Westwall-Reste

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Eine der problematischen Sehenswürdigkeiten der Deutschen Geschichte. Der Westwall wurde 1938-1940 als Bunkersystem entlang der Westgrenze des damaligen Deutschen Reichs mit riesigem Aufwand erbaut. Konz wurde zu einer der wichtigsten Festungen im Westwall ausgebaut, da ein feindlicher Angriff vor allem durch das Moseltal vermutet wurde. Allein in Konz wurden 39 Westwallbunker (andere Schätzungen zählen bis zu 50 Bunker) gebaut.

Hierbei arbeiteten gleichzeitig bis zu 239000 Männer täglich 10-12 Stunden unter zumeist miserablen Arbeitsbedingungen.. Trotz des riesigen Aufwands spielte der Westwall militärisch im 2. Weltkrieg kaum eine Rolle. Militärisch genutzt wurde er eigentlich nur während dem Angriff auf Polen 1939, um ggf. einen Entlastungsangriff Frankreichs abzuwehren. Nach dem Frankreichfeldzug 1940 verlor er seine Bedeutung, die Bauarbeiten wurden eingestellt und der Westwall desarmiert. 1945 konnte der notdürftig wieder instand gesetzte Westwall die Westmächte nicht ernsthaft aufhalten.

Die Befestigungsanalgen waren für Konz insofern fatal, da sie (neben den Industrie- und Bahnanlagen) 1944 Ziel von Luftangriffen waren, die erhebliche Teile der Stadt zerstörten. Nach 1945 wurden die Bunker gesprengt.


Lage:


In Konz gibt es ziemlich viele, meist vollkommen überwachsene Bunkerreste. Im Freilichtmuseum Roscheider Hof existiert ein im Rahmen des Westwallbaus erbautes Wasserwerk zur Versorgung eines darunterliegenden Sanitätsbunkers (gegenüber der Schultoilette - wird auch im virtuellen Rundgang des Museums besucht).

In Trier-Euren stehen grössere Bunkerreste im Wald hinter dem ehemaligen Cafe Waldfrieden. Desweiteren gibt es ein Westwall-Museum in einem ehemaligen Panzerwerk in Irrel bei Bitburg und im saarlänidschen Sinz (Nähe Perl). Die Lage aller Bunker findet sich in der Kulturdatenbank Region Trier.


 

Reste einer nie fertiggestellten Bahntrasse bei Fisch
(geplant zur Versorgung von Westwallbunkern)





Eine Bunkerwanderung kann man bei Oberemmel unternehmen. Man fährt von Oberemmel in ichtung Wiltingen. Kurz nach Ortsende (Oberemmel) zweigt nach links ein geteertes Sträßchen ab. Das Sträßchen führt zu einer Wochenendhaussiedlung den Berg hinauf und verliert dort seinen Teer. Nun fährt man, z.T. in Serpentinen durch die ganze Wochenendhaussiedlung hinauf und parkt beim Verbostschild über der Siedlung den PKW (für Busse ist der Weg viel zu eng). Von dort zu Fuß (mit SR=Saarrundweg markiert) auf dem Feldweg weiter leicht nach links durch ein Wäldchen und eine grüße Freifläche mit viel Ginster (traumhaft schön bei der Ginsterblühte), mit schönem Tiefblick auf Oberemmel und das Konzer Tälchen. Danach führt der Weg wieder kurz durch durch einen Laubwald. Bald erreicht man eine Waldwiese links (abfallend) vom Weg. Unterhalb der Wiese stehen mehrere Bunker (wenn die Bäume nicht belaubt sind, sind sie gut vom Weg aus zu erkennen). Folgt man dem Weg noch etwas weiter in das nächste Waldstück, so findet sich noch ein weiterer Bunker links am Wege.

 
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