Direkt gegenüber der RAD-Baracke steht seit Frühjahr 2021 das Englische Gegenstück, eine sogenannte Nissen-Hütte. Sie ist in ihrer einfachsten Ausführung eine einfache Blechbaracke zur wettersicheren Aufbewahrung von Gegenständen.


In derartige Baracken wurden insbesondere auf Flugplätzen und anderen militärischen Arealen gerne auch Flugzeughangars, Mannschaftsunterkünfte und auch Kirchen eingebaut. Einige diese Anlagen sind im U.K. ain WWII-Museen noch erhalten und können besichtigt werden.

Nissenhütte (engl. Nissen hut) ist die Bezeichnung für eine von dem kanadischen Ingenieur und Offizier Peter Norman Nissen im Jahr 1916 entwickelte Wellblechhütte in Fertigteilbauweise. Sie diente der Armee bereits im Ersten Weltkrieg als „möglichst billige, schnell zu errichtende mobile“ Unterkunft. Vier bis sechs Soldaten benötigten rund vier Stunden, um eine solche Hütte aufzubauen. In der Nachkriegszeit diente das in Europa zunächst militärisch eingesetzte Material beim Aufbau von Internierungs-, Gefangenen- und Entlassungslagern. In Deutschland wurden in der britischen und der amerikanischen Zone und im britischen Sektor von Berlin Nissenhüttenlager für die große Zahl der infolge von Vertreibung und Bombenangriffen obdachlos gewordenen Menschen errichtet.