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Mürlenbach Bertrada-Burg Historische Aufnahmen | |
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English Translation Automatic translation by translate.google.com Click here. Traduction francaise Traduction automatique de translate.google.com Cliquez ici. Als Ansichtskarte versenden: Hier können Sie die Bilder dieses Kulturobjekts an Freunde und Bekannte als elektronische Ansichtskarte versenden. Beschreibung Möglicherweise Geburtsort Kaiser Karls des Großen (2. April 742). Geschichtl. belegt seit 1331 als Gründung der Abtei Prüm. Ursprünglich sechseckiger mit Halbtürmen bewehrter Bering. 1804 wurde die Burg von den Franzosen verkauft. > Das Kloster Prüm, im Jahre 721 erstmals gegründet und 1804 von der französischen Besatzungsmacht säkularisiert und versteigert, hatte über 1000 Jahre Bestand. In einer im Jahre 721 ausgestellten Stiftungsurkunde bezeichnet sich Bertrada (oder Bertha, die Ältere) mit ihrem Sohn Charibert als Gründerin. Sie soll als Witwe und gottgeweihte Frau zu dieser Zeit auf einem Hofgut in Mürlenbach (Morlebach) gewohnt haben. Der Abt Willibrord von Echternach hat Bertha der Älteren, so ist es überliefert, bei dieser ersten Klostergründung mit Echternacher Mönchen zur Seite geständen. 30 Jahre später, im Jahre 751, gründeten der gerade zum Frankenkönig avancierte Pippin mit seiner Frau, der gleichnamigen Enkelin der Stifterin Bertrada, die Abtei neu und statteten sie als königliches Eigenkloster wiederholt mit großen Schenkungen aus. Auch der spätere Karl der Große wird in diesen Urkunden bereits als designierter Nachfolger Pippin des Kleinen genannt. Bei der offenbaren "Verwicklung" der Gründungsgeschichte des Klosters und Mürlenbachs mit dem Beginn der Geschichte des großen Karolingers verwundert es nicht, dass die Überlieferung das Eifeldorf Mürlenbach als den - offiziell unbekannten - Geburtsort Karls des Großen nennt. Karls des Großen verschwiegene Wiege Geologische Geheimnisse in der Eifel / Von Ingeborg Meyer-Sickendiek F.A.Z. Reiseblatt Donnerstag, 18.03.1993 Für Rheinländer, die nicht auf andauernden Frohsinn aus sind, ist die nahe Eifel eine Art von stiller Klausur, für Hobby-Geologen eine Quelle erdgeschichtlicher Geheimnisse. Zusätzliche Überraschung bereitet das lebendige Mittelalter in der von Rhein, Maas und Mosel in weitem Bogen umflossenen Vulkanlandschaft. Überall auf den Kuppen des Mittelgebirges recken sich Zinnen von Burgen oder Ruinen. Demnächst wollen sie sich mit anderen, auf das erste Jahrtausend zurückgehenden Bauwerken zu einer von der Eifel durch die Ardennen in Belgien, durch Frankreich und Luxemburg geführten "Route Gottfried von Bouillon" zusammenschließen. Dazu gehören 61 Burgen, Schlösser, Paläste, Stadthäuser, Abteien, Klöster und Mühlen. Gedacht ist dabei vor allem an eine grenzenlose europäische Gemeinsamkeit, wie sie sich in der Kreuzritterfahne symbolisiert. Ein Protokollant für die Eifel und ihre frühchristlichen Stiftungen ist das nahe Kloster Prüm, eine Benediktinergründung aus dem Jahre 721. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wieder aufgebaut, war es einmal eine Pflegestätte deutscher Geschichtsschreibung und so überragend in seiner geistlichen Stellung, dass es sich Kaiser Lothar I., Sohn Ludwigs des Frommen und Enkel Karls des Großen, als Begräbnisstätte anbot. Sobald man hinter Leverkusen auf die Autobahn Euskirchen-Trier abzweigt, blendet sich die geschäftige Welt mit ihren nervösen Nebengeräuschen aus. Je näher man auf Nebenstrecken seinem Ziel, dem Luftkurort Gerolstein, kommt, desto stiller wird es in den Tälern der Hocheifel. Ernst und gesammelt wölben sich die bewaldeten Hänge der Munterley mit ihren schornsteinartigen Dolomitfelsen in das schon dämmrige Tal der Kyll. Auch wer nicht mit einem Hämmerchen in der Kalkmulde von Gerolstein nach Fossilien fahndet, spürt etwas von den vulkanischen Vorgängen, die, obwohl an der Oberfläche um rund 8000 vor Chr. zu ihrer heutigen Form erstarrt, in der Tiefe immer noch weiterwirken, indem sie kohlesäurehaltige Quellen emporschießen lassen oder, mit Schwefel versetzt wie in Wallenborn, im periodischen Abstand von 25 Minuten mit blubbernden Blasen den Brunnenrand übersteigen. Diese regelmäßigen Ausstöße erinnern daran, dass 1938 die dem Boden entwichenen Kohledioxydgase mit 200 Tonnen jährlich berechnet wurden, genug, um Vögel zu betäuben oder zu töten, die ihnen zu nahe kommen. Das Gegenteil bewirken die natürlichen Mineralwässer aus sechs industriell genutzten Quellen, die, mit Kohlensäure versetzt, als Gerolsteiner Sprudel in die ganze Welt versandt werden. Freilich begegnen wir diesen Naturphänomenen aus Maaren, Trockenkratern und aufgebrochenen Korallenstöcken mit merkwürdigen Versteinerungen anders als die Mammutjäger der Steinzeit, die sich ihnen gleichsam auf Zehenspitzen und mit angehaltenem Atem näherten. Ein in der ältesten Mineralquelle gefundenes Steinbeil beweist, dass sie damit den göttlichen Naturkräften demütig ihre Abhängigkeit eingestanden. Zu römischer Zeit warf man Münzen in den Brunnen, die ganze Generationen von Engländern noch im vorigen Jahrhundert in Schatzgräberfieber versetzten, und schmückte die keltoromanischen Quellheiligtümer mit Votivtafeln aus Dank für wiedererlangte Gesundheit. Aufgeklärte Zeitgenossen mit geophysikalischen Grundkenntnissen betreten weitaus nüchterner diese paläontologische Wunderwelt, womit zumeist schon der erste Schritt zur Respektlosigkeit getan ist. Dass für die Beziehung der Menschen zur Natur neue Maßstäbe gefunden werden müssen, davon ließ sich der Eifelverein zusammen mit anderen Naturschutz- und Umweltorganisationen bei der Einrichtung eines Geo-Parks in der Verbandsgemeinde Gerolstein leiten. Sie hoffen, damit den unkontrollierten touristischen Andrang zügeln und bei den Wanderern jene Ehrfurcht wecken zu können, mit der einst Heimatkundler und Pädagogen die erste geologische Sammlung aufgebaut haben. Aus ihr ist inzwischen ein Naturkundemuseum geworden. Wer nach einer solchen Exkursion den gastronomischen Süden ansteuert und dabei unter den "frutti di mare" seines Spaghettigerichtes einen Tintenfisch ausfindig macht, dem fällt es leicht, ihn als einen Kopffüßler aus der Kreidezeit zu identifizieren. Die Römer stellten bei solchen mediterranen Delikatessen, die ihnen über Marseille geliefert wurden, keine stratigraphischen Betrachtungen an. Vielmehr genossen sie in den Villen ihrer über die Eifel verstreuten Landgüter alle Annehmlichkeiten des Klimas und der mit Gesundheitswasser für Bade- und Trinkkuren gesegneten Natur. Außerdem besaßen sie, wie in der "Villa Sarabodis" in Gerolstein, Fußbodenheizung, Bäder, Glasfenster und Luxusinventar. Nach den Brandspuren zu schließen, wurde sie überstürzt, vielleicht nach einem Feuerüberfall, um 350 nach Chr. verlassen und mitsamt Grundstück von Franken in Besitz genommen. Ob die 26 dort gefundenen Skelette fränkischer Krieger mit dem Untergang der "Villa Sarabodis" in Zusammenhang stehen, ist ungeklärt. Möglicherweise fielen sie bei der Verteidigung des Besitzes den mit ihnen um das römische Erbe streitenden Alemannen in die Hände, die ihnen einen grausamen Tod bereiteten. In dem neben den Ruinen entstandenen Museum ist das zwei Meter lange Knochengerüst eines hier ums Leben gekommenen Soldaten ausgestellt. Es liegt nahe, vom Riesenwuchs dieser fränkischen Recken auf die Durchhaltekraft ihres Stammes zu schließen, die, später mit christlicher Gesittung angereichert, ihre überlegene Stellung bei den in Bewegung geratenen germanischen Völkerschaften begünstigte. So verwundert es kaum, aus dem historischen Dunkel über der zerstörten römischen Villa nach 400 Jahren die fromme Witwe eines fränkischen Edlen, Bertrada die Ältere, mit ihrem Sohn Charibert als Vorbesitzer der umliegenden Ländereien auftauchen zu sehen. In der Stiftungsurkunde aus dem Jahre 721 werden beide als Gründer des Benediktinerklosters von Prüm bezeichnet. Ob die Mutter des inzwischen zum Grafen von Laon berufenen Charibert, der eine Tochter ihres Namens hatte, die Begegnung ihrer Enkelin Bertrada mit dem Hausmeier Pippin gezielt herbeigeführt hat oder ob ihm diese bei einem Erkundungsritt durch die seiner Verwaltungshoheit unterstellten neustrischen Territorien ahnungslos über den Weg gelaufen ist, muss offen bleiben. Im Jahre 742 ging aus dieser zunächst von der Kirche nicht abgesegneten Verbindung Karl, der spätere Große, hervor. Alle karolingischen Annalen, einschließlich der "Vita Caroli Magni" seines Biographen Einhard, verschweigen den Ort der Geburt ebenso wie das spätere Jahr der Eheschließung, das zwischen 744 und 749 angenommen wird. Für dieder kleinen Gemeinde Mürlenbach am Mittellauf der Kyll, wo Bertrada die Ältere ein Hofgut besaß, kann die Wiege Karls nur hier gestanden haben. Es war zweifach abgeschirmt gegen unerwünschte Anteilnahme: durch die über einem römischen Kastell entstandene Grenzfestung ebenso wie durch die natürlichen Baumpalisaden der Kyllburger Waldeifel. Nicht weniger zwingend ist die Vorstellung, dass sich Bertradas ehrgeizige Großmutter, obwohl bereits auf dem Wege zur potentiellen Ahnfrau des ersten römisch-deutschen Kaisers, vorrangig an einer standesgemäßen Eheschließung ihrer Enkelin mit dem Kindsvater Pippin interessiert zeigte. Sie hatte wohl erkannt, dass seine Karriere vom Hausmeier zum fränkischen König, zumal mit päpstlicher Billigung, kaum noch aufzuhalten war. Mit der Instandsetzung der Bertradaburg in Mürlenbach, jener von der Fürstabtei Prüm im 13. Jahrhundert zur Landesfestung erweiterten Wohn- und Wehranlage, die jüngst mit Bundesmitteln, mehr aber noch mit privater Initiative möglich wurde, gewinnt Rheinland-Pfalz sich und dem kleinen weltabgeschiedenen Dorf ein historisches Denkmal zurück. Seine Einwohner haben ohne offizielle Beteiligung im letzten Sommer den 1250. Geburtstag Karls, der in ihrem ehemaligen Burgflecken unter Verschluss gehalten wurde, mit einem Burgfest begangen. Es wurde eingerahmt von Darbietungen des Bertrada-Musikvereins und der Aufführung eines nach einem franco-italienischen Versepos "Berta da li pe grandi" einstudierten Theaterstücks. Die leicht verfremdete Geschichte der Pippin-Bertrada-Romanze ist nur eine der zahlreichen Versionen aus dem mittelalterlichen Sagenkreis. Ob sich allerdings ihre großen Füße auf ihr Erbe bezogen oder auf das wahre Ausmaß ihrer Extremitäten, könnte Bertrada nur selbst beantworten. Bevor die Vergangenheit unter den Trümmern des letzten Weltkrieges für viele Jahre ruhmlos begraben lag, hatte es Anfang dieses Jahrhunderts im Zeichen einer stürmischen Rückbesinnung auf die eigene Geschichte einen Versuch der Wiederbelebung gegeben. Als einhundertste und letzte Jubiläumskirche errichtete der Berliner Kirchenbauverein auf dem Grundstück des inzwischen an das Kaiserhaus Hohenzollern übergegangenen fränkischen Krongutes der Villa Sarabodis einen protestantischen Prachtbau, die heute noch bewunderte Erlöserkirche. Über und über mit Goldmosaiken im ravennatischen Stil geschmückt, lässt sie Kaiser Karl in mystischer Einheit mit Christus und seinen himmlischen Heerscharen aus einem Kuppelmosaik hervortreten. In einer weniger entrückten Weise ist er bei den Nachfahren der von ihm zwangsdeportierten und auf dem Kamm der Hocheifel angesiedelten Sachsen, seiner ewigen Widersacher, gegenwärtig. Zur Einweihung der neoromanischen Erlöserkirche am 15. Oktober 1913 erschien Kaiser Wilhelm II. mit großem Gefolge, nicht ahnend, dass gut ein Vierteljahrhundert später die malerische Brunnenstadt zerbombt, die Kirche schwer beschädigt und vor Ausbruch der Ardennen-Offensive Ende 1944 die waldreiche Eifel zu einem Waffenarsenal erstarrt sein würde. Davon unberührt geblieben ist der Charakter der Eifellandschaft, die sich in vielen Umwälzungen der Erdschichten über Jahrmillionen herausgebildet hat. In jeder frisch aufgepflügten Ackerfurche setzen sich Lava, Buntsandstein und Dolomit zu einem zeitlosen Farbakkord zusammen, an dem sich die Augen bis heute nicht satt sehen können. Lage des Kulturobjekts (Gauss-Krüger-Koordinaten) R_gk: 2542820 H_gk: 5557187 Koordinaten beziehen sich auf die exakte Lage des Objekts Karte mit Detailinformationen Detailkarte Quelle Kremb/Lautzas: Landesgeschichtlicher Exkursionsführer Rheinland-Pfalz, Bd.2, 1991; Verlag Arbogast, 6756 Otterbach Bild-Quelle Bildarchiv zur Kunst und Architektur http://www.fotomr.uni-marburg.de/ / Bildarchiv zur Kunst und Architektur http://www.fotomr.uni-marburg.de/ Internet http://www.bertradaburg.de/ Sehenswürdigkeiten im Umkreis von: 2 km 5 km 10 km 15 km 20 km Suche nach verwandten Sehenswürdigkeiten: Alle Sehenswürdigkeiten der Kategorie Bau- und Kunstdenkmale/Wehrbauten, Befestigungen und militärische Anlagen/Burgen Alle Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde Mürlenbach Alle Sehenswürdigkeiten der Epoche Frühmittelalter / Romanik Die Datenbank zum Mitmachen: Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. 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