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Eisenerzabbau Auf Eisenkrepp

Badem, Gemeinde Badem

Beschreibung

Auf der Nordostseite von Badern beginnt eine Talsenke, Hundwiese genannt. Sie verläuft in südlicher Richtung auf Pickließem. Zwischen ihr und dem Wiesengrund Langwies erstreckt sich von Badern nach Pickließem eine ebene Ackerflur. In dieser führt ein Distrikt den Namen Eisenkrepp (Eisengrab). Der Chronist führt die Bezeichnung zurück auf das Graben des hier vorhandenen Eisensteines. Noch bis etwa um die Jahre 1845 sei hier, mit einigen Unterbrechungen, Eisenerz gegraben worden. Im sogenannten Katzenzoll beim Lindenborn habe man das Erz ausgeschlemmt und dann zu den Schmelzwerken und Hütten in Malberg, Merkeshausen, Eisenschmitt, Eichelhütte und Quint gefahren. Um 1887 ist das Hüttenwerk Quint noch im Besitz der gesetzlichen Schürfgenehmigung zur Ausbeute der Gemarkungen in und um Badern. Der geringe Erzanteil, aber auch die Verbesserung der Verkehrsverbindungen durch die neugebaute Eisenbahn um 1870 ließen die Erzgrabungen unwirtschaftlich werden: Sie wurden eingestellt. Aus den gleichen Gründen wurden eine Anzahl der genannten Hüttenwerke im Laufe der Jahre verkleinert, umgestellt oder aufgegeben. Ungefähr 400 m nördlich der Ortslage hat ein Distrikt den Namen Nanzem. Es soll die Stelle sein, an der in der fränkischen Landnahme das Dorf Nanzenheim auf den Trümmern römischer Gebäude errichtet wurde. In der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts sei es während der Normannenzüge zerstört worden. Sein Name indes habe sich für die Gemarkung erhalten. Der Chronist nimmt an, daß Badem aus dem genannten Nanzenheim entstanden und den Namen Badenheym angenommen habe, der jetzt Badem laute, analog Nanzem aus Nanzenheim. [1]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Rohstoffgewinnung und -verarbeitung
Zeit:
Bis um 1845
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.622469
lat: 50.00029
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf Eisenkrepp

Internet

http://www.badem.de/

Datenquelle

[1] Karl E. Becker: Das Kyllburger Land. Kyllburg 1977. Hrsg. Verbandsgemeinde Kyllburg.

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 28.12.2004

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