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Ehemalige Eisenbahnersiedlung Neue Kolonie

Glaadt, Gemeinde Jünkerath
Burgbering 1-20

Denkmalzone

Ringförmig angelegte Wohnsiedlung im Heimatstil aus Torhaus, sechs Doppelhäusern und einem eingeschossigen Riegel mit sechs Wohneinheiten; die zwischen den einzelnen Gebäuden liegenden Hof- und Gartenflächen durch Hofmauern mit Toren oder kleinen Nebengebäuden geschlossen. [1] Städtebaulich und architektonisch schönes Ensemble um einen Platz, Wohnstraße aus den 20er Jahren des 20. Jahrhundert in Das Ensemble ist Thema des diesjährigen Denkmaltags. Eine in Rheinland-Pfalz einmalige Anlage ist die Eisenbahnersiedlung Neue Kolonie in Jünkerath. Schon 1846 hatte das Dürener Eisenbahnkomitee vorgeschlagen, Eifel- und Moselraum mittels Schienenstrang zu verbinden. 22 Jahre später konnte die Rheinische Eisenbahngesellschaft mit den Bauarbeiten beginnen. Der Krieg 1870/71 tat ein Übriges. Die preußische Regierung drängte auf Fertigstellung der Strecke, um Soldaten, Gefangene und Kriegsmaterial zu transportieren. Schon 1871 wurde die Teilstrecke Gerolstein-Trier zur friedlichen Nutzung freigegeben. 1875 endlich war die Eifelstrecke Köln-Trier endgültig fertiggestellt. Eine wichtige Station auf dem neuen Verkehrsweg von Nord nach Süd war der Bahnhof Jünkerath. Außer dem Bahnhofsgebäude erhielt die Station eine Bahnmeisterei und ein Bahnbetriebswerk, das damals noch Filialwerkstätte hieß. Die Reise auf der Eifelstrecke war beliebt, die Nachfrage nach neuen Zugverbindungen groß. Kaum eingerichtet, musste der Jünkerather Lokomotivschuppen schon kurze Zeit später erweitert werden, um die ordnungsgemäße Bespannung der Züge mit Lokomotiven sicherzustellen. Der Eisenbahnbetrieb erforderte Personal. Etwa 800 Eisenbahner waren vor dem Zweiten Weltkrieg in Jünkerath beschäftigt. Um dem wachsenden Bedarf an Wohnraum zu genügen, baute die Rheinische Eisenbahngesellschaft zwischen 1921 und 1927 für die Bahnbediensteten die Siedlung Neue Kolonie. Die reizvolle Anlage, die sich als Dreieck um ein Torhaus gruppiert, belegt einmal mehr den hohen Standard eines fortschrittlichen zeitgenössischen Siedlungsbaus. Die Doppelhäuser ebenso wie der Zeilenbau zeichnen sich durch schön gegliederte Fassaden aus. Den Wohnwert der Anlage erhöhen hauseigene Gärten und der Baumbestand im gemeinsamen Innenhof. Die Denkmalreise nach Jünkerath lohnt sich auch aus anderen Gründen. Gleich neben der Siedlung liegt die Burgruine Glaadt, die am Denkmaltag zum Fest einlädt. Eine weitere örtliche Attraktion ist das Eisenmuseum. Ein paar Kilometer weiter sind überdies die denkmalwerten Ensembles von Hillesheim und Gerolstein-Hinterhausen zu besichtigen. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Historische Ortsbilder / Ohne
Zeit:
Um 1920/25
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.572843
lat: 50.349638
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.juenkerath.de/

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2011. [2] Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Bildquellen

1 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
2 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
3 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
4 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
5 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
6 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.

Stand

Letzte Bearbeitung: 07.04.2011

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