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Sankt Stephanus und Kreuzerhöhung

Fließem, Gemeinde Fließem
Kirchstraße

Pfarrkirche

Katholische Kirche hleilige Kreuzerhöhung Sankt Stephanus. Vom spätgotischen ehemaliges Langhaus (Anfang 16. Jahrhundert) sind zwei Joche mit reichem Netzgewölbe als Chor erhalten. (Dehio) Die Kirche des 804 erstmals urkundlich erwähnten Ortes wird 1330 genannt. Heute besteht sie aus einem romanischen Turm, dem spätgotischen Chorraum und dem 1929/30 vom Architekten Peter Marx, Trier, errichteten fünfachsigen Langhaus. Dieses ersetzt ein barockes Schiff von 1788. Der romanische Turm zeigt im obersten seiner Geschosse auf zwei Seiten je zwei Paar doppelte Schallarkaden über eingestellten Säulchen. Das barocke Giebelportal auf seiner Stirnseite stammt aus der Kirche Wachenforth. Zwei Joche eines spätgotischen früheren Langhauses bilden den heutigen Chorraum. Sie zeigen schmale Spitzbogenfenster mit einfachem Maßwerk. Das dreischiffige Langhaus von 1929/30 ist an seinem Ostende, in dem Eingangshalle und Empore Platz finden, außen zweigeschossig gegliedert. Seine Fensterabschlüsse zeigen die für die Baukunst des Expressionismus typischen zackigen Formen. Den Raumeindruck des Innern bestimmt vor allem das reiche Netzgewölbe des Chorraumes. Hier hat ein Säulenaltar des 17. Jahrhunderts aus Wachenforth mit einer Kreuzigung und Heiligenfiguren Platz gefunden. Die Flachdecken des basilikalen Schiffes ruhen auf Unterzügen; drei weite Spitzbögen auf Bündelpfeilern verbinden das Hauptschiff mit den niedrigeren Seitenschiffen. Die beiden spätgotischen Steinretabel der Seitenaltäre stammen ebenfalls aus Wachenforth. Das linke von etwa 1550 zeigt die Anbetung der heiligen Drei Könige und Sankt Matthias, das rechte ist vor 1500 entstanden und stellt eine Kreuzigungsgruppe und die Heiligen Barbara und Stephanus dar. Spätbarocke Antependien mit Reliefs der Luxemburger Muttergottes und desStephanus in reichem Rankenwerk verkleiden ihre Mensen. 1986 erhielt die Kirche den jetzigen Zelebrationsaltar nach einem Entwurf des Künstlers J. Pechau, Köln. Die Rokokokanzel, Heiligenfiguren des 17. und späten 19. Jahrhunderts und der Oberteil eines spätgotischen. Sakramentshauses vervollständigen die Einrichtung. Die heutige Raumfassung von 1982 verbindet geschickt die beiden unterschiedlichen Räume. (Michael Berens: Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes. Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes. Sondernummer 8/9 1992. Fotos: Heinz Drossard.)

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Umänderung von 1873 durch: Wolff, Peter Josef Julius (Kommunal-Kreisbaumeister), Bitburg [1824-1911]. Langhaus von: Marx, Peter (Architekt) Trier [1871-1958]
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1330
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.540885
lat: 50.02367
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.fliessem-typo3.de

Datenquelle

Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. Deutscher Kunstverlag und Michael Berens: Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes. http://www.gak-bitburg.de/bericht/Heft_8_9.pdf

Bildquellen

1 Bild: Heinz Drossard in: Michael Berens: Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes.
2 Bild: © Margraff: Kirchen, Burgen, Bauernhäuser. Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook Trier, 1986

Stand

Letzte Bearbeitung: 30.04.2009

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