Synagoge und historischer Lehrpfad in Wawern

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Die ehemalige Synagoge:

Die ehemalige Synagoge in Wawern ist neben den jüdischen Friedhöfen in Könen und Oberemmel eines der letzten Denkmäler der jüdischen Kultur in der heutigen Verbandsgemeinde Konz. In Wawern befand sich eine traditionell starke jüdische Gemeinde, deren Anfänge sich möglicherweise auf die 1723 von Kurfürst Franz Georg von Schönborn gegebene, auf 165 Familien im Kurstaat begrenzte Aufenthaltserlaubnis zurückführen lassen. Noch vor Mitte des 19. Jahrhunderts gründete sich eine eigene Synagogengemeinde, die 1933 noch 45 Mitglieder hatte und 1940 ausgelöscht wurde.

Die 1839 errichtete Synagoge ist als zweiachsiger Saalbau konzipiert. Sie wurde am 30.11.1938 demoliert, später zweckentfremdet und war danach jahrelang Ruine. Sie wurde 1993 vorbildlich restauriert und dient jetzt als Kulturzentrum.

Der historische Lehrpfad:

Die Synagoge ist bei weitem nicht die einzige Sehenswürdigkeit in Wawern. Im T-förmigen, als Denkmalzone ausgewiesenen Dorfkern stehen noch viele alte, bis auf das frühe 19. Jahrhundert zurückreichende Häuser (z.T. auch noch mit älteren Bauteilen). Viele Gebäude wurden in den letzten Jahren liebevoll restauriert. Mehr als manche Ruinen stören das Dorfbild jedoch einige etwas unglückliche Umbaumaßnahmen aus den 60er und 70er Jahren.

Von besonderem Interesse (und Bestandteil des historischen Lehrpfads) sind die alte (heute profanierte) Kirche gegenüber der ehemaligen Synagoge, das 1722 vom Trierer Domkapitel erbaute und 1919 umgebaute ehemalige Hofgut (jetzt Weingut) am Ortsausgang in Richtung Kanzem, das 1923 erbaute ehemalige Kelterhaus (noch ein Stückchen weiter Richtung Ortsausgang), die ehemalige Dorfkelter (jetzt Bürgerhaus) am Ortsausgang in Richung B 51 und eine ehemalige Mühle zwischen altem Dorfkern und dem Neubaugebiet (Strasse in Richtung Saarburg). Beim Gang durch die Weinberge erzählt der historische Lehrpfad nicht nur von den geologischen Besonderheiten Wawerns, vom Weinbau, von den vielen Kriegen, die diese Gegend als deutsch-französisches Grenzgebiet immer wieder heimgesucht haben, sondern führt auch an einigen traumhaft schönen Aussichtspunkten vorbei.

Lage:

Die ehemalige Synagoge liegt im unteren Dorfteil. Der historische Lehrpfad führt unübersehbar durch Dorf und Weinberg.

Veranstaltungen:

Imnsbesondere im Frühjahr und Sommer rege Veranstaltungs- und Konzerttätigkeit in der Synagoge und dem ehemaligem Kelterhaus. Anfang Juni: Wawener Kulturtage. Nähere Informationen in der Tourist-Information Konz.

 






Die ehemalige Synagoge Wawern




Zufahrt:

Von Konz: Entweder über die B 5: Hierbei biegt man kurz nach dem Wald hinter Könen links nach Wawern ab - Oder: Man fährt über Filzen und Kanzem und kommt von der anderen Seite in den oberen Teil des Dorfs. In beiden Fällen biegt man an die Kirche in den unteren Dorfteil ab (Saarburger Strasse) und sieht schon bald die am linken Strassenrand gelegende Synagoge. Parkmöglichkeit überall im Ort. Dies ist auch ein guter Ausgangspunkt für den als Rundweg angelegten historischen Lehrpfad, der den Besucher von Tafel zu Tafel durch den Ort und auf guten Wanderwengen durch den Weinberg leitet. Für Synagoge und Lehrpfad sollte man sich mindestens zwei Stunden Zeit nehmen.

Vom Saarradweg biegt man ca 1 km nach Kanzem (in Richtung saaraufwärts) bei einer großen Brücke über den Saarkanal nach rechts ab. Man radelt über diese und erreicht nach ein paar hundert Metern auf einer wenig befahrenen Landstraße Wawern.

Öffnungszeiten:

Der historische Lehrpfad ist stets begehbar - im Hochsommer kann es im Weinberg jedoch recht heiss werden. Die Synagoge ist nur zu Veranstaltungen geöffnet. Durch mehrere Fenster kann man jedoch in das Innere blicken.

 



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