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Schusterskreuz

West-Pallien, Gemeinde Trier

Beschreibung

Im Trierer Stadtwald, westlich des Stubenbergs, südlich der A 64, beim Zusammentreffen zahlreicher Waldwege gelegen. Schaftkreuz auf altarartigem Sockel, Muschelnische mit nahezu vollplastischer Pietà, bezeichnet 1745. [1] Auf dem Wege zum Kockelsberg kommt man, sobald man die Höhe erreicht hat, an einem Kreuz vorbei, das durch seine Inschrift dartut, daß hier Heinrich Umbscheiden durch einen Schlaganfall (1745) plötzlich aus dem Leben geschieden ist. Das Kreuz heißt auch Schusterskreuz und die Gegend am toten Stadtrat. Umbscheiden lebte zur Zeit des Kurfürsten Franz Georg von Schönborn und war Kellner (Rentmeister) des Stiftes Paulin. Das war sein Hauptberuf. Die Zünfte schickten damals ihre Vertreter in den Stadtrat. Wenn sie nun in ihren eigenen Reihen keinen geeigneten Vertreter fanden, dann wählten sie einen kenntnisreichen Mann zum Vorsitzenden ihres Amtes und schickten ihn in de Stadtrat. Umbscheiden war als Inhaber des Schusteramtes zugleich Mitglied des Stadtrates als Beauftragter der Schuhmacherzunft. Ein drittes Amt bekleidete er als Schöffe beim Gerichte der Schuhmacherzunft des Klosters Irminen. In der Nähe von Schusterskreuz fanden sich römische Ziegel und Töpfe, aus den Öfen vom Moselufer bei Trier stammten. Es wird ein Heiligtum hier vermutet. Der Weg vom Weißhaus über das Schusterskreuz nach Altenhof, Beßlich bestand schon in römischer Zeit. [2] Inschrift Schusterkreuz: ANNO 1745 DEN 1 APRIL HAT DURCH OHNVERHOFFTEN TODTSFALL SEIN LEBEN ALHIER GEENDIGET DER WOHLEDELER EHREN=VESTER HERR HENRICH VMBSCHEI= DEN DES HOHEN UND WEISSEN RATHS IN TRIER WÜRTIGES MITGLIET SCHUMACHER MEISTER KELLNER DER PROBSTEY S PAULIN VND SCHEFFEN DER KÖNIG= LICHEN ABTEY ZU ÖHREN. R I P A [3]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1745
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.634519
lat: 49.779078
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Kreuzberg

Internet

http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-West/Pallien

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2] Trier und seine Umgebung. Heimatkundliche Betrachtungen. Nr. 1 - Im Trierer Buntsandsteingebiet. Dezember 1949. [3] Therese Zilligen, 2004.

Bildquellen

1 Bild: © Jürgen Bier, Trier, 2014.
2 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2002.

Stand

Letzte Bearbeitung: 09.10.2014

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