Lage:
Zufahrt:
Tip:
Der Name des jetzigen Konzer Stadtteils Hamm leitet sich von der mittelalterlichen Bezeichnung "hamm"
für Flussschleifen ab. Der Ausbau der Saar zur 1987 eröffneten Grossschiffahrtsstraße hat für den reizvollen
Naturraum eine tiefgreifende Wandlung gebracht. Der Wiltiger Saarbogen hat an der Hammer Schleife eine
neue Führung erhalten, den Rest des alten Flußlaufes bildet ein Bootshafen. Anstelle des Wiltinger
Bogens verkürzt nun ein künstlicher Kanal zwischen Hamm und Schoden den alten Flusslauf.
Der kleine Ort hat noch viel von seiner ursprünglichen Bausubstanz bewahren können. Dominierend ist
die Baugruppe Kirche / Pfarrhaus. Das Schiff der Kirche wurde 1745 an den spätromanischen
Turm angebaut. Der ungewöhnliche Pyramidenabschluß des Turms aus grauen Sandsteinquadern stammt
aus dem Jahr 1846. Innenausstattung (zumeist Neo-Barock) aus dem 19. Jahrhundert.
Daneben das ehemalige Pfarrhaus - heute Jugendhaus - von 1720 (unter Einbeziehung von Teilen des Vorgängerbaus von 1633).
1981 u.a. mit Rekonstruktion des Aborterkers renoviert. Das prächige Gebäude bezeugt die ehemalige
Bedeutung Hamms als Mutterpfarrei.
Hamm
Die Umgebung des
Freilichtmuseums

Am unteren Ende der Wiltiger Saarschleife.
Von Konz mit dem PWK oder dem Fahrrad (Saarradweg) in Richtung Kanzem (auf der Konzer Saarseite saaraufwärts).
Nach etwa 3 km beschilderter Abzweig nach rechts. Der Fahrradweg führt direkt nach Hamm. Mit Bahn bis
zum Bahnhof Kanzem. Von dort zu Fuss (Rad- und Fussweg) saarabwärts - ca 1/2 Stunde.
Den schönsten Blick auf Hamm hat man von der gegenüberliegenden Saarseite. Von Konz über die
Saarbrücke und von da an auf dem Saarradweg saaraufwärts an Könen vorbei bis auf die Höhe von
Hamm (s. Abbildung).
Etwas saaraufwärts befindet sich die Baugruppe der ehemaligen Hammer Fähre (Bild und nähere Beschreibung
auch in der Virtuelle Ausstellung "Unsere Dorfwirtschaft" auf diesem Server:
-> zur Ausstellung -> im Grünen). Die guterhaltenen Häuser stammen von etwa 1800 und gehen auf ein bereits
im 13. Jh. genanntes Burghaus zurück, das strategische Bedeutung als Saarübergang hatte. Die malerisch
gelegene Bauanlage ist auch Dokument einer Fährstation an der Saar, die zugleich Zwischenstation für den von
Pferden entlang des Uferwegs (Leinpfade) betriebenen Schiffsverkehr war.
Leider verschwand im Zuge der Saarkanalisierung mit der Fähre auch die dazugehörige Gastwirtschaft. Nur
die traurig-einsame Gartenterasse kündet noch von früheren Zeiten ...
|
|
|
|
|
![]() |