Vorführung |
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An einigen Sonntagen wird im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz ab 11 Uhr die Arbeit des Drechslers vorgeführt. Schon im Altertum war das Drechslerhandwerk bekannt. Im Mittelalter beschränkte sich das Handwerk im wesentlichen auf die Städte, im 17. Und 18. Jahrhundert breitete es sich auch auf dem Land aus. Vielfach fertigte der Drechsler das einfache Mobiliar, aber auch Gegenstände des häuslichen Bedarfs wurden hergestellt. Die Vielseitigkeit der Drechsler zeigte sich an der Vielfalt ihrer Produkte. Hierzu gehörten unter anderem Teller, Becher, Schüsseln, Gewürzbüchsen, Leuchter, Spinnräder, Knöpfe, Kleiderhaken, Faßhähne, Röhren, Handtuchhölzer, Stiele für Handwerksgeräte sowie weitere Utensilien für andere Handwerke und den bäuerlichen Arbeitsbereich. Bevorzugte Materialien und Holzarten waren Birke, Linde, Pflaume, Apfel, Nußbaum, Tanne, Kiefer, Buchsbaum und Eiche. Im 20. Jahrhundert ging die Zahl der handwerklichen Drechslereien stetig zurück. Heute ist die traditionelle "Handdrechslerei" weitgehend verschwunden. Im Freilichtmuseum kann das Drechslerhandwerk an einer vorindustriellen hölzernen Drechselbank mit Fußantrieb verfolgt werden. Die Sammlung des Museums dokumentiert in der Handwerkerausstellung außerdem die Entwicklung der Drechselbank bis hin zur metallverarbeitenden Drehbank. |
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Last update 22.11.1998- Helge Rieder