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Langenstein

Olk, Gemeinde Ralingen

Beschreibung

Der Stein von Olk Langenstein wird auch ein auffallend geformter Kalksteinfels genannt, der am Zusammenstoß von drei Banngrenzen (Anm.: vor der Gebietsreform, jetzt alles Gemeinde Ralingen) Olk-Ralingen-Wintersdorf im Ralinger Röder steht. (250 Meter südöstliche von Punkt 189,1). Seine erstaunlich regelmäßige Bildung läßt beim ersten Augenschein an eine künstliche Bildung denken, aber es ist doch nichts anderes als ein natürlich gewachsener und von seiner Basis durch Auswitterung getrennter Kalksteinfels. Er zeigt ein vierseitiges Prisma von geschätzt 4 bis 5 Metern Höhe und etwa 3 Meter Seitenlänge. Die Wände sind ziemlich glatt, lassen aber nichts von etwaiger Bearbeitung erkennen. Das Gestein zeigt waagrechte Lagerfugen. Wenn dieser Langenstein auch gewiß nicht von Menschenhand auf- oder hergerichtet ist, so hat doch auch er für die uns interessierenden Fragen seine Bedeutung welche, eine Bedeutung wie wir sehen werden, noch durch an ihn angeknüpfte Sagen gehoben wird. Gewiß hat dieser Felsblock nicht ohne Grund einen Namen. Vielleicht hat er ihn nur deswegen, weil er am Schnittpunkt dreier Grenzen steht - vielleicht aber auch aus anderen Gründen durch die er eben dem umwohnenden Volke bedeutsam geworden ist. Es gibt zwei sagenhafte Erzählungen, die der Volksmund von diesem Langstein zu berichten hat. Und zwar sind sie besonders bedeutsam, weil sie einmal von Hinkeln und dann von einer Spinnerin handeln. Die eine Sage - wir verdanken ihre Kenntnis Herrn Lehrer Schlitz aus Olk - lautet kurz: Man muß siebenmal um den Stein herumgehen und mit dem Kopf daranstossen, dann komme eine (goldene?) Glocke mit sieben Hinkeln heraus. Die zweite Sage bezieht sich auf eine natürliche Eintiefung an der südlichen Ecke des Steines. Wenn man sein Ohr daran halte, dann höre man drinnen eine Frau spinnen. Ich komme noch auf diese Sagen zurück, möchte aber schon hier darauf hinweisen, daß etwa 1800 Meter nordwestlich von Olk ein Kunkelborn liegt - Kunkel ist der Spinnrocken - und daß die gleiche Sage von der im Steine hausenden Spinnerin vom Fraubillenkreuz bei Ferschweiler bekannt ist. Genauere Beschreibung des Zugangs (Besuch Mai 2002): In Olk auf der Straße nach Kersch zum Ortsausgang. Dort zweigt ein Feldweg nach rechts spitzwinklig zur Straße ab. Man folgt diesem anfangs asphaltiertem Feldweg vorbei an einem Wohnwagen-Friedhof und einem Unterstandshäuschen bis der Weg in einer Waldlichtung nach einem Obstgarten endet (hier der in den Topographischen Karten eingezeichnete Punkt 289,1) . Dort gibt es nur noch einen wesentlich schlechteren, teilweise überwachsenen Weg nach links oder rechts (wenn man das Verbotsschild am Anfang des Feldwegs ignoriert ist hier die letzte Parkmöglichkeit..). Man folgt nun dem Weglein nach links, das bald in den Wald hinein führt und dort wieder deutlicher ausgeprägt ist. Es folgt eine leichte Kurve nach rechts und nach einiger Zeit eine Kehre nach links. Bald nach der Kehre ist rechts eine mit Moos überwachsene Gruppe mit vielen Felsen. Man verläßt nun den Weg und geht im Gelände rechts an dieser Felsengruppe vorbei. Dann erkennt man im Hintergrund sehr bald den Langenstein, den man nun unschwierig erreicht.

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Steinmale, Menhire / Ohne
Zeit:
Bis circa 500 vor Chr.
Epoche:
Vor- / Frühgeschichte

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.53917
lat: 49.80685
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Beim Langenstein

Internet

http://www.ralingen-olk.de/ http://www.ralingen-olk.de/

Datenquelle

Paul Steiner: "Steine als uralte Kulturzeichen im Trierer Land" 2. Teil Trierischer Volksfreund Nr.21, Jahrgang 1930. Beilage zu Nr. 67

Bildquellen

1 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2002
2 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2002

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.05.2002

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