Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Unglückskreuz auf der Naumeter Kupp

Tarforst, Gemeinde Trier

Beschreibung

Das Leben im verminten Deutschland nach dem Krieg von Severin Justen Auf der Naumeter Kupp bei Waldrach steht ein Kreuz. Was hat es damit auf sich? Als nach dem Krieg die Straßen und Brücken zerstört waren, wurden diese lange Zeit nicht wieder aufgebaut. Die meisten Häuser waren zerstört und provisorisch wieder aufgebaut, die Nahrung war knapp und schwer zu beschaffen. Daher mussten Menschen, die von Dorf zu Dorf, oder etwa nach Trier wollten, querfeldein, kilometerweit über Berge und Felder oder durch den Wald gehen. So geschah es, dass am 20. März 1950 drei Jungen im Alter von etwa 12-14 Jahren ihr Vieh, welches den Krieg überlebt hatte, beziehungsweise neu hinzugeboren wurde über die Naumeter Kupp führte, um es dort weiden zu lassen. Dort entdeckten sie eine große Menge an Munition und Geschützen aus den Kriegsjahren. Natürlich wurden die Jungs sehr neugierig, und sahen sich dies einmal genauer an. Doch beim Spielen mit den Waffen entzündete sich etwas und mit all den Munitionsrückständen sprengte sich das Gelände durch den Ablauf einer Kettenreaktion fast völlig in die Luft. Alle drei Kinder kamen bei diesem Unglück ums Leben. Dort wo sich all das abspielte, erinnert nun ein Kreuz als Mahnmal an den Krieg und das schreckliche Unglück. Nach dem Krieg, in der Besatzungszeit, war die Erde übersät mit nicht explodierten Minen und Granaten und hinterlassenen, scharfen Waffen. Außer in Ortschaften wurde sonst fast nirgendwo richtig geräumt. Deshalb war dies keineswegs ein Einzelfall, sondern eher ein Vorfall, der trauriger Weise schon beinahe zum alltäglichen Geschehen gehörte. Tausende Menschen wurden noch nach dem Krieg Opfer von Unmengen an Minen und Blindgängern. Unzählige Kinder fanden durch das Spielen mit Granaten und Handfeuerwaffen im Gelände den Tod, denn oft hantierten sie damit herum, ohne zu ahnen, was für ein Schicksal sie meist erwartete.

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1950
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.738717
lat: 49.739081
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: In der Ruwer

Internet

http://www.mpg-trier.de/mpg.htm

Datenquelle

Die Not ist groß - Das Leben im verminten Deutschland nach dem Krieg von Severin Justen in: Nachkriegszeit im Trierer Land. Ein Unterichtsprojekt der Klasse 10d am Max-Planck-Gymnasium Trier 2001/2002

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 18.06.2010

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