Datenbank der Kulturgüter
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Sogenannter Götzenpfad

Wintrich, Gemeinde Wintrich

Beschreibung

Einen wirklich unbekannten kleinen, fast winzigen, aber sehr markanten Menhir findet man mitten im Moselort Wintrich. Man biegt von der Moselweinstraße in die Bergstraße ein und folgt dieser bis zu einem Brunnen. Rechts zweigt die Weingartenstraße ab. Genau an dieser Abzweigung ragt der unscheinbare Menhir neben dem Pfahl eines Straßenschildes mitten aus dem Asphalt wie ein kleiner Finger in die Höhe. Es ist ein leicht gefurchter weißer Quarzit, etwa 70 Zentimeter hoch aus dem Boden ragend, 25 Zentimeter breit und 15 Zentimeter tief. Die Spitze ist leicht gerundet, offenbar von Menschenhand geglättet. Die markante Furchung an der einen Seite des Steines erinnert an die Furchung im oberen Teil des Gollensteines. Wahrscheinlich dürfte der Stein noch über einen Meter tief im Boden stecken, denn laut Aussage der Bevölkerung steht er schon ewig dort. Wäre der Menhir nicht felsenfest im Boden verankert, wäre er sicherlich schon dem modernen Straßenverkehr zum Opfer gefallen. Früher war die Umgebung des Steines ein beliebter Spielplatz für die Kinder des Ortes. Manchmal wurden auf dem Stein auch Sensen gedengelt. Ein Wintricher Bürger erzählte mir vom Interesse eines Koblenzer Professors an dem keltischen Menhir. Dieser hat vor einigen Jahren den Stein vermessen und dokumentiert. Leider ist das Wissen um dieses megalithische Denkmal sehr spärlich. Dass es sich hier um einen uralten, nicht keltischen, sondern megalithischen Menhir handeln dürfte, dafür spricht außer dem äußeren Erscheinungsbild auch noch die Tatsache, dass der Stein an einer sehr alten Wegeverbindung von der Mosel in den Hunsrück steht. Unmittelbar hinter dem Menhir zweigt ein schmaler Weg ab, der heute noch als Götzenpfad bezeichnet wird und wohl als Zugang zu einer heidnischen Kultstätte zu betrachten ist. Der Weg dürfte viel älter sein als die umliegenden Straßen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Hinkelstein noch lange hier in Wintrich stehen bleibt und sich die Bewohner seiner Bedeutung bewusst sind.

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Straßenverkehr
Zeit:
Bis circa 500 vor Chr.
Epoche:
Vor- / Frühgeschichte

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.954367
lat: 49.881315
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf dem Götzenpfad

Internet

http://www.wintrich-mosel.de/

Datenquelle

Marlene Bollig, Trittenheim, 2005. www.trittenheim.de/marlenebollig

Bildquellen

1 Bild: © Marlene Bollig, Trittenheim, 2005. www.trittenheim.de/marlenebollig

Stand

Letzte Bearbeitung: 13.08.2007

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