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Ausgestellt ist die Spielzeugsammlung der Kölner Fachhochschul-Professorin Barbara Schu.
Über 5000 Spielfiguren hatte die weitgereiste Texilgestalterin gesammelt. Sie hatte ihre Sammlung 1988 ursprünglich
dem Kölner Rautenschrauch-Joest-Museum vermacht. Da dieses sich nicht – wie testamentarisch verfügt –
in der Lage sah die Sammlung komplett und dauerhaft auszustellen, kam die Sammlung 2005 in unser Museum.
Durch die Unterstützung der Stadt Konz und der Sparkassenstiftung Trier war es uns möglich, den letzten freien,
mehr oder weniger im Rohbauzustand befindlichen Raum unseres Hofgebäudes so herzurichten, dass er für die dauerhafte
Präsentation dieser Sammlung geeignet ist.
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Die Sammlung wird u.a. in ebenfalls zur Sammlung gehörenden Mahagonischränken präsentiert. Ein Schwerpunkt der
Sammlung ist eine umfangreiche Kollektion von seltenen Holzspielzeugen aus dem Erzgebirge, wie sie in dieser
Fülle und Qualität weder in Privatsammlungen noch in Museen außerhalb des Erzgebirges anzutreffen ist. Ein weiterer
Schwerpunkt sind Puppen aus dem breiten Spektrum von Volkskunst, Brauchtum und Souvenir aus Lateinamerika, Russland und
Asien. Diese wurden meist als Reiseandenken an Touristen verkauft, spielen jedoch auch im traditionellen Brauchtum der
Herkunftsländer eine große Rolle. Bei den Exponaten handelt es sich überwiegend um Puppen, die jedoch nicht unbedingt zum Spielen,
als Dekoration oder Mitbringsel gedacht waren. Denn Volkskunst wurde nicht nur zum profanen Gebrauch hergestellt,
sondern wurzelt oftmals im Volksglauben und damit zusammenhängenden religiösen oder magischen Bräuchen.
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Die Grenzen zwischen
Volkskunst, also Objekten, die nach traditionellen Vorbildern einer ethnischen Gruppe per Hand gefertigt sind und meist
speziell für Touristen hergestellten Souvenirs sind fließend. Zum Beispiel werden in Mexiko besonders schön gearbeitete
Teufelsfiguren an Touristen verkauft, die auch von den Einheimischen zu Ostern als Verkörperung des symbolischen Sieges
über das Böse aufgestellt werden. In Japan reiht man anlässlich des Frühlingsfestes zu Hause Püppchen mit
Miniatur-Haushaltgeräten auf einer siebenstufigen Pyramide auf, um den Mädchen das Idealbild der Gesellschaft zu vermitteln
und in Indien ist es in einigen Gegenden üblich, für das "dusserah"-Fest einen Hausaltar mit Miniaturspielzeug zu schmücken,
das gleichermaßen bei uns zum Verkauf angeboten wird.
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In der Ausstellung werden die Exponate in einen historisch-volkskundlichen Zusammenhang gestellt. Die meisten dieser
Figuren stammen aus wirtschaftlichen Notstandsgebieten, aus Gegenden, in denen die Menschen mangels anderer
Beschäftigungsmöglichkeiten solche Figuren in Heimarbeit herstellten. Bewundernswert dabei ist die ungeheuere
Geisteskraft mit denen sich Menschen mit ganz geringen Mitteln über Wasser halten konnten.
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Ein Video mit der Ansprache des Museumsleiters Dr. U. Haas zur Eröffnung diese Ausstellung
im Juli 2006 finden Sie auf der
Videoseite
Ansprache als Text zum Nachlesen
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