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Schiewisch-Kreuz am Friedhof

Seinsfeld, Gemeinde Seinsfeld

Beschreibung

Längs des Einganges zur Pfarrkirche Seinsfeld steht unmittelbar an der Umfassungsmauer des Friedhofs ein hohes Schaftkreuz. Im Volksmund wird es Schiewisch-Kreuz genannt, das heisst Schäferskreuz. Das Kreuz zeigt unterhalb der Jahreszahl 1724 einen Schäfer mit Hund und Schäferstab. Dies hat wohl auch zum Namen des Kreuzes geführt. Das Kreuz stand früher am Eingang des Zendscheider Weges kurz vor dem Wald. An dieser Stelle soll es gespukt haben. Ein Fuchs, der gegen jede Kugel gefeit war, trieb hier sein Unwesen. Am Abend strich er mit Lärm und Getöse am Waldrand auf und ab, immer in der Nähe des Kreuzes. Einem ankommenden Wanderer wich er nicht aus, sondern bleckte ihm die Zähne und sah ihn mit feurigen Augen an. Wehe dem, der es wagte, nach dem Fuchs zu schlagen; ihm wurden von unsichtbarer Hand Prügel in reichem Maß verabfolgt. Ein Steinborner Bürger, der um 1850 geboren war, erzählte dem Schreiber selbst (Meyer), daß er am zweiten Weihnachtstag von Sankt Thomas kommend, wo er bis 22 Uhr im Theater war, dem Gespenst am Kreuz begegnet sei. Ein unheimlicher Spektakel, so als ob 100 Konservendosen am Waldrand auf und ab geschleppt würden. Man fürchtete sich, an dem Kreuz vorüberzugehen. Um diesem Gerede ein Ende zu bereiten, versetzte der damalige Pastor von Seinsfeld das Kreuz an den Kircheneingang. Nun hörte auch der Spuk auf. (Es erscheint indes schwer vorstellbar, daß einem um 1850 geborenen Steinborner Bürger das Gespenst am Kreuz beim Waldrand begegnet sei, wenn 1852 das Kreuz bereits an die Kirche versetzt wurde.) Die Höhe des Kreuzes beträgt etwa 3 Meter. Der breite, gutgegliederte Schaft trägt die Inschrift DIS KREVZ HAT JOANNES EWEN VON STEINBORN LASSEN ZV EHREN GOTTES AVFRICHTEN VND ZVM TROST DEN ARMEN SELLEN IM FEGFEVER. Ein breites geschwungenes Kapitell ohne Ornamente schließt den Kreuzschaft ab. Darüber das Kreuz mit Maria und Johannes als Beifigur. [1]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1724
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.64386
lat: 50.054806
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Trangelspesch

Internet

http://www.bitburgerland.de/index.php?id=1628

Datenquelle

[1] Karl E. Becker: Das Kyllburger Land. Kyllburg 1977. Hrsg. Verbandsgemeinde Kyllburg.

Bildquellen

1 Bild: Karl E. Becker: Das Kyllburger Land. Kyllburg 1977.
2 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2009
3 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2009
4 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2009
5 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2009

Stand

Letzte Bearbeitung: 05.01.2010

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