Vorführung |
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An einigen Sonntagen kann man im Freilichtmuseum Roscheider einem Schumacher
bei seiner Arbeit zuzuschauen.
Daß Schuhe von Hand gefertigt werden, gehört - abgesehen von orthopädischem Schuhwerk - heute längst der Vergangenheit an. Die Schumacher waren noch im Spätmittelalter auch für die Lederherstellung zuständig. Erst im 15. Jahrhundert wurden sie auf die Herstellung für den Eigenbedarf eingeschränkt. Gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts zogen noch viele Schuhmacher über Land und übten ihr Handwerk vor Ort bei den Kunden aus. Nach der Jahrhundertwende wurden dann auch auf den Dörfern immer mehr Schumacherwerkstätten eingerichtet. Die Schuhe wurden individuell angemessen und komplett in Handarbeit hergestellt. Da wundert es nicht, daß ein solches Paar länger halten mußte, als heutzutage. Aus diesem Grunde wurden die Sohlen genagelt, was eine schnelle Abnutzung verhinderte, was aber auch dazu führte, daß mit solchen Schuhen kein Schritt zu überhören war. Die industrielle Entwicklung hat dem Schuhmacherhandwerk im alten Sinne nach dem 2. Weltkrieg ein Ende gesetzt. Im Freilichtmuseum Roscheider Hof kann man die alten Arbeitstechniken noch erleben. Die Vorführung des Schumachers findet in der Schusterwerkstatt des Freilichtmuseums statt, die sich im Haus Bosselstube aus Roth im Hunsrück befindet |
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Last update 22.11.1998- Helge Rieder