Besucherzentrum
Die Fahrzeughalle ist eine Art Mehrzweckraum des Freilichtmuseums. Hier finden Sonderausstellungen und größere Veranstaltungen statt, und bei schlechtem Wetter können normalerweise im Freien stattfindende Veranstaltungen kurzfristig nach hierhin verlegt werden.

Viez und Schnapps
Die Herstellung von Viez, dem moselfränkischen Namen für Apfelwein, und Obstbränden hat in der Region eine lange Tradition. Die Grundlage hierfür liefert ein reichhaltiges Angebot an Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Mirabellen und anderen edlen Obstsorten vor allem in den milden Tallagen von Mosel und Saar. Es waren die Römer, die diese Vielfalt aus dem Süden mitbrachten und hier heimisch machten.

Weinbau
Seit die Römer den Rebstock in die belgische und in die germanischen Provinzen brachten, werden an der Mosel und ihren Nebenflüssen ununterbrochen Reben angebaut. Der Wein ist hier also seit mehr als 2000 Jahren landschaftsprägend. Die heute charakteristischen Rieslingtrauben wurden wahrscheinlich erst im 18. Jahrhundert auf landesherrliche Anordnung als Kulturrebe durchgesetzt. Bis dahin gab es verschiedene Rebsorten, unter anderem die Elblingrebe, die heute noch auf der deutschen Seite der Obermosel angebaut wird. Trocken ausgebaut wird ihr Wein gern getrunken, und dient darüberhinaus aus häufig als Grundwein für die Sektherstellung.

Tante Emma Laden um 1900
Bis in die 50er Jahre war der ländliche Krämerladen nicht nur der Ort, wo man sich mit Lebensmitteln versorgte. Hier erfuhr man auch, wie es dem kranken Opa aus der Nachbarschaft ging, oder ob die Kuh des Bürgermeisters schon gekalbt hatte. Die Leute hatten mehr Zeit, die Waren wurden auf der Theke zusammengestellt und häufig ließ man anschreiben und bezahlte erst, wenn eine bestimmt Summe zusammengekommen war.

Schulmuseum
In geraden Reihen aufgestellte Holzbänke, die Tafellappen säuberlich an die Schiefertafeln geknotet, und das Pult leicht erhöht vor der Klasse - so präsentiert sich die Schulklasse der Kaiserzeit.

Die Erhöhung des Pultes deutet es bereits an: Der Lehrer stand im Mittelpunkt des Unterrichts. Er unterrichtete nicht nur die Kinder, er erzog sie. Sein wichtigstes Hilfsmittel war die große drehbare Schiefertafel. Aber auch die Rechenmaschine mit den hölzernen Kugeln war sehr nützlich. Am faszinierendsten waren für die Kinder jedoch die bunten Wandbilder, die der Lehrer je nach Unterrrichtstoff aufhängte. Sie brachten seit etwa 1890 die große weite Welt ins Klassenzimmer.

Volksfrömmigkeit
Das Thema dieses Raumes weist auf die große Bedeutung des religiösen Lebens besonders in der Trierer Kirchenprovinz hin. Zum Erzbistum Trier gehörten bis zum Westfälischen Frieden 1648 auch die Bistümer Metz, Toul und Verdun. Auch viele Trierer Klöster waren jenseits der Grenzen in Lothringen und Luxemburg begütert.

Kinderwelten
Die Ausstellung „Kinderwelten“ umfasst Spielzeug für Kinder, dem früheren Rollenverständnis entsprechend getrennt für Jungen und Mädchen.


webkammer
Weber war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur ein weitverbreiteter Beruf, auch in den meisten Haushalten wurde für den Eigenbedarf gewebt. Der in dieser Webkammer stehende Webstuhl ist jedoch das Arbeitsgerät eines hauptberuflichen Handwebers. Darauf lassen nicht nur seine Größe, sondern auch die Schnitzarbeiten an den Balken schließen. Auf dem zweischäftigen Stuhl lassen sich 80 cm breite Stoffbahnen in großen Längen herstellen. Ein geübter Weber war so in der Lage, etwa einen Meter Leinen pro Stunde zu weben.

Bürgerliche Wohnkultur
Biedermeier-Wohnzimmer :
In diesem Ausstellungsraum gehen die Möbel eine interessante Symbiose mit der Raumumgebung ein, da hier Fußboden, Deckenstuck, Türgewände und Fenster aus der Erbauungszeit des Wohntrakts des Roscheider Hofes, den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts, erhalten sind. Relativ große Fenster mit durchscheinenden Gardinen, helle Möbel aus Birnbaum, Kirschbaum oder Esche, die jedoch im Trierer Raum durch französischen Einfluss bedingt auch durch die Verwendung von Nussbaum oder Mahagoni kontrastiert werden können, sowie die relative Leere des Raumes sind charakteristisch für die bürgerliche Wohnkultur des Biedermeier. Diese Zeit zwischen 1815 und etwa 1850 ist im Wohnbereich geprägt durch Einfachheit und Zurückhaltung im Sinne einer neuen Bürgerlichkeit.

Biedermeier Wohnzimmer
Der erste Raum zeigt eine Wohnstube aus der Zeit um 1840 mit gedeckter Kaffeetafel. Die Zeit nach dem Empire ist durch eine bescheidene bürgerliche Lebensgestaltung und betonte Schlichtheit gekennzeichnet. Die Häuslichkeit, die Geselligkeit in Familie und Freundeskreis drückt sich auch im Mobiliar der Zeit aus.

Dorfwirtschaft
Die Dorfwirtschaften der 30er Jahre waren die Orte der Geselligkeit im Dorf. Hier traf man sich, hier erfuhr man die letzten Neuigkeiten, hier feierte man und hier wurden auch so manche Meinungsverschiedenheiten ausgetragen. Die Wirtschaft war jedoch in erster Linie Männersache. Frauen, die hier regelmäßig gesehen wurden, hatten schnell einen schlechten Ruf. Die Luft war von Zigaretten- und Zigarrenrauch erfüllt und auf den Tischen standen „Viezporzen“, Bier- und Schnapsgläser.

Turmuhr
Mit einer Digitaluhr am Handgelenk ist es kaum vorstellbar, dass sich die ländliche Bevölkerung jahrhundertelang am Stand der Sonne oder allenfalls am Mittags- oder Abendläuten der Kirchturmglocken orientierte. Erst im 18. Jahrhundert wurden auf den Kirchtürmen größerer ländlicher Pfarrkirchen vereinzelt Turmuhren installiert.

Ladengasse
Am Ende eines Jahrhunderts zurückzublicken ist nichts Ungewöhnliches. So begann das Museum seit dem Jahr 2000 mit dem Aufbau einer Präsentation verschiedener Gewerbe und Handwerke, die sich vor allem im ländlichen Bereich erst im Verlauf der vergangenen 100 Jahre etabliert haben. Bei dieser „Ladengasse“ handelt es sich um eine Sequenz von insgesamt 12 Geschäften und und kleinen Gewerbeläden, die den Besuchern in ihrer gassenförmigen Aneinanderreihung Einblicke durch ihre Fenster und Türen ermöglichen.

Zinnfiguren
Am 8. Mai 2005 wurde die Dauerausstellung mit Zinnfiguren (das Zinnfigurenmuseum) aus der Sammlung Prof. Dr. Gerteis eröffnet. Auf dem 220 Quadratmeter großen Speicher des Gutshofes sind viele tausend Figuren, beileibe nicht nur Zinnsoldaten, gleichsam „eine kleine Welt in Zinn“, aufgebaut. Die bei Sammlern bekannte und seit einem Jahrzehnt in Aach ausgestellte Zinnfigurensammlung (von nunmehr über 40.000 Figuren) hat hier ein neues attraktives Quartier gefunden.

Das Waschen
Um den Arbeitsaufwand und die Arbeitsleistung der Frauen beim Waschen beurteilen zu können, muß man sich die einzelnen Arbeitsschritte eines Waschtages vergegenwärtigen, wie er bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts noch üblich war.

Wir gehen Baden
Da es die meiste Zeit im Jahr zum Baden in der Mosel und in den Maaren noch viel zu kalt ist, zeigen wir wie man früher ein Bad zu Hause angerichtet hat: „Badewannen, Wasserschüsseln, Seifenschalen…“, die Ausstellung zeigt ein Spektrum des „sich Waschens“ in Stadt und Land. Die Thematik erstreckt sich vom Wasser, das man sich noch mühselig aus dem Brunnen schöpfen musste bis zum fließenden Wasser eines reinen „Art Deco“-Badezimmers aus der Trierer Innenstadt.

Backstube
Am Ende der neuen Ladengasse befindet sich in einem separaten Raum die Backstube der ehemaligen Bäckerei Gail aus Polch im Maifeld, die im Zustand der 30er Jahre wiederaufgebaut wurde. Der Bäckermeister Wilhelm Gail ließ damals von der Ofenbaufirma Karl Rotbrust aus dem nahen Bell einen neuen Dampfbackofen mit zwei übereinander liegenden Backebenen errichten, der von der Seite her mit Kohle befeuert wurde. Auf dem Ofen befindet sich der Wassertank zur Dampferzeugung. In den beiden hölzernen Teigmulden, von denen eine noch aus der Zeit vor der Jahrhundertwende stammt, wurde von Hand der Teig geknetet. Zu Beginn der 30er Jahre wurden dann die große Teigknetmaschine und der am Fenster stehende Brötchenteiler angeschafft. Bis zur Schließung der Bäckerei im Jahr 1975 arbeitete hier Wilhelm Gails Sohn Rupert .

spielzeug
Ausgestellt ist die Spielzeugsammlung der Kölner Fachhochschul-Professorin Barbara Schu. Über 5000 Spielfiguren hatte die weitgereiste Texilgestalterin gesammelt. Sie hatte ihre Sammlung 1988 ursprünglich dem Kölner Rautenschrauch-Joest-Museum vermacht. Da dieses sich nicht – wie testamentarisch verfügt – in der Lage sah die Sammlung komplett und dauerhaft auszustellen, kam die Sammlung 2005 in unser Museum.

Neue Ladengasse
Der Blick auf das Leben wie es früher war und es seit 10 Jahren in unserer ersten Ladengasse dargestellt wird, stieß bei den Museumsbesuchern so viel Interesse, dass sich die Museumsleitung entschloß im Obergeschoß des Ostflügels eine Reihe weiterer Geschäfte aus Magazinbeständen wie aus der kompletten Übernahme kürzlich aufgegebener Läden in einzelnen Kojen einzurichten. Dabei konnte die Darstellung gewerblichen Lebens vor ein bis zwei Generationen durch weitere 12 Szenarien erweitert werden:

Hutladen Georg mit Museumsleider Dr. U. Haas
Im Torbogen zum Innenhof befindet sich seit dem Frühjahr 2015 das Hutgeschäfts „Georg“ aus der Trierer Brotstraße 26. Das Geschäft wurde über sechs Generationen von der Familie Georg betrieben. Früher haben sie möglicherweise auch selber Hüte hergestellt.

takenplatten
Im ehemaligen Pferdestall des Roscheider Hofes befindet sich die Ausstellung "Ofen- und Takenplatten".

Takenplatten sind gusseiserne Platten, die früher in Bauernhäusern in eine Aussparung der Feuerwand zwischen Küche und Stube eingemauert wurde. Sie nahm die Hitze des Feuers auf und gab sie zur Stube hin wieder ab.


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