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Sankt Willibrord (2)

Elcherath, Gemeinde Winterspelt
Sankt-Albinus-Straße 20

Katholische Filialkirche

Erbaut 1515 durch die Abtei Prüm. Ausstattung 18. Jahrhundert (Dehio) KATHOLISCHE KAPELLE (s. t. s. Willibrordi Ep.) zu ELCHERATH. Der Ort erscheint als Elchenroide i. J. 1068 zuerst als Besitz des Prümer Liebfrauenstiftes und als Elychenroth bei Caesarius i. J. 1222 . Im Jahr 1270 übertragen die Grafen von Virneburg ihr bisher freies Allodium Elcherode dem Grafen von Luxemburg. Von einem Kapellenbau erfahren wir urkundlich nichts. Der Turm stammt noch von einem älteren Bau, während Schiff und Chor unter Abt Wilhelm von Manderscheid i. J. 1515 erbaut wurden und der Turm etwas erhöht wurde. Einschiffiger Bau in Bruchstein, mit Westturm und einem aus fünf Seiten des Achtecks gebildeten Chor. Der anscheinend unverputzt gebliebene Turm ist dreigeschossig, von außen nicht zugänglich, und reicht nur bis zum Dachfirst des Schiffes. Unterhalb der schmalen rundgeschlossenen Schalluken befinden sich noch vermauerte kleinere mit Ausnahme auf der Südseite. Westlich ist eine kräftige Vorlage in Breite des Turmes vor das Untergeschoß gelegt. Den Abschluß bildet eine eingezogene achtseitige Schieferpyramide. Schiff und Chor sind außen schlicht geputzt. Die Strebepfeiler, mit geschweiften Abdeckplatten von Sandstein versehen, sind beim Schiff in Bruchstein ausgeführt, beim Chorbau in Sandstein. Auf der Südseite fehlt der Strebepfeiler vor dem Triumphbogen, auf der Nordseite keine Fenster. Im 19. Jahrhundert sind die Fenster in neugotischen Formen ersetzt, sowie die kleine Sakristei östlich am Chor und die Eingangshalle auf der Südseite des Schiffes hinzugefügt. Das Kreuzgewölbe des dreiachsigen Schiffes ruht mit seinen spätmittelalterlichen Graten teils auf figürlichen Konsolen, teils auf kapitellosen Dreiviertelsäulchen. Der breite Triumphbogen ist spitzbogig, ebenso die kleine Öffnung der Turm halle, deren Nordseite ganz ohne Fenster geblieben ist. Der Chor ist ebenfalls kreuzgewölbt, mit Halbsäulchen auf hohen Achteckbasen für die ohne Kapitell verlaufenden Grate. Im Schlußstein das Wappen des Prümer Abtes Wilhelm von Manderscheid mit derZah11515. Auf der Nordseite des Chores zwei kleine Ausbauten des 18. Jahrhundert Davon ist der westliche Raum kreuzgewölbt. Der östliche, mit einer Tonne geschlossen, enthält den Beichtstuhl. Reiche Ausstattung in einfacher Arbeit d. 18. Jahrhundert Der Hochaltar von Holz, Anf. D. 18. Jahrhundert: zwischen Säulen auf hohem Unterbau ein rechteckiges Mittelfeld mit einer gemalten Kruzifixesszene; seitlich kräftig ornamentierte Abschlussbretter. Im oberen Nischenaufbau Gottvater segnend. Beichtstuhl v. Anf. D. 18. Jahrhundert in einem besonders dafür geschaffenen Raum auf der Nordseite des Chores mit einer reichen Holzumrahmung des Eingangs. Schräg vorgezogene, mit Fruchtgehängen dekorierte Pilaster, einem flachen Bogen darüber, und Podestverkröpfungen für eine Muschelnische mit der Figur einer Mutter Gottes auf halbrunder Vorkragung. Der Beichtstuhl zeigt dieselben Formen und sparsam verteilte Fruchtgehänge, die Bekrönung mit einem vorgekragten Mittelpodest für die Figur eines heiligen Petrus. Die Reste eines zweiten solchen Beichtstuhls mit Podest für die Figur einesLambertus in der Sakristei. Die Nebenaltäre in späten Rokokoformen d. 18. Jahrhundert sind ähnlich dem linken Seitenaltar zu Bleialf (s. o.). Flache Muschelnischen mit durchbrochenen Pilasterflächen und ebenso behandeltem, flachrunden großen Aufbau. Die Kanzel, sehr reich und leicht gearbeitet, ist wie die Seitenaltäre in Rokokoformen d. 18. Jahrhundert gehalten. Den Fuß bildet eine Phantasiestütze aus Voluten, der sechseckige Stuhl, nach unten verdacht, ist mit ganzfigurigen Evangelistenbildern in Relief bedeckt, auf der Treppenwange der heilige Paulus und der heilige Johannes der Täufer. Die Umrahmung und Betonung der Kanten bildet Rokokowerk, auf dem geraden, seitlich von Rokokowerk begleiteten Wandbrett eine büßende heilige Magdalena, auf dem von Voluten bekrönten niedrigen Schalldeckel die Figur desMichael. Die Kommunionbank von rötlichem Schiefer, mit regelmäßigem Flachornament in späten Barockformen stammt wohl aus der ersten Hälfte d. 18. Jahrhundert (Ernst Wackenroder; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 1928)

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1515
Epoche:
Renaissance

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.184978
lat: 50.224737
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

www.winterspelt.de http://www.winterspelt.de/

Datenquelle

Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. Deutscher Kunstverlag und Ernst Wackenroder; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 1928

Bildquellen

1 Bild: Ernst Wackenroder; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 1928
2 Bild: Ernst Wackenroder; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 1928
3 Bild: Ernst Wackenroder; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 1928
4 Bild: Ernst Wackenroder; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 1928

Stand

Letzte Bearbeitung: 25.01.2010

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