betrieb er aber auch eine Metzgerei und eine Fleischhandlung. 1898 heiratete er Helena Michel aus Niedaltdorf in der Nähe von Merzig. Das junge Paar kaufte das Haus Bahnhofstraße 210 in Kyllburg (heute Hausnummer 5). Dort wurden zwischen 1899 und 1906 ihre vier Kinder geboren: Joseph Alfred, Salomon, Heinrich und Rebecka. Joseph Alfred Nussbaum wurde am 17. April 1899 in Kyllburg geboren und mit 18 Jahren 1917 als Landsturmmann eingezogen. Nach dem 1. Weltkrieg stieg er als Metzger und Viehhändler in das Geschäft seines Vaters Hermann ein. Der hatte nach dem frühen Tod seiner Frau Helena 1920 die am 2. Dezember 1883 in Illingen/Saar geborene Sara Nussbaum, geb. Levy, geheiratet. Vermutlich seit dieser Zeit betrieb das Ehepaar eine koschere Fremdenpension mit fünf Betten in der Bahnhofstraße. Um deren Betrieb kümmerte sich in der Folge auch das jüngste der Nussbaum-Kinder, die am 26. Januar 1906 in Kyllburg geborene Rebecka Nussbaum. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begannen die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung, die ab Mitte der 1930er Jahre zu einer Fluchtbewegung vor allem der Jungen ins Ausland führte. Im Oktober 1938 emigrierte Rebecka Nussbaum nach New York, im März 1941 folgte Joseph Alfred Nussbaum seiner Schwester in die USA. In Kyllburg blieben als einzige Hermann und Sara Nussbaum zurück. Sie wurden am 25. Juli 1942 nach Trier gebracht und von dort zwei Tage später per Zug in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Nach sieben Wochen unter den menschenverachtenden und tödlichen Bedingungen des Ghettos wurde das Ehepaar am 19. September 1942 von Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka deportiert, wo sie vermutlich unmittelbar nach ihrer Ankunft in der Gaskammer ermordet worden sind.

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Demnig, Gunter; (Künstler) Berlin [*1947]
Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Stolpersteine
Zeit:
06.11.2017
Epoche:
21. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.59087
lat: 50.04128
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

https://5524.de/

Datenquelle

[1] Jüdisches Leben in Malberg und Kyllburg https://5524.de/ (Abgerufen: 23.11.2017).

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 23.11.2017

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