Datenbank der Kulturgüter
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Sogenannte Adenauer-Ruine (1)

Duppach, Gemeinde Duppach

Beschreibung

Tief versteckt im Kammerwald zwischen Duppach und Steffeln (Kreis Daun) stehen die immer noch respektablen Reste der Villa, die nie fertiggestellt oder gar bewohnt wurde. Geplant und genehmigt war sie als Jagd- und Gästehaus für den damaligen Kanzler Adenauer. Camp Konrad sozusagen, auf knapp 2000 Quadratmetern Grundstück. Drei Etagen, 600 Quadratmeter Wohnfläche, atombombensicherer Keller, Hubschrauber-Landeplatz auf dem betonierten Flachdach - und als Extra ein traumhafter Panoramablick von der Anhöhe in die Eifeltäler. Im Herbst 1955 ließ der damalige AEG-Vorstand (und Adenauer-Freund) Friedrich Spennrath das Haus nach einem Vorschlag von Adenauer-Tochter Lotte Multhaupt für den Kanzler bauen. Doch dem Alten hatte das teure Geschenk ein allzu starkes Filz-Aroma - er schlug die Freundesgabe aus. Der Bau wurde im Winter 1955/56 gestoppt und geriet in Vergessenheit. Seit einigen Jahren wird die Ruine allerdings wieder von einer wachsenden Zahl neugieriger angesteuert - zu Fuß oder im Pferdesattel. Beinahe allen diesen zeitgeschichtlichen Spurensuchern ist eines gemeinsam: Sie haben Jacques Berndorfs Krimi: Eifel-Jagd (Grafit-Verlag,1998) gelesen. [1]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wohn- und Wirtschaftsgebäude / Bürgerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Zeit:
1955
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.530924
lat: 50.270113
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf Steinheld

Internet

http://www.duppach.de/

Datenquelle

[1] Fritz-Peter Linden in: Trierischer Volksfreund 14./15.2.2004 Wochenendjournal "Camp Konrad im Kammerwald"

Bildquellen

1 Bild: Internet
2 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.
3 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.
4 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.
5 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.

Stand

Letzte Bearbeitung: 20.10.2010

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