Vorführung |
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An mehreren Sonntag im Jahr wird die Arbeit des Schmieds vorgeführt. Das Schmiedehandwerk gehört zu den ältesten ländlichen Handwerken in unserer Region. Seine frühere Bedeutung zeigt sich, wenn man sich vor Augen führt, daß es vor 170 Jahren allein im Regierungsbezirk Trier 1005 Grob- und Hufschmiedegab. Meist denkt man beim Schmied an den Hufbeschlag der Pferde. Bis in die 60er Jahre hinein wurden die Felder vieler Bauern jedoch auch mit Hilfe von Ochsen oder Kühen bestellt. Auch diese "Fahrkühe" mußten beschlagen werden, damit ihre Klauen bei der schweren Arbeit und auf dem Weg über die gepflasterten Dorfstraßen nicht litten. Der Schmied hatte sich allerdings nicht nur um die Hufe und Klauen der Tiere zu kümmern: Wagenreifen, Achsen und Türbänder stellte er ebenso her wie Ketten, Pflüge, Sterzeisen, Sicheln, Spaten, Handbeile, Hacken und Mistgabeln. Im Grunde war der Dorfschmied zuständig für alles, was die bäuerliche Bevölkerung nicht selbst bewerkstelligen konnte. Bis vor etwa hundert Jahren ersetzte der Schmied bisweilen auch den Tierarzt: Da auf dem Land meist keine ausgebildeten Veterinäre zur Verfügung standen, wurde bei Gelenk- und Muskelverletzungen der Pferde der Schmied gerufen. Die alten Dorfschmieden sind verschwunden. Die wirtschafliche Entwicklung hat den Dorfschmied, wie viele andere ländliche Handwerker auch, in Vergessenheit geraten lassen. Anstelle des Schmieds gibt es jetzt Schlosser, Auto- und Landmaschinenmechaniker. Im Freilichtmuseum Roscheider Hof steht die Dorfschmiede aus Irmenach vom Jahre 1802. Hier wird das alte dörfliche Handwerk wieder zum Leben erweckt.
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Last update 22.11.1998 - Helge Rieder