Datenbank der Kulturgüter
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Druidenstein

Bollendorf, Gemeinde Bollendorf

Kulturdenkmal

Steinzeitlicher Menhir auf dem Ferschweiler Plateau; vergleichbar mit dem Frabillenkreuz in unmittelbarer Nähe (s. Gemeinde Nusbaum). [Jan Bily, Megalith Pages] Menhire (keltisch = langer Stein) Menhire, hier in der Gegend zum Beispiel der Druidenstein (2.1, Weg 34), das Fraubillenkreuz (2.2, Weg A/33) und der Langenstein (2.3, Weg 20), sind seit der Jungsteinzeit aufgestellt worden. Diese Monolithe dienten kultischen Ritualen und wurden wahrscheinlich an Orten, denen man besondere magische Eigenschaften zuschrieb, errichtet. Später wurden sie, da sie weithin sichtbar und nicht so leicht zu bewegen waren, als Grenzsteine benutzt, wie hier der Druidenstein, der auch Eckstein heißt. Das sogenannte Fraubillenkreuz hatte früher ebenfalls die Form eines Menhirs. Wahrscheinlich schon in früher christlicher Zeit wurde es zu einem Kreuz mit flachen Figurennischen auf beiden Seiten umgearbeitet. Was den Namen anbetrifft, herrscht auch in diesem Fall Unklarheit. Zum einen könnte es sich um eine Ableitung aus Unserer lieben Frau Bild-Kreuz handeln. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß der Name aus der Bezeichnung Frau Sybille entstand, die für Seherinnen und weissagende Frauen verwendet wurde. Langenstein ist schlicht die Übersetzung des Wortes Menhir. [Homepage der Verbandsgemeinde Irrel. 2002.] Druidenstein - Bollendorf Dieser Menhir wirkt sehr stattlich und misst 2,90 Meter in der Höhe. Der kompakte Sandsteinquader ist fast rechteckig und oben etwas breiter als unten. Seine Oberfläche ist auffallend glatt. Er steht ungefähr.500 Meter südlich vom Fraubillenkreuz auf dem Ferschweiler Plateau ebenfalls im Wald. Der Name Druidenstein bezieht sich auf die alten heidnischen Zauberkräfte, die von den Menhiren ausgehen sollen. Die Druiden waren keltische Priester und Wunderheiler, während der Stein aus vorkeltischer Zeit stammt. Die Namensgebung rührt deshalb wohl aus der Zeit, als man die Steinsetzungen den Kelten zugeschrieben hat. Der Druidenstein wird von der Bevölkerung auch Eckstein genannt und diente früher als Flurbegrenzung. Kleine Kreuze sind eingekratzt. Diese stammen wohl aus der Zeit, als man versuchte mit christlichen Symbolen die Magie der Steine und ihrer Aufstellungsorte zu bannen. [Marlene Bollig; Eselstratt, der Hinkelstein in der Trittenheimer Moselschleife, Rätsel der Megalithkultur im Moselraum; Trittenheim 2002] Fundstelle 354 Menhir aus Lias-Sandstein (erhaltene H. 2,25 m; Br. 1,6 m; Durchmesser 0,3-0,5 m) mit eingearbeiteten kleinen Kreuzen (sekundär christianisiert). Nahebei wurde im 19. Jahrhundert ein "Napoleonshut" relativ hoher Form gefunden. Letzterer dürfte latènezeitlich sein. Steinhausen 1932, 48f.; Jahresber. Ges. Nützl. Forsch. Trier 1874-77, 80 in: Römisch-Germanische Forschungen, Bd. 63. Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Die keltisch-römische Siedlung von Wallendorf und ihr archäologisches Umfeld. Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts Frankfurt a. M. Fundstellenkatalog von: Dirk L. Krausse unter Mitarbeit von Antje Fischbock. 2006

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Steinmale, Menhire / Ohne
Zeit:
Bis circa 500 vor Chr.
Epoche:
Vor- / Frühgeschichte

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.373487
lat: 49.862275
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Zimmerbüsch

Internet

http://www.lessing4.de/megaliths/allesdeutsch.html http://www.lessing4.de/megaliths/allesdeutsch.html

Datenquelle

- Topographische Karte 1:25 000, Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz und Jan Bily, Megalith Pages - Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2002. - Marlene Bollig; "Eselstratt" Trittenheim 2002 - Fundstellenkatalog: Die keltisch-römische Siedlung von Wallendorf und ihr archäologisches Umfeld. Dirk L. Krausse unter Mitarbeit von Antje Fischbock, 2006. - Dirk Krausse: Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Verlag: Philipp von Zabern, Mainz, 2006. Beilage 1.

Bildquellen

1 Bild: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999
2 Bild: © Jan Bily, Megalithic Pages

Stand

Letzte Bearbeitung: 25.12.2012

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