Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0









zum Vergrößern auf das Bild klicken

Karl-Marx-Haus

Mitte-Gartenfeld, Gemeinde Trier
Brückenstraße 10

Beschreibung

Geschichte der Arbeiterbewegung und des Kommunismus bis 1900 in Schautafeln, Vitrinen und im Film. > Karl Marx, der Begründer des modernen Sozialismus, wurde dort am 05. Mai 1818 geboren. Sein sozialökonomisches Gedankengut fußt wohl auf der seinerzeit kritischen wirtschaftlichen Lage Triers. Das Vorderhaus wurde 1727 errichtet und die Fassade 1930/31 nach altem Vorbild wieder hergerichtet, die Hofbauten stammen noch aus gotischer Zeit. Heute dient das Haus als Forschungsstelle der Friedrich-Ebert-Stiftung für historisch-kritische Marx-Engels-Forschung. >> Marx wurde hier zwar 1818 geboren, verbrachte aber nur seine ersten eineinhalb Jahre in dem barocken, 1727 errichteten Haus, das sein Vater für die Familie angemietet hatte. Bereits 1819 bezogen sie ein eigenes Haus in der Simeonstraße 8, wo Marx bis zu seinem Abitur 1835 lebte. Dann verließ er Trier. Das Geburtshaus in der Brückenstraße geriet in Vergessenheit. 1904 von einem Sozialdemokraten wiederentdeckt, kaufte die SPD das Haus1928. Zur Eröffnung als Museum kam es nicht. Am 3. März 1933 besetzten SA-Leute das Haus und machten es, mit Hakenkreuzfahnen geschmückt, zum Sitz ihres Nationalblattes. 1947 kam das Haus wieder in den Besitz der SPD. Wer das bürgerliche Ambiente der 1820er Jahre im Museum präsentiert erwartet, der wird enttäuscht. Weder der Sessel, in dem Vater Marx sich vom Juristenalltag erholte, noch die Wiege, in der Marx vielleicht schaukelte, haben sich erhalten. Nur der italienisch anmutende Innenhof schafft noch ein wenig Atmosphäre. Es sind eher die großen Wandtafeln, der Videofilm in mehreren Sprachen und die Vitrinen mit seltenen Erstdrucken, die nicht nur Besuchern aus kommunistischen Staaten Marx und Engels als Begründer des modernen Sozialismus in Leben und Werk vorstellen wollen. >>> Karl Marx starb am 14. März 1883 in London. Zum 100. Todestag wurde sein Trierer Geburtshaus nach einjährigen Umbau- und Renovierungsarbeiten wiedereröffnet. Über die drei Etagen des Hauses erstreckt sich seitdem eine neugestaltete Ausstellung, die Ihnen auf verschiedenen Wegen die Person, das Werk und das weltgeschichtliche Wirken von Karl Marx näher bringen soll. Den größten Raum nimmt die ständige Ausstellung über Leben und Werk von Karl Marx und Friedrich Engels ein, die das 1. und 2. Obergeschoss vollständig belegt. Auf großen Wandtafeln präsentieren sich Ihnen Dokumente, Illustrationen und Texte. Im 2. Obergeschoss wurden die Tafeln noch durch Originaldokumente und -schriften in Vitrinen ergänzt. Ein farbiges Leitsystem führt Sie durch das Haus und nennt die einzelnen, in sich abgeschlossenen Themen. Die Bereiche Forschung, Bibliothek/Archiv, internationale Kommunikation und Marx-Engels-Edition sind seit Juni 1981 im neugebauten Studienzentrum in unmittelbarer Nähe des Geburtshauses untergebracht. Z e i t t a f e Landesstraße 1818 Karl Marx wird am 5. Mai in Trier geboren 1824 Er wird am 26. August evangelisch getauft 1835 Abitur am staatl. Gymnasium zu Trier; Studium an der Universität Bonn 1836 Verlobung mit Jenny von Westphalen in Trier; Studium an der Universität Berlin 1838 Tod des Vaters Heinrich Marx in Trier 1841 Dissertation Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie 1842 Redakteur der Rheinischen Zeitung in Köln 1843 Verbot der Rheinischen Zeitung; Heirat in Kreuznach; Übersiedlung nach Paris 1844 Freundschaft mit Friedrich Engels; Deutsch-Französische Jahrbücher; Vorwärts! 1845 Ausweisung aus Paris, Übersiedlung nach Brüssel, Die deutsche Ideologie 1847 Misère de la Philosophie; Mitarbeit an der Deutschen-Brüsseler Zeitung; Beitritt zum Bund der Kommunisten; Vizepräsident der Association Démocratique 1848 Manifest der Kommunistischen Partei 1848/1849 Chefredakteur der Neuen Rheinischen Zeitung in Köln; Lohnarbeit und Kapital 1849 Ausweisung; Übersiedlung nach London 1850 Neue Rheinische Zeitung. Politisch-ökonomische Revue 1852 Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte 1853 Enthüllungen über den Kommunistenprozess zu Köln 1857/1858 Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, der Rohentwurf zum Kapital 1859 Zur Kritik der Politischen Ökonomie, 1eft 1860 Herr Vogt 1861-1863 Manuskripte Zur Kritik der Politischen Ökonomie (Theorien über den Mehrwert) 1863 Tod der Mutter; letzter Besuch in Trier 1864 Gründung der 1. Internationale (IAA) 1867 Das Kapital, Band 1, erscheint 1870/1871 Deutsch-französischer Krieg; Marx schreibt zwei Adressen des Generalrats der IAA 1871 Kommune von Paris; Adresse des Generalrats Der Bürgerkrieg in Frankreich 1872 Konflikt mit Bakunin; Teilnahme am Haager Kongress der IAA; faktisches Ende der IAA 1875 Kritik des Gothaer Programms der deutschen Sozialdemokratie (1891 veröffentl.) 1881 Am 2. Dezember stirbt Marx' Ehefrau Jenny 1883 Am 14. März stirbt Karl Marx in London Studienzentrum Karl-Marx-Haus Johannisstraße 28 54290 Trier Telefon: (0651) 4 30 11 Telefax: (0651) 4 30 14 E-Mail: Kronaueh@feshq.dinoco.de Internet: http://www-fes.gmd.de/ Museum Karl-Marx-Haus Trier Friedrich-Ebert-Stiftung Museum Karl-Marx-Haus Brückenstraße 10 D-54290 Trier · Telefon (0651) 43011 Fax (0651) 43014

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Bildungsstätten / Ausstellungen, Kulturzentren und Gedenkstätten
Zeit:
1727
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.63578
lat: 49.7539
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www-fes.gmd.de/marx/index_gr.html

Datenquelle

54290 TRIER - Kennen Sie diese Stadt? 1997

Bildquellen

1 Bild: Internet
2 Bild: Internet

Stand

Letzte Bearbeitung: 29.07.2014

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit