Ehemaliges Kloster Karthaus

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Die barocke Kartause in Merzlich (heute Konz-Karthaus) vor der Säkularisation





        

Ehemalige Karthause. Das Kloster wurde 1331 von Erzbischof Balduin von Luxemburg errichtet und St. Alban geweiht. Der ursprünlgiche Standort des Klosters war in Trier ausserhalb der Stadtmauern gegenüber den Kaiserthermen - etwa auf dem Gelände des heutigen Polizeipräsidiums. Noch heute erinnert die Kartäuserstraße hier an das Kloster.

Das Kloster St. Alban vor
den Toren Triers in der Stadtansicht
von 1548







Klosterkirche






Im Französisch-Pfälzischen Krieg wurde das erste Kloster wie alle ausserhalb der Stadtmauern gelegenen Gebäude 1674 von französischen Truppen auf Befehl des französischen Stadtkommandanten Vignory zerstört, um für die (französischen) Truppen ein freies Schussfeld aus der Stadt heraus zu schaffen. Das einzige Erhaltene aus diesem Kloster sind zwei Chorwangen im Diözesanmuseum Trier.

Nach langer Standortsuche und diversen Grundstreitigkeiten - vornehmlich mit der Äbtissin des Klosters St. Irminen - wurde das Kloster ab 1680 nach Plänen des Mainzer Baumeisters Vitus Schneider in Merzlich (heute Konz-Karthaus) wieder aufgebaut. Die Bauzeit erstreckte sich bis 1730. Viele, viele Kriege und diese begleitende Krankheitsepedemien waren immer wieder der Grund für Bauverzögerungen.





In die Weltgeschichte ging das Kloster ein, als 1792 viele Soldaten des den französischen Revolutionstruppen entgegenziehenden Deutschen Heers beim Lager in und um Karthaus an Ruhr erkrankten, und dessen Schlagkraft dadurch entscheidend schwächten. 1794 wurde das Kloster von französischen Truppen erobert, von den Mönchen verlassen und bald danach in der Säkularisation aufgehoben. 1804 wurde es versteigert, kam in Privatbesitz und verfiel zusehens. 1855 (bis 1962) kam das Kloster in den Besitz der Franziskanerinnen, die die Ruine der Kirche und die noch als Ruine erhaltenen Teile des Klosters wieder aufbauten, um ihrerseits dort ein Kloster einzurichten. Die Klosteranlage brannte 1884 ab, und wurde 1885-1887 wieder im alten Stil aufgebaut. Nach grundlegender Renovierung (1963-1987) dient die Kirche nun als katholische Pfarrkirche von Konz-Karthaus und das ehemalige Kloster als Bürgerhaus und Kulturzentrum von Konz.

Heute steht von der ehemaligen Klosteranlage nur noch der Südflügel. Vom Nordflügel sind nur die Keller erhalten. Gänzlich verschwunden ist der grosse Kreuzgang mit den Einzelhäuschen der Patres hinter dem Chor der Kirche (s. Bild ganz oben).

Tip:

Von aussen schöner als von innen. Schade, dass sich im stimmungsvollen Innenhof kein Biergarten angesiedelt hat...




Klosterhof


Lage:

Unübersehbar am Ortsausgang von Konz in Richtung Trier gelegen.

Besichtigung:

Kirche untertags normalerweise geöffnet. Die im Stil des Historismus gestalteten ehemaligen Klosterräume werden heute für Ausstellungen und Konzerte genutzt.

Zufahrt:

Nähe Bahnhof Konz-Karthaus. Mit PKW vom Konzer Zentrum in Richtung Trier. Parkmöglichkeiten zwischen Kirche und Bahn.


Sorry! Nur bei einem Java-fähigen Browser erscheint hier ein JAVA-Applet mit einer Landkarte!




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