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Sankt Martin

Niederemmel, Gemeinde Piesport
Kirchplatz 5

Katholische Pfarrkirche

Von 1723, kreuzgewölbter Saalbau mit Westturm. 1830 nach Osten erweitert. 1950 wurde bei Ausschachtungsarbeiten eines der schon in der Antike seltenen und sehr wertvollen Diatretgläser gefunden. (Landesmuseum Trier) Auf Grund architektonischer Funde ist es wahrscheinlich, daß der Platz um die Kirche schon in keltischer und römischer Zeit genutzt wurde, Die Pfarrei Sankt Martin wird erstmals im Jahre 1269 erwähnt. Etwa 100 Jahre später (1376), erhalten die Trierer Karthäuser Mönche die Pfarrei und die Pflicht der Seelsorge. Von der früheren Kirche wissen wir so gut wie nichts. Kirchturm: Die Maueranker am Turm erwähnen das Ende einer Erneuerungsmaßnahme mit dem Jahre 1723. Auf dem Gesims des Turmes sitzen Schallöffnungen, die je zweipaarig gekoppelt sind. Der achtseitige spitze Helm hat die im Moselland von der Gotik bis ins 19. Jahrhundert hinein übliche Form des zunächst langsam, dann aber nach einem kurzen Knick in den Flächen plötzlich nadelhaft steil ansteigenden Schieferdaches. Turmhalle: Betritt man das Gotteshaus durch das Seitenportal im Turm, so fällt einem das Oberteil eines Sakramentenhäuschens auf, das in die Turmhalle eingebaut ist und an die einstige gotische Kirche erinnert. Das Teilstück einer romanischen Säule stammt aus einer anderen Vorgängerkirche, während die römische Säulentrommel einen Hinweis auf ein Heiligtum zur Kelten? und Römerzeit gibt. Innenraum der Kirche: Im Jahre 1930 fand eine Kirchenerweiterung statt. Betritt man nun den Innenraum der Kirche, so hat man den Eindruck einer dreijochigen Basilika, deren Seitenschiffe durch rundbogige Öffnungen mit dem Mittelschiff in Verbindung stehen. Die Seitenschiffe haben zum Mittelschiff hin steigende Decken, die aus einer Aneinanderreihung kleiner steigender Quertonnen gebildet werden. Über dem Obergaden mit rundbogigen Fenstern ruht eine kräftige Holzbalkendecke. Der rund geschlossene Chorraum schließt sich nahtlos in Schiffsbreite an. Den Altarraum überragt in Mosaik gefasst eine große Christusdarstellung. Vom alten Inventar der Kirche haben sich zwei barocke Nebenaltäre mit Rokokoschnitzwerk und eine entsprechende Kanzel mit der Figur des reitenden und den Mantel teilendenMartin von Tours erhalten. Außenansicht: Im Außenbau präsentiert sich die Kirche total anders als innen. Was im Innern der Obergaden ist, erscheint außen wie eine Art Querschiff dessen Dach sich sogar noch um weniges über das Hauptdach erhebt. Die Seitenschiffe erscheinen im Äußeren wie angehängte kleine Querschiffsflügel, von denen das südliche die Sakristei beherbergt. Das Gesamtbauwerk zeugt weniger von einer Harmonie der einzelnen Baukörper, als von einer gewissen Monumentalität. (Piesport; Gebäude- und Kulturführer. Hrsg. Ortsgemeinde Piesport; Idee, Beratung und Mitgestaltung: Edgar Breit, Ortsbürgermeister; Texte und Mitgestaltung: Josef Schemer; 1995)

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1723
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.924808
lat: 49.877365
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.piesport.de/

Datenquelle

Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. Deutscher Kunstverlag und Piesport; Gebäude- und Kulturführer. Hrsg. Ortsgemeinde Piesport;

Bildquellen

1 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2001
2 Bild: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999.

Stand

Letzte Bearbeitung: 24.05.2010

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