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Sankt Bartholomäus

Meisburg, Gemeinde Meisburg
Kirchstraße 4

Katholische Pfarrkirche

Saalbau, 1768, 1853 erweitert. [1] Bereits 1330 wird eine Kirche in Meisburg erwähnt. Das Kollationsrecht, die Bestimmung des Pfarrers, stand seit 1229 dem Kloster Sankt Thomas an der Kyll zu. Das Kloster war auch Grundherrin in Meisburg. Auch 1570 wird bei der Visitation wird die Kirche dem Kloster als zugehörig bezeichnet. Die Kirche, die 1742 sich in gutem Zustand befand, wurde 1768 neu gebaut. Dieser Neubau wurde 1853 nach Westen um eine Fensterachse erweitert. Dabei wurde das Wappen der Äbtissin des Klosters Sankt Thomas - Maria Theresia von Meuthen - über dem Eingang des Westportals angebracht. Die Kirche unterscheidet sich von ihrer Ausstattung erheblich von anderen Dorfkirchen. Der Einfluss des Klosters und die finanzielle Ausstattung werden deutlich. [2] Die Kirche ist ein einfacher einschiffiger Bau in Bruchstein, im Lichten 6,55 m breit und nach der Verlängerung mit dem dreiseitigen Chorschluss 18 m lang. [3] Im Inneren der Kirche befindet sich ein Hochaltar mit dem Gekreuzigten, Maria und dem Apostel . Die Seitenaltäre zeigen den Pfarrpatron Sankt Bartholomäus und Maria Königin. Alle drei Altäre wurden vor einigen Jahren aufwendig restauriert und erstrahlen nun in neuem Glanz. Die Fenster auf der rechten Seite zeigen Johannes den Täufer sowie die Hll. Josef und Bartholomäus. Die Fenster auf der linken Seite bilden Antonius von Padua und Johannes den Evangelisten ab. Zwei Fenster stammen aus dem Jahre 1909, die übrigen aus dem Jahre 1929. Im Inneren befindet sich auch ein Taufbecken aus dem Jahre 1614. Die eingearbeiteten Initialen M + L deuten auf den Pfarrer und vermutlich auch Stifter Matthias Lösnich hin. Der quadratische Fuß besitzt eine breite Abschrägung. Als Schaft dient ein Säulchen, gemustert durch vorgelegte Kreisscheiben. Der große Messingdeckel ist neueren Datums und stammt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert. An der Außenseite der Sakristei ist das Epitaph des Pfarrers Matthias Lösnich aus dem Jahr 1609 angebracht: Christus am Kreuz und Maria und Johannes und vor dem Kreuze knieend der Pfarrer Lösnich und ihm gegenüber seine Eltern. Darunter zwei Bischöfe und in der Mitte der Namenspatron des Pfarrers: Matthias. Alle Figuren sind als Relief dargestellt. Das Wappen der Maria Theresia von Meuthen befindet über dem Eingangsportal. Die Äbtissin von Sankt Thomas ließ im Jahre 1768 die heutige Pfarrkirche von Meisburg erbauen. Auf der linken Seite der Kirche stehen drei Priestergrabmale von Heinrich Weber † 1833 (auf der Rückseite seine Eltern); von Heinrich Hormisch † 24.12.1850; von Friedrich Föhr † 1876. Aus der Geschichte der kath. Pfarrgemeinde Sankt Bartholomäus Meisburg Die erste urkundliche Erwähnung einer Pfarrkirche in Meisburg geht zurück auf das Jahr 1330. Die als Kirche de Meysenburg erwähnte Kirche muss aber schon 100 Jahre früher, im Jahre 1229, bei der Übergabe des Patronatsrechtes an die Zisterzienserinnenabtei Sankt Thomas existiert haben. 1570 hat nach Ausweis einer Visitation die Pfarrgemeinde ohne Filialen 50 Kommunikanten. Die Inkorporation in das Kloster Sankt Thomas wird ausdrücklich hervorgehoben. Pankratius und Bartholomäus sind zu dieser Zeit die Patrone. Im Jahre 1743 wird Pankratius an die zweite Stelle degradiert und im Jahre 1828 schließlich nicht mehr erwähnt. Von Sankt Bartholomäus ist seit 1851 ein Reliquiar vorhanden. 1742 ist - nach einem Visitationsprotokoll - die Kirche in ziemlich gutem Zustand, aber viele Missstände bestehen: durch die Viehhut ist am Sonntag der Kirchenbesuch eher mäßig; die Christenlehre wird versäumt, der Schulbesuch unterlassen. Auch ist kein Schulgebäude vorhanden. Im Jahre 1768 erfolgt auf bitten der Gemeinde der Neubau der heutigen Pfarrkirche durch das Koster Sankt Thomas. Dies belegt auch das Wappen der Äbtissin Maria Theresia von Meuthen über dem Eingangsportal. Die Kirche hat Steingewölbe, keine Kreuzgewölbe und einen hohen spitzen Helm. Im Jahre 1851 ließ die Gemeinde die Kirche aus Platzgründen um ein Joch nach Westen hin erweitern. Im Inneren der Kirche befindet sich heute der Hochaltar mit dem Gekreuzigten, Maria und dem Apostel Johannes. Die Seitenaltäre zeigen den Pfarrpatron Sankt Bartolomäus und Maria Königin; die Fenster auf der rechten Seite Johannes den Täufer, die Hll. Josef und Bartholomäus. Die Fenster auf der linken Seite bilden Antonius von Padua und Johannes den Evangelisten ab. Zwei Fenster stammen aus dem Jahre 1909, die übrigen aus dem Jahre 1929. An der Außenseite der Sakristei ist das Epitaph des Pfarrers Matthias Lösnich aus dem Jahr 1609 angebracht: Christus am Kreuz und Maria und Johannes und vor dem Kreuze knieend der Pfarrer Lösnich und ihm gegenüber seine Eltern. Darunter zwei Bischöfe und in der Mitte der Namenspatron des Pfarrers: Matthias. Die erste Pfarrschule erhält Meisburg im Jahre 1777. Es werden die Kinder von Meisburg und Deudesfeld unterrichtet. Der Pastor besucht des Unterrichts wegen dreimal wöchentlich die Schule. Was die religiöse Haltung anbetrifft finden sich kurze Notizen: 1777 haben 86 Kommunikanten ihr Ostern gehalten. 1819 schreibt Pfarrer Herriges aus Kyllburg nach Trier: Die Leute von Meisburg scheinen mir gut zu sein, mit denen gewiss auszukommen ist. 1830 meldet Pastor Hormisch nach Trier: Die Moral der Pfarrkinder ist gut, kein Tanz im ganzen Jahre. Und 1869: Die sittliche Haltung lässt nichts zu wünschen übrig, der Kirchenbesuch ist gut, Tanz nur einmal im Jahre. [4]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1768
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.688022
lat: 50.110304
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.meisburg.de/ http://www.meisburg.de/

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2]Friedbert Wißkirchen, Daun, 2011. [3] Die Kunstdenkmäler des Kreises Daun - S. 708. [4] Homepage der Gemeinde Meisburg. 2002 und Kreisverwaltung Vulkaneifel, Abteilung 1 - Kommunales und Recht; 2008.

Bildquellen

1 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2011.
2 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2011.
3 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2011.

Stand

Letzte Bearbeitung: 16.05.2011

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