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Burghügel

Oberlauch, Gemeinde Oberlauch

Motte

Hier hat sich ein mittelalterlicher Burghügel erhalten. Die Kuppe des Hügels wurde abgetragen um den umlaufenden Graben aufzufüllen. > Der Vorläufer der Burgen unserer Zeit waren die sogenannten Motten. Vermutlich ist ihre Entstehung auf das 9. und 10. Jahrhundert zurückzuführen. Eine solche Motte bestand aus einem hölzernem Wohn- und Wehrturm, der auf einem meist aufgeschüttetem Hügel stand. Der Turm war von einem hölzernem Palisade umgeben. Am Fuße des Hügels war ein weiterer Bereich, ebenfalls durch einen Palisadenzaun und durch einen Graben geschützt, in welchem Ställe und Wirtschaftsgebäude standen. Von dieser Vorburg konnte man nur über eine Fallbrücke in die Hauptburg, den Turm, gelangen. Schon hier lässt sich die für die abendländischen Burgen typische Zweiteilung in Vor- und Hauptburg erkennen. Auf einer solchen Motte lebte nun ein Lehnsherr oder ein Ritter mit seiner Familie und seinem Gefolge auf engstem Raum zusammen. Wenn ein Feind sich dem Lehen näherte, flüchteten die Bauern der Umgebung mit ihrem Vieh in die Motte ihres Herren, um Schutz zu suchen. Während Notzeiten wie den großen Wikingerstürmen schossen diese Motten wie Pilze aus dem Boden. Selbst später, als es schon Burgen aus Stein gab, wurden sie errichtet. Im 11. Jahrhundert verstärkte man viele Motten, indem man die Holzgebäude teilweise durch Stein ersetzte. Diese Entwicklung ging, durch den Einfluss der morgenländischen Festungen veRuhrsacht, bis in das 11. und 12. Jahrhundert, in welchem man die Befestigungsanlagen nur noch aus Stein errichtete. Von diesem Zeitpunkt an spricht man nicht mehr von Motten. [1]

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Befestigungen / Motten
Zeit:
Circa 500 nach Chr. bis circa 1220
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.42658
lat: 50.16944
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Urpesch

Internet

http://de.wikipedia.org/wiki/Oberlauch

Datenquelle

[1] Janssen, W.: Studien zur Wüstungsfrage im fränkischen Altsiedelland zwischen Rhein, Mosel und Eifelnordrand. 2 Bände. Text u. Katalog, 1975.

Bildquellen

1 Bild: Internet

Stand

Letzte Bearbeitung: 15.03.2017

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