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Lange Zeit waren Truhen die klassischen Aufbewahrmöbel. Sie schützten nicht nur vor dem Zugriff Unbefugter, sie verhinderten auch, dass sich Nagetiere über das Hab und Gut hermachten.
Im Haus bewahrte man Textilien und andere Wertgegenstände in der Truhe auf.
Wenn man auf Reisen ging, war eine hölzerne, eisenbeschlagene Truhe das
selbstverständliche Gepäckstück, und auch das Gesinde hatte seine
Habseligkeiten in Truhen verstaut, wenn es es am Gedingtag zu einer neuen
Herrschaft zog.
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Eine besondere Rolle spielten Truhen bei der Hochzeit. In ihnen wurde schon lange vorher die Aussteuer zusammengestellt, die ein Mädchen mit in die Ehe nehmen sollte.
Die Ausstellung zur Wohnkultur beginnt mit den ältesten zum Bestand des Museums gehörenden Möbelstücken. Es handelt sich dabei um zwei Kisten oder Truhen aus der Zeit um 1550 bzw. 1600. Beide sind aus relativ groben Brettern gezimmert und mit kräftigen eisernen Bändern beschlagen.
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