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Ortsgeschichte Roth an der Our

Roth, Gemeinde Roth an der Our

Beschreibung

Der Ort an der deutsch-luxemburgischen Grenze hat eine lange geschichtliche Tradition. Im Südbereich des als Straßendorf angelegten Ortes endet die Ösling-Formation. Roth dürfte in der karolingischen Rodungsperiode besiedelt worden sein. Größte Bedeutung erlangte die ehemalige Templer- und Johanniterkirche am Grenzfluss Our. Um 1200 entstand an der Stelle eines vorchristlichen Heiligtums eine dreischiffige, flachgedeckte Basilika mit Stützenwechsel nach dem Echternacher System. In diesem Zusammenhang muss die Tempelherrenkommende erwähnt werden. Es bleibt zwar ungeklärt, in welchem Jahr die Kommende gegründet wurde. Fest steht jedoch, dass sie 1312 an den Johanniterorden überging und 1794 nach dem Einmarsch der französischen Revolutionsarmee aufgelöst wurde. Bis zum Wiener Kongress 1815 war Roth eigenständige Pfarrei. Vor 50 Jahren geriet der Ort in die Schlagzeilen. So wie die damalige Trierische Landeszeitung berichtet, ließ eine englisch-französisch-luxemburgische Kommission die bestehenden Grenzen nach Osten verrücken. Damit hatte die Gemeinde Roth - außer einem Feldweg - keine Verkehrsanbindung mehr nach Körperich-Obersgegen. Was sich aber noch viel schlimmer auswirkte, die Bevölkerung hatte den Kammerwald als Brennholzlieferant verloren. Der damaligen Ministerpräsident Altmeier wurde per Telegramm mit den Sorgen der Bevölkerung konfrontiert und versprach einen Waggon Kohlen (je Familie 7 Zentner, für die Schule 56 Zentner!). Der Verfasser dieses Artikels möchte nicht unerwähnt lassen, dass die für Dezember zugesagten Kohlen Anfang März ankamen! In Neuluxemburg gibt es das Gasthaus Reicher. Jeden Sonntag kommen die Luxemburger von Vianden her ins kleine Wirtshaus und die Deutschen aus allen Richtungen - ohne Passschwierigkeiten -. Hier tauschen nicht nur Verwandte und Freunde ihre Begebenheiten aus, sondern das Gasthaus hat den Charakter eines modernen Arbeitsamtes. In erster Linie werben luxemburgische Bauern um Arbeitskräfte, denn die Löhne sind um einiges höher als in der Eifel.

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.224675
lat: 49.923131
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.realschule-neuerburg.de/

Datenquelle

Realschule Neuerburg - Projekt Heimatdörfer der Schüler/innen http://www.realschule-neuerburg.de/ Bearbeitung: Erwin Schneider

Bildquellen

1 Bild: Trierische Landeszeitung vom 28.-29.4.1951
2 Bild: Internet

Stand

Letzte Bearbeitung: 07.10.2003

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