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Ehemalige Glashütte (2)

Holsthum, Gemeinde Holsthum

Denkmalschutz beantragt

Ein einmaliges Denkmal Glashütte in Holsthum soll unter Schutz gestellt werden Von unserer Mitarbeiterin WALTRAUD EWERHARDT HOLSTHUM. Das Schloss und die ehemalige Glashüttenanlage in Holsthum sollen unter Denkmalschutz gestellt werden. Am Gebäudekomplex, der in Privatbesitz ist, wird sich dadurch voraussichtlich aber nichts ändern. Das Holsthumer Schloss ist bekannt. Wo die Enz in die Prüm mündet, zieht es die Blicke der Besucher auf sich. Weniger bekannt ist die ehemalige Glashüttenanlage, deren Bauwerke und Ruinen dem Schloss gegenüber liegen. Sie soll nun unter Schutz gestellt werden. Im Moment läuft das Verfahren, in das jeder seine Belange einbringen kann. Die Unterlagen liegen noch bis 6. Juni in der VG-Verwaltung Irrel aus. Von der Glashütte, in der im 18. und 19. Jahrhundert Glas produziert wurde, ist nicht mehr viel zu erkennen. Nur noch eine Ruine zeugt von der einstigen Bedeutung der Hütte. Dennoch: Auch die baulichen Reste haben für die Denkmalpflege noch herausragende Bedeutung. Die Glashütte ist ein einmaliges Denkmal für die Frühindustrialisierung in der Eifel, sagt Kreis-Denkmalpfleger Michael Berens. An eine touristische Erschließung denkt die Eigentümerin, die Teile des Schlosses selbst nutzt und vermietet hat, allerdings nicht. Für diesen Zweck sei die Ruine nicht geeignet, da ein Brand im Jahr 1942 die Hütte fast vollständig zerstört habe. Das Herrenhaus, auch Schloss genannt, wurde 1789 errichtet. Die Glashütte war damals schon 15 Jahre lang in Betrieb. 1811 arbeiteten in der Hütte 69 Beschäftigte. Erhalten geblieben ist der Unterbau mit gewölbtem Ringgang und Feuerungsanlage. Die französische Hüttenkonstruktion soll der einzig bekannte Rundbau dieser Art in Deutschland sein. Erhalten geblieben sind auch das Haus des Glasmeisters, das Verwalterhaus und das Gebäude der Glasschleiferei. Zur Anlage gehört das System der Wasserkraftanlage, das aus zwei Teichen und unterirdischen Wasserkanälen besteht. Von dem ehemaligen Mühlenhaus sind nur noch Mauerreste übrig geblieben. 1769 hatte Dominik Laeis mit weiteren Geldgebern die Glashütte. Laeis war Offiziant und Admodiator der Herren von Bourscheid, unter deren Herrschaft Holsthum stand. Fünf Jahre später lief die Glasproduktion an. Die Holsthumer waren über die Entwicklung nicht glücklich. Denn für die Verhüttung wurde viel Holz gebraucht. Der massive Holzeinschlag in den Wäldern machte ihnen Sorgen. Das geht aus den Regesten von Bourscheid hervor, die vom Landesarchiv Rheinland-Pfalz und den Freunden des Bourscheider Schlosses veröffentlicht wurden. So beschwerte sich 1778 der Pfarrer von Schankweiler und Holsthum in einem Brief an die Freifrau von Schmidtburg über das Verhalten der Glashüttenbesitzer. Vier Jahre später suchten die Holsthumer einen Notar auf, der für sie eine entsprechende Bittschrift an die Herrin von Bourscheid richtete. 1851 wurde die Glasproduktion eingestellt.

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Rohstoffgewinnung und -verarbeitung
Zeit:
1769
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.414108
lat: 49.892579
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.intrinet.de/regionales/bitburg-pruem/aktuell/752,151959.html

Datenquelle

Waltraud Ewerhardt in: Trierischer Volksfreund vom: 20.05.03. Intrinet: http://www.intrinet.de/regionales/bitburg-pruem/aktuell/752,151959.html

Bildquellen

1 Bild: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de
2 Bild: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de

Stand

Letzte Bearbeitung: 21.03.2010

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