Im Frühjahr 2021 wurde im Garten vor der Stallscheune ein Beet mit Färberpflanzen angelegt. Dies liegt nahe, da im Keller der Stallscheune schon bei deren Translozierung des ein Fäberkeller eingerichtet wurde.


Da auch sehr kleine Sämlinge gepflanzt wurden, wurden die Pflanzen um nicht zertreten zu werden mit einem Stock markiert und als Verdunstungsschutz mit Laub abgedeckt. Der Zaun dient vorübergehend als Hühnerschutz, und abschließend kommt oben noch eine weitere Mulchschicht zur Unkrautunterdrückung und zum weiteren Verdunstungsschutz dazu.

Gepflanzt wurden:
Indigolupine, (Falscher Indigo), Baptisia australis,-> Blau
Färber-Wau, Reseda luteola, -> Gelb
Färber-Waid, Isatis tinctoria, -> Indigoblau
Färberkamille‚ Anthemis tinctoria, -> warmes Gelb
Gewöhnliche Goldrute‚ Solidago virgaurea, -> Braungelb bis Golden
Stockrose‚ Alcea rugosa,-> Dunkelrot
Fuchsschwanz/Amarant, Amaranthus, -> Amarant (leuchtendes ins Blau gehendes Rot)
Mädchenaugen, Coreopsis tinctoria, -> Mahagony Rot (Rotbraun)
Färberdistel, Carthamus saflor, -> Rot (Carthamin) und Gelb (Carthamidin)

In dem Beet wachsen weiterhin schon seit mehreren Jahren die seltenen Schlitzblättrigen Karden Dipsacus laciniatus. Sie waren früher beim Färben beziehungsweise bei Wollverarbeitung in Gebrauch. Ebenfalls findet sich dort das zum Waschen der Wolle benötigte Gewöhnliche Seifenkraut Saponaria officinalis.

Einige der Pflanzen sind vom Garten am Saargauhaus umgezogen, andere wurden zum Anziehen in Töpfe gesät, und ein paar wurden von der Sortenvielfalt in Bengel beigesteuert.