Datenbank der Kulturgüter
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Liebfrauenkirche

Mitte-Gartenfeld, Gemeinde Trier
Liebfrauenstraße 1

Katholische Pfarrkirche Liebfrauen

War bereits einige Jahre im Bau, als unter Erzbischof Theoderich von Wied die finanziellen Mittel ausgingen. Daraufhin führte der Erzbischof Konrad von Hochstaden im Jahre 1243 in seiner Diözese Köln eine Kollekte durch, die den Fortgang des Trierer Baus ermöglichte. Eine Besonderheit ist der kreuzförmige Grundriß. In den Kreuzarmen befinden sich Kapellen, die ein Zusammenschluss von Apsidiolen sind, in deren Mitte sich ein Vierungsturm erhebt. Eine eigentliche Fassade gibt es nicht; am Westportal hat man eine Art Fassade errichtet. Im Tympanon sieht man den Beginn der Heilsgeschichte, im Giebel die Vollendung durch den Kreuzestod. Das Bogenfeld und die Fenster zeigen die Vorgeschichte mit Abraham und Noe, die Voraussagungen der Propheten und die Verkündigung an Maria. Die Figuren des Westportals sind jedoch nur Kopien, die Originale befinden sich im Bischöflichen Museum. Der Eingang zur Kirche ist heute das Nordportal, das sog. Paradies. Die Portalwände zeigen symbolhafte Pflanzen. Im Inneren der Kirche beeindruckt zunächst die Schlankheit der Säulen. Das alte Inventar ist fast vollständig zerstört worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde als Ausstattungsstück eine Altarinsel von Rudolf Schwarz eingerichtet. >> Erst wenige Jahrzehnte zuvor und nur rund vierhundert Kilometer von Trier entfernt war die Gotik erfunden worden, da kamen 1235 auch schon Baumeister aus Frankreich nach Trier geeilt und errichteten in nur dreißig Jahren einen der frühesten, rein gotischen Kirchenbauten Deutschlands. Doch einen Kompromiss gingen die französischen Meister in Trier ein: sie schufen einen Zentralbau auf dem Grundriß der Rosa mystica (als Rose bezeichnete man die Jungfrau Maria), für den es in der französischen Gotik damals kein Vorbild gab. Geschickt hatten sich die Trierer Bischöfe somit eine Kirche erbauen lassen, die es in dieser Form nur ganz selten zu sehen gibt. (entnommen aus Krams Trier für Anfänger und Fortgeschrittene, überarbeitet für Internet von Hans Blofeld) 1235 - 1260 Der frühgotische Kirchenbau steht an der Stelle des Südbaus der von Kaiser Konstantin errichteten Doppelbasilika. Ein nach der Zerstörung von 882 erbauter einschiffiger Ersatzbau (circa 950) besaß einen Quergang zum Dom. Bei der Vollendung der Domgewölbe lag bereits ein Plan zum gotischen Neubau der Nachbarkirche vor. Zusammen mit der Marburger Elisabethkirche ist die Liebfrauenkirche somit der früheste gotische Kirchenbau in Deutschland. Drei Kreuzarme des Zentralbaus sind knapp 14 Meter lang, der vierte ist etwas länger. In ihren Winkeln befinden sich je zwei Seitenkapellen. Der Bau wird gedeutet als mystische Rose, Sinnbild der Gottesmutter. Sein Stil bildete ein schlanker gotischer Spitzhelm über der Vierung, der bis zu seiner Zerstörung durch Blitzschlag 1631 das Stadtbild beherrschte. Der Kreuzgang stammt aus dem Jahre 1250. Wiederaufbau der Liebfrauenkirche: Die Liebfrauenkirche (1235-1253) ist neben Sankt Elisabeth in Marburg der früheste gotische Kirchenbau in Deutschland und überdies der bedeutendste Zentralbau jener Zeit. 1944/45 teilzerstört, wurde sie von 1946-50 durch eine eigens dafür eingerichtete Bauhütte unter Architekt M. Hemgesberg wiederhergestellt. Da die Innenausstattung des 19. Jahrhunderts vernichtet worden war, schrieb man einen Wettbewerb aus. Dem Vorschlag von R. Schwarz war es am besten gelungen, einen Raum auszustatten, der sowohl Elemente des Zentralraums wie auch die eines längsgerichteten Raumes aufweist. Die Einbauten fügen sich so in den Grundriß ein, dass sie allen damals gestellten Anforderungen gleichermaßen gerecht wurden und das zunächst Unüberschaubare des komplizierten Raumgefüges überzeugend lösen. URL: http://wwwrchINFORM.de/projekte/6277tm

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Hemgesberg, M. (Wiederaufbau). Schwarz, Rudolf (Umgestaltung des Innenraums 1953)
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
Circa 1100 bis circa 1500
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.643103
lat: 49.755827
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.archINFORM.de/projekte/6277.htm

Datenquelle

Internet

Bildquellen

1 Bild: Sammlung Eduard Pesé. http://e-pese.de/
2 Bild: Sammlung Eduard Pesé. http://e-pese.de/
3 Bild: Internet
4 Bild: © Robert F. Tobler. 2000 http://ray.cg.tuwien.ac.at/rft/Photography/
5 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2000
6 Bild: © Robert F. Tobler. 2000 http://ray.cg.tuwien.ac.at/rft/Photography/

Stand

Letzte Bearbeitung: 21.01.2010

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