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Sogenanntes Heltenkreuz

Steinborn, Gemeinde Steinborn

Beschreibung

[...] Auch kann man nicht das älteste Nischenkreuz des des Kreises Wittlich, das sogenannte Heltenkreuz" (um 1400), das bei Steinborn weithin sichtbar eine Höhe behauptet, von römischen Vorgängern ableiten, obwohl an dieser Stelle einst eine römische Signalstation dem Verkehr gedient haben könnte. [Georg Jakob Meyer und Klaus Freckmann: Wegekreuze und Bildstöcke in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück. Rheinisch -westfälische Zeitschrift für Volkskunde. 1977, 1979/80 und 1981/82.] [...] von denen das auf der Held wegen seiner ungewöhnlichen Form und des weit sichtbaren Standortes zu manch seltsamer Deutung Anlaß gegeben hat. [...] Westlich des Ortes Auf der Held": Schlankes Nischenkreuz auf hohem, nur grob bearbeitetem Fundamentstein. Der Nischenkopf sitzt ohne Übergang auf dem achteckigen Schaft; die Nischenöffnung mit kleinem Abschlußkreuz schaut nach Osten, die drei anderen Seiten sind in gleicher Weise als Vollnischen gestaltet. Das ungewöhnliche Kreuz, das wie die Markuskapelle am alten, heute nur noch teilweise vorhandenen Lehmweg" steht, entstand vielleicht noch im 15. Jahrhundert. [Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm, 9.1 Verbandsgemeinden Kyllburg und Speicher. Wernersche Verlagsgesellschaft] Das Kreuz bei Steinborn auf der Helt An exponierter Stelle, an der Meyer einen alten Römerweg vermutet, steht auf dem höchsten Punkt der näheren und weiteren Umgebung ein beherrschendes, sehr altes Nischenkreuz. Von seinem Standort sieht man nach Südosten weit ins Tal eine Vielzahl Dörfer, Felder und Wälder vor sich ausgebreitet. Bis hin zur Klausener Kirche (22 Kilometer) reicht unser Blick, und weiter rechts kann man am Horizont noch die Hunsrückstraße bei Morbach erkennen. Daß ein solch wichtiger Punkt schon in früherer Zeit für besondere Zwecke ausgewählt wurde, wundert nicht. In der Römerzeit wurden Meldungen über Signalstationen weitergegeben. Eine solche Signalstation, die durch Feuerzeichen bis hin zur Römerstraße bei Burbach Nachrichten geben konnte, mag hier gewesen sein. Wir pflichten dem Urteil eines Trierer Professors bei, der in dem leerstehenden hohen Nischenkreuz eine Höhenleuchte erkennen wollte, ein Lichtpunkt, der für die ganze Gegend ein Richtungspunkt sein sollte. Wenn nachweisbar schon die Römer an dieser Stelle einen Weg vorbeiführten, der von Wilsecker immer über die Kyllhöhe führend nach Densborn zeigte, dann erscheint die Annahme einer solchen Station an dieser Stelle durchaus möglich. Diese Straße hatte im ausgehenden Mittelalter noch eine große Bedeutung und führte damals den Namen Hohe Straße" nach dem Grenzweistum Steinborn um 1500. Eine weitere Merkwürdigkeit weist dieses Kreuz auf: Es steht auf einem etwa 80 Zentimeter aus der Erde ragenden unbehauenen oder nur grob behauenen Sandsteinblock. (Meyer, a. a. O.). Nach Meyer ist es das einzige Kreuz im Regierungsbezirk Trier, das einen solch sonderbaren Sockelstein aufweist. Die Höhe des Nischenkreuzes beträgt 2,60 Meter. Der Volksmund nennt es Heltenkreuz, nach dem Namen des Distriktes Helt. Es steht an der Kreuzung des Fußpfades Steinborn - Sankt Thomas mit dem alten Lehmweg Römerstraße. Über der Nische, die auf hartkantigem Schaft steht, ist ein Kreuz ausgehauen, das übrigens auch an den übrigen anderen drei Seiten über der Giebelspitze der Blendnische ausgehauen ist. [Karl E. Becker: Das Kyllburger Land. Kyllburg 1977. Hrsg. Verbandsgemeinde Kyllburg]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
Um 1400
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.622525
lat: 50.066786
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf der Held

Internet

http://www.ortsgemeinde-steinborn.de/

Datenquelle

Georg Jakob Meyer und Klaus Freckmann: Wegekreuze und Bildstöcke in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück. Karl E. Becker: Das Kyllburger Land. Kyllburg 1977. Denkmaltopographie.

Bildquellen

1 Bild: Karl E. Becker: Das Kyllburger Land. Kyllburg 1977
2 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2006

Stand

Letzte Bearbeitung: 06.10.2006

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