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Menhir Eselstrapp (2)

Köwerich, Gemeinde Köwerich

Beschreibung

Nach Jan Bily (6) soll es noch im 18. und 19. Jahrhundert offensichtlich auch im Südwesten Deutschlands Hunderte von Hünengräben und Menhiren gegebenen haben. Aber leider wurden sie nicht wie ihre irischen und bretonischen Kollegen durch einen Volksglauben geschützt. Es fehlte hierzulande an mächtigen Feen, die diejenigen, welche die heiligen Steine zerstören, mit Unglück bestrafen würden. Der Feenglaube der Iren und Bretonen besagt, dass in den Dolmen und Menhiren Feen wohnen. Diese Nachfahren der Großen Mutter Erde soll man schützen, denn mit ihren geheimen Zauberkräften erfüllen sie Wünsche nach Gesundheit und Kindern. So fielen über 90 % der Steine im gesamten Moseleinzugsgebiet dem Straßenbau, der Planierung und Flurbereinigung oder der mutwilligen Zerstörung zum Opfer. Mit dem Einzug des Dynamits in den Baualltag war es leicht, die riesigen, störrischen und unbegreiflichen Steine zu beseitigen. Auch der Menhir von Trittenheim hat lange Jahre flach gelegen und ist später wieder aufgerichtet worden. Ältere Einwohner des Ortes wissen noch davon zu erzählen. Der heutige Standort ist also nicht genau identisch mit dem von früher. Wahrscheinlich wurde der Stein im Zuge von Flurbereinigungsmaßnahmen in den Jahren 1971 - 1973 wieder senkrecht gestellt. Nach Aussagen der Dorfbevölkerung ließ der damalige Ortsbürgermeister Hans Gerwalin den Stein mit Hilfe eines Baggers wieder aufrichten. Dabei wurde eine Bruchstelle mit Beton ausgeflickt. Der Waldschutzstreifen rund um den Menhir wurde erst nach der Zusammenlegung der Weinberge und der Fertigstellung des geteerten Weges angelegt. Zuvor hat der Stein mitten in einem Kartoffel - und Getreideacker gelegen. Beim Pflügen mussten die Bauern immer um den Stein herumfahren. Bei den Dorfkindern der siebziger Jahre war der Stein als Spielplatz sehr beliebt. Als nach dem Untergang des römischen Reiches auch das ehemalige Stammesgebiet der Treverer missioniert wurde, waren die heidnischen Kultobjekte der chrislichen Kirchrin Dorn im Auge. Die Menschen standen noch im Bann des vorzeitlichen Glaubens, wenn auch vieles durch die Durchmischung der Kulturen von Kelten, Römern und Germanen verloren gegangen war. Die Leute vertrauten den sichtbaren Steinmalen mehr als der abstrakten Gottesvorstellung der Christen. Au päpstliche Order hin wurden die Menhire auch im Bistum Trier, wenn möglich gestürzt und vergräben, denn Moses scheibt im Alten Testament: Ihr sollt alle Kültstätten zerstören, an denen die Völker, deren Besitz ihr übernehmt, ihren Göttern gedient habeauf den hohen Bergen, auf den Hügeln und unter jedem üppigen Baum. Ihr sollt ihre Altäre niederreifen und ihre Steinmale zerschlagen. Ihre Kultpfähle sollt ihr im Feuer verbrennen und die Bilder ihrer Götter umhauen. Ihre Namen sollt ihr an jeder Stätte tilgen. - (Deuteronomium, 12, 2). Die Heidensteine wurden aber auch durch Bearbeiten mit christlichen Symbolen christianisiert (Fraubillenkreuz wurde von Willibrord umgestaltet, Mariennische wurde in den Gollenstein bei Blieskastel eingehauen ). In Trittenheim belegte man den umgestürzten Stein mit einer christlichen Legende, die dem Stein seinen bis heute gültigen Namen Eselstratt = Eselstritt verlieh. Diese Legende besagt, dass sich eine christliche Jungfrau auf der Flucht vor einem heidnischen Ritter mit ihrem Reittier, einem Esel, an dieser Stelle durch einen heftigen Sprung ins Tal gerettet hat. Zurückgeblieben ist der Hufabdruck des Esels, der heute noch als kreisrunde Vertiefung im unteren Teil des Steines deutlich zu erkennen ist. Bei Niedrigwasser der Mosel soll ebenfalls ein Hufabdruck im Felsgestein des gegenüberliegenden Ufers bei Köwerich zu sehen sein. Dieser Stein ist den Einheimischen bekannt als Köwericher Wacken'. Hier ist der Esel unversehrt gelandet und hat die Jungfrau gerettet. Der feindliche Ritter soll sich beim Anblick dieses Wunders ebenfalls zum Christentum bekehrt haben. Eine ähnliche sagenumwobene Geschichte geht sogar soweit und berichtet, dass die vor den Feinden Flüchtende die Gottesmutter mit dem Jesuskind im Arm auf einem Esel sitzend von der Felsplatte in das Moseltal hinabgesprungen und heil auf dem Talgrund angekommen sei. Der Einfluss der christlichen Kirche drückt sich auch in der Tatsache aus, dass der Stein hoch oben auf dem Laurentiusberg steht, vor sich die Weinbergslagen Leiwener und KöwericherLaurentiuslay (= Laurentiusschieferfelsen) und am Fuße des Berges die Laurentiuskapelle. Der Schutzpatron ist der Erzmärtyrer Laurentius, der Lorbeergeschmückte. Dieser Mann war Diakon in Rom und zuständig für die Armen. Nach der Enthauptung des Bischofs Sixtus verweigerte er die Herausgabe des Kirchenschatzes und verteilte diesen innerhalb von 3 Tagen an die Armen. Daraufhin wurde er von den Römern über stetig unterhaltenem Feuer auf einem Rost am 10. August 258 langsam zu Tode gemartert. Die Namensgebung von Kapelle und Berg erfolgte wohl im Rahmen eines Laurentiuskultes, der sich mit dem Sieg Otto d. Gr. über die Ungarn am 10. August 955 (=Gedenktag des Heiligen) in ganz Deutschland entwickelte. Laurentius ist der Schutzpatron der Armen und aller Berufe, die mit Feuer zu tun haben. Viele Weinheilige gelten als Wettermacher, wenn ihr Gedenktag in einer als wichtig empfundenen Zeitspanne liegt. Eine entscheidende Zeit für das Gedeihen der Weintrauben ist die beginnende Traubenreife, die gewöhnlich in das 2. Drittel des August (ab 10.08.) fällt. Früher hat man mancherorts an der Mosel die Statue des Laurentius als Rebenpatron an dessen Gedenktag mit Weintrauben geschmückt und in einer Prozession durch die Straßen getragen. Er ist mitverantwortlich für einen guten Weinjahrgang. Dazu kennen die Winzer uralte Bauernregeln: An Laurenzi ist es Brauch, / hört das Holz zu wachsen auf. Ist Lorenz und auch Bertl schön, / wird der Herbst gar gut ausgehn. Kommt Sankt Lorenz mit heißem Hauch /Füllt er dem Winzer Fass und Bauch. Ist's hell am Laurentiustag, /viel Früchte man sich versprechen mag. Schlechten Wein gibt's heuer, / wenn Sankt Lorenz ohne Feuier. ist Laurentius ohne Feuer, / Gibt's ein kaltes Weinchen heuer-. Damit stellt sich wieder ein Bezug zur Fruchtbarkeitssymbolik dar: Der alte Stein sollte als Fruchtbarkeitsgöttin in der Frühzeit für das gute Gedeihen und eine reichliche Ernte des Getreides sorgen, während der Patron Laurentius diese Aufgabe im Mittelalter übernahm. Da der Ackerbau im Moseltal durch den Weinbau allmählich abgelöst wurde, sollte der Heilige über das gute Gedeihen der Weintrauben wachen. Eine christliche Symbolfigur verdrängt den alten heidnischen Glauben mit gleicher Aussageabsicht. Heute erreicht man den Hinkelstein über verschiedene Wirtschaftswege, die vom Dorf Trittenheim aus durch die Weinberge des Trittenheimer Altärchens hinauf auf den Bergrücken des Laurentiusberges und weiter zur Gemarkung Auf der Acht mitten in der Trittenheimer Moselschleife führen. Vorbei an der Laurentiuskapelle und der Gosperter Kreuzkapelle hoch oben auf dem Kammrücken des Berges steht das älteste Kulturdenkmal unserer unmittelbaren Umgebung 150 Meter über dem Moseltalboden, beschattet von dichtem Niederwald. Vor sich die schroff abfallenden Schieferfelsen eines Steilhanges ( Weinberge der Lage Köwericher Laurentiuslay ) mit herrlicher Aussicht auf das Moseltal, soweit die dicht belaubten Bäume dies zulassen, und hinter sich die sanft abfallenden Weinbergshänge zum im Gleithang liegenden Dorf Trittenheim. In den letzten Jahrhunderten stellte der markante Stein zeitweise einen Gemarkungsgrenzstein zwischen den Gemeinden Trittenheim, Köwerich und Klüsserath dar. Bereits ein Schöffenweistum von 1547 erwähnt den Eselstratt als Orientierungspunkt für die Grenzen des Klüsserather Hochgerichtsbezirks (9) . Der Stein steht nahe der Straße als sogenanntes dreibändiges Mal, d.h. auf einer Stelle, wo die Grenzen dreier Nachbargemeinden zusammenstoßen. Heute befindet er sich fast genau auf der Kreisgrenze der beiden Landkreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich . In manchen Quellen wird er den Gemeinden Klüsserath oder Köwerich zugeschrieben, aber im Zusammenhang mit dem Begriff Eselstratt fällt er wieder in die Zugehörigkeit von Trittenheim. Im Buch Kulturdenkmäler des Landkreises Trier-Saarburg (8) wird der Menhir unter dem Ort Köwerich beschrieben: Auf der linken Moselseite zur Eifel hin steht am Gemarkungsrand von Köwerich, Klüsserath und Trittenheim, an einem prägnanten Standort über einem Felshang ein etwa 3 Meter hoher, dachförmig zulaufender Sandsteinblock von etwa einem halben Meter Dicke, der im unteren Teil ovaiförmige Vertiefungen aufweist. In der Ortschronik von Klüsserath (7) wird der Stein auf dem Berge gegenüber von Köwerich als Eselstrapp bezeichnet. Ferner ist folgender Bericht des Landesmuseums Trier abgedruckt: Landkreis Trier. (Unbestimmte Zeit.) Bei Clüsserath, auf der Höhe links der Mosel gegenüber Köwerich, wurde durch Dr. Blesius die Aufmerksamkeit auf einen 'Eselstrapp' genannten Stein gelenkt. Er hat einige Einarbeitungen aufzuweisen und liegt wie umgesunken frei im Feld, nicht weit vom Plateaurand. Durch eine Schürfung an dem in der Erde steckenden unteren Ende, im Februar 1927, wurde festgestellt, dass es sich tatsächlich um einen umgelegten, nicht etwa gewachsenen Stein handelt. Er ist 3 Meter lang und 2,25 Meter breit. Die oben liegende ziemlich ebene Fläche hat etwa die Form eines Blattes, dessen Stielende auf der einen Seite eine Einschnürung zeigt, der auf der anderen Seite eine gleiche entsprochen haben könnte, die vielleicht später abgeschlagen oder abgesprungen ist. Aber auch ohne diese Aufnahme ist - ganz im Rohen freilich - die Form einer menschlichen Gestalt vorhanden, deren Arme, ebenfalls auf roheste Weise, durch S Zentimeter tiefe, 65 - 70 Zentimeter lange und 7 - 8 Zentimeter breite Rinnen angedeutet sind, während die Mitte des Bauches (der Nabel) durch eine 13 Zentimeter breite kreisrunde Eintiefung wiedergegeben ist, wie die Abbildungen erkennen lassen. Danach scheint es sich um einen umgestürzten Menhir zu handeln, von der Art der in Frankreich öfter vorkommenden 'blocs statues' oder 'Statues Menhirs' . Das einzigartige Monument - dass es ein solches ist, darf wohl nicht angezweifelt werden - müsste jedenfalls an Ort und Stelle erhalten und sichergestellt werden. (Steiner) Weiter hinten in der Klüsserather Chronik ist unter dem Titel Ein Kulturdenkmal aus keltischer Zeit in einem Zeitungsartikel vom 28. Februar 1927 Folgendes zu lesen: Solche Denkmäler kommen in hiesiger Gegend überhaupt nicht vor, dafür häufig im nördlichen Frankreich. Alle zeichnen sich durch auffallende Größe und äußerst primitive Linienführung aus. Die weiteren Feststellungen werden zeigen, ob die 'Eselstrapp auf gleicher Stufe steht wie die nordfranzösischen Steine, 'Menhir' genannt, welche Grabsteine darstellen. Die circa 50 Zentimeter dicke Steinplatte liegt mitten in einem zur Mosel leicht abfallenden Acker und steht etwas mit dem Kopfende empor. Man nimmt an, dass der aus Quarz bestehende Stein aufrecht gestanden hat. Die Längsachse misst rund 3 Meter, während die größte Breitenausdehnung von Hüfte zu Hüfte 2,25 Meter beträgt. Auf der Mittellinie, 1 Meter vom Sockel entfernt, befindet sich der Nabel. Sein Durchmesser zeigt I S Zentimeter. Im ersten Moment fesselt er den Beschauer am meisten. Denkt man sich von hier zur Hüfte eine gerade Linie gezogen, so findet man, dass sie mit 1,05 Meter etwas kürzer ist, als die zur rechten. Genau dieses Verhältnis erkennt man beim Messen des Abstandes von beiden Schulterhöhen. Während die Linie auf der linken Seite 1,10 Meter beträgt, misst die Entfernung zur rechten 1,20 11 Meter. Hieraus ergibt sich, dass die menschenähnliche Figur eine Neigung nach links macht. Der Abstand des Scheitels von den Schulterenden zeigt dies am deutlichsten. 1,28 Meter ist er von links und 1,48 Meter von rechts. Die an die Brust gedrückten Arme sind durch Vertiefungen von 5 Zentimetern angedeutet. In der Länge misst der rechte 70, der linke 65 Zentimeter, während die Breite entsprechend 5 beziehungsweise 6 Zentimeter beträgt. Die beiden Schulterenden haben voneinander Abstand von 1,68 Meter. Eine nicht unbeträchtliche Dicke weist der Hals auf, stellt sich doch sein Durchmesser auf 60 Zentimeter. Merkwürdig mutet es an, dass das Gebilde weder Mund noch Augen noch Nase besitzt. Aber darin besteht ja die Eigentümlichkeit der Menhire, dass sie sich durch große Einfachheit auszeichnens wäre sehr erwünscht, wenn die maßgebenden Stellen hier Nachgrabungen anstellten, damit die Frage, ob es sich um ein keltisches Grabmal oder eine Gottheit oder einen Opferstein handelt, restlos geklärt wird. Immerhin dürfte wohl dieser Stein interessante Aufschlüsse über die erste Besiedlung unseres Moseltales geben. Sache der Behörden dürfte es sein, die 'Eselstrapp' schon vorläufig unter Denkmalschutz zu stellen. Dieser Zeitungsbericht zeigt, dass schon vor rund 80 Jahren der Stein reges Interesse hervorgerufen hat, wie die genauen Zahlenangaben der Ausmessungen belegen. Aber die Frage nach der Bedeutung hat sich bis heute nicht restlos geklärt und von Denkmalschutz kann gar keine Rede mehr sein, denn im Ort selbst verweist kein Schild und kein Hinweis auf diese bedeutsame Kultstätte. Der Hinkelstein ist jedoch auf den Wanderkarten der angrenzenden Gemeinden eindeutig als Kulturdenkmal (KD) ausgewiesen. Es gibt in Trittenheim heute noch eine Straße namens Hinkelweg. Diese Straße liegt am Anfang des alten Pilgerweges nach Klausen zur Wallfahrtskirche Eberhardsklausen und führt unmittelbar am Hinkelstein vorbei. Die alte Pilgerstraße nach Klausen stellte vor dem Bau der Mittelmoselstraße eine wichtige Verkehrsverbindung über den Kevericher Berg zur Wittlicher Senke dar und der Hinkelstein steht, wie viele seiner Kollegen, an einem Platz, wo ein bedeutender alter Verkehrsweg von einer Grenze durchschnitten wird. Hierzu noch eine Anmerkung zum Thema Grenzkult: Viele mittelalterliche Grenzen sind häufig älter als man annimmt. Manche lassen sich auf uralte Stammesgrenzen zurückführen. Grenzen wurden in vorgeschichtlicher Zeit nie willkürlich gezogen, sie folgten stets den Vorgaben der als heilig angesehenen Landschaft, also Flüsse, Täler, Bergkämme - wobei das letzte wohl entscheidend für den Aufstellungsort des Eselstratt gewesen sein kann: Der Stein steht auf einem Bergkamm mit Blick auf ein fruchtbares Flusstal, am Rande einer kleinen Hochebene, wo möglicherweise Ackerbau betrieben wurde. Ein friedlicher Ort, von wo man mit Blick nach Westen viele wunderschöne Sonnenuntergänge sehen und beobachten kann. Oben am Berghang gibt es eine alte Weinbergsgemarkung namens Hinkellay', auch hier führt der Weg zum Hinkelstein vorbei. Nur ganz oben auf dem Bergrücken am Wirtschaftsweg, wenige Meter vom Menhir entfernt, steht für die Wanderer ein kleines, hölzernes Hinweisschild Hinkelstein. Der Stein selbst präsentiert sich heute leicht vermoost und verwittert, nur die kreisrunde Vertiefung ist noch sehr gut im Steinmaterial zu erkennen. Bei der Gesteinsart handelt es sich um einen hellen Quarzit, der in der Umgebung des Hinkelsteins nicht vorkommt und zwischen den umliegenden Schieferbergen etwas befremdend wirkt. Ältere Einwohner erzählen, dass es solche Steine hier nicht gibt, und dass der Stein wohl vor langer Zeit von weit her auf den Laurentiusberg geschleift oder gezogen worden sei. Wenn man beim Anblick die Gedanken in die Ferne schweifen lässt und sich die Jahrtausende vor Augen hält, die der Eselstratt überdauert hat, sollte man diese geheimnisvolle verborgene Kultstätte der untergegangen Megalithkultur doch mit etwas Ehrfurcht betrachten. Während eines Aufenthaltes im Weindorf Trittenheim lohnt sich jedenfalls ein Besuch. Ein mit dem Trittenheimer Menhir in Größe und Form vergleichbarer Hinkelstein aus der Gruppe der blattförmigen Menhire befindet sich im Saarland, etwa einen Kilometer westlich von Walhausen bei Nohfelden. Auch er wurde, wie viele der deutschen Menhire, im 20. Jahrhundert (1984) wiederaufgestellt. Er wiegt etwa 13 Tonnen. (6) Zum Schluss noch eine kurze Anmerkung: Im moselfränkischen Dialekt wird der Ort Trittenheim als Trattem bezeichnet. Selbst wenn ich die Einheimischen von ihrem TRATTEM erzählen höre, drängen sich mir die Gedanken an den Ese1sTRATT auf. Vielleicht auch eine Möglichkeit der Namenszusammenhänge? Ich glaube, die Geheimnisse dieser Steine und ihre Entstehung werden vollständig wohl nie geklärt werden. Saxa loquunt heißt es auch bei den Römern.- Die Steine sprechen'. Quellenhinweise: 7) Oskar Link: Chronik des Winzerortes Klüsserath S.18 und S.376 8) Kulturdenkmäler des Landkreises Trier-Saarburg, Verbandsgemeinde Schweich, Ort Köwerich. S.179 9) Reinhold Wagner: Geister, Grafen und Ganoven (Sagen aus dem Moselland) Aachen 1994 S.44 10) Karl Christoffel: Die Weinlagen der Iviosel, Spee-Verlag Trier 1979 5.15

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Steinmale, Menhire / Ohne
Zeit:
Bis circa 500 vor Chr.
Epoche:
Vor- / Frühgeschichte

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.882926
lat: 49.83936
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Wäldchen in der Helt

Internet

http://www.koewerich.de/ http://www.koewerich.de/

Datenquelle

Marlene Bollig; "Eselstratt", der Hinkelstein in der Trittenheimer Moselschleife, Rätsel der Megalithkultur im Moselraum; Trittenheim 2002

Bildquellen

1 Bild: © Marlene Bollig, Trittenheim, 2003 www.trittenheim.de/marlenebollig
2 Bild: © Marlene Bollig, Trittenheim, 2003. www.trittenheim.de/marlenebollig

Stand

Letzte Bearbeitung: 04.04.2006

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