Datenbank der Kulturgüter
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Sankt Sebastian

Portz, Gemeinde Merzkirchen
Portz 17

Filialkirche

Kleiner Saalbau am nördlichen Ortsrand und am Schnittpunkt der beiden dörflichen Entwicklungslinien, womit er einen zentralen Standort einnimmt. Die von Dechant Hilarius Hofmann 1736 bis 39 neu erbaute und dem hl. Bernhard von Clairvaux geweihte Kapelle bezieht in der niedrig an der nördlichen Giebelwand ansetzenden Sakristei den Chor des Vorgängerbaues ein. Zwischen Portal und 1739 datiertem Ovalfenster eine bewegt und fein ausgebildete Muschelnische auf mehrfach untergliedertem Gesimsstuck. An den Einfassungen Engelsköpfe und Rankenwerk herausgearbeitet; der architravierte geschweifte Giebel trägt eine dreizeilige Inschrift mit der Benennung der Kirchenpatrone, den Heiligen Bernhard und Sebastian. An der linken Seite der Giebelwand eine lebensgroße neubarocke Kreuzigungsgruppe aus rotem Sandstein, ein Gefallenendenkmal, worauf das Relief im Sockel hinweist. Das Innere in einem tiefen (Gemeinderaum) und in einem schmalen-Joch (Chor) über Wandpfeiler kreuzgratgewölbt. Die originale Ausstattung ist bis auf den geraubten Figurenschmuck in ganz selten anzutreffender Vollständigkeit erhalten. Der barocke hölzerne Hochaltar mit geschnitztem Antependium; über dem von Volutenstegen betonten Tabernakelaufbau eine Baldachinnische. Das Tabernakelgesims verbindet in geschwungener Linie beidseitig die Beichttürschranken. An die Wandpfeiler zum Chor gestellt die beiden gleichartigen Nebenaltäre, nischenumfassende hölzerne Säule-nädikulen des Rokoko; im Auszug Flechtwerkdekor, die Antependien bemalt. Zwischen den Nebenaltären die geschnitzte kassettierte barocke Kommunionbank. Zur barocken Ausstattung gehören auch Teile des Gestühls, spätere Zutaten sind die Ausmalung, der Kachelfußboden und die Glasbildfenster von nach 1900. Dieser Kirchenbau von stiller Größe, vermittelt dank seiner unverfälschten Ausstattung das Bild einer urtümlichen barocken Dorfkirche.

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Hofman, Hilarius (Dechant)
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1736-39
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.491688
lat: 49.579266
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.merzkirchen.de/ http://www.merzkirchen.de/

Datenquelle

Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Trier-Saarburg, 12.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 07.01.2010

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